Roman Maciejewski (* 28. Februar 1910 in Berlin; † 30. April 1998 in Göteborg) war ein polnischer Komponist, Pianist und Dirigent.
Maciejewski hatte ab dem fünften Lebensjahr Klavierunterricht bei seiner Mutter. Er studierte von 1916 bis 1919 am Stern’schen Konservatorium. Danach setzte er seine Ausbildung in Posen bei Bohdan Zaleski (Klavier), Władysław Raczkowski (Musiktheorie), Kazimierz Sikorski (Harmonielehre und Kontrapunkt) und Stanisław Wiechowicz (Solfège) fort.
Seit 1930 leitete er den Stanisław-Moniuszko-Chor in Posen, mit dem er Konzertreisen durch Polen und Deutschland unternahm. 1932 begann er ein Studium an der Warschauer Musikakademie bei Karol Szymanowski, das er zu Gunsten einer Konzertreise als Pianist durch den Balkan abbrach. 1934 studierte er bei Nadia Boulanger in Paris.
Von 1939 bis 1951 lebte Maciejewski in Schweden, wo er mehrere Schauspielmusiken zu Inszenierungen Ingmar Bergmans (u. a. zu Albert Camus’ Kaligula) komponierte und mit der Komposition seiner Missa pro defunctis begann, die er erst fünfzehn Jahre später beendete. Sie wurde beim Internationalen Festival für zeitgenössische Musik 1960 in Warschau uraufgeführt.
1951 übersiedelte er in die USA und ließ sich im kalifornischen Redondo Beach nieder. Er war dort Organist zweier katholischer Kirchen und leitete den Roman Choir. 1977 kehrte er nach Schweden zurück und ließ sich in Göteborg nieder.
Sonata na fortepian nr 1, 1926
Pieśni kurpiowskie für gemischten Chor, 1928
Mazurki für Klavier, 1928–1990
Preludia für Klavier, 1930–1933
Tańce góralskie für Klavier, 1931
Bajka", Kinderballett für Klavier, 1932
Trzy pieśni Bilitis für Sopran und Klavier, 1933; für Sopran und Orchester, 1935
Sonata na fortepian nr 2, 1932
Koncert na dwa fortepiany bez orkiestry, 1936
Tarantella i kołysanka für zwei Klaviere, 1938
Sonata na skrzypce i fortepian, 1938
Oberek scena baletowa für zwei Klaviere, 1943
Allegro concertante für Klavier und Sinfonieorchester, 1944