Rolf Ulrici (* 7. März 1922 in Berlin; als Rolf Stitz-Ulrici; † 27. September 1997 in Prien am Chiemsee) war ein deutscher Schriftsteller. Auch unter den Pseudonymen Rex Corbett, Hans Korda und Hans Rodos schrieb er vor allem Jugendbücher.
Rolf Ulrici, Sohn eines Bankdirektors, war von 1932 bis 1941 Schüler eines Berliner Gymnasiums. Im Zweiten Weltkrieg nahm er als Soldat der Wehrmacht am Afrikafeldzug teil. Nach Kriegsende arbeitete er kurzzeitig als Regisseur in Düsseldorf, Berlin, Guben, Halberstadt und Neuruppin. Ab 1949 verfasste er als Journalist in Berlin Fortsetzungsromane für kleinere Zeitungen sowie Beiträge für den Kinderfunk des RIAS.
Bei der „Zamenhof-Gedenkfeier“ am 11. Dezember 1949 in Berlin führte er Regie bei der Aufführung des Theaterstücks La Gefratoj (Die Geschwister von Johann Wolfgang Goethe) in der Esperanto-Übersetzung von Karl Vanselow.
Als Erstlingswerk erschien beim Rudolf Weiter Verlag in Berlin 1951 Die Zöglinge von Abbot Castle, ein Kriminalroman mit einem Titelbild von Wilhelm Kohlhoff. Seit dem Erfolg der Käpt’n-Konny-Bücher war Ulrici als freier Schriftsteller in Bernau am Chiemsee ansässig. 1953 erhielt er den Deutschen Jugendbuchpreis.
Rolf Ulrici hat zahlreiche Jugendbuchserien entworfen. Seine Bücher richten sich (für diese Zeit typisch) geschlechtergetrennt an Mädchen, z. B. mit Pferdegeschichten, und Jungen, z. B. mit Cowboygeschichten. Serienhelden, oft gleichermaßen namengebend im Buchtitel, sind Jungen wie Mädchen. Am erfolgreichsten war die Serie mit Käpt’n Konny, die von 1954 bis 1976 lief. Außerdem schrieb Rolf Ulrici Gespenstergeschichten und auch Science-Fiction. Er kombinierte diese beiden Genres auch miteinander. Am bekanntesten in der Science-Fiction-Literatur für Jugendliche waren seine Serie Monitor und deren Fortsetzung Giganto (meldet). Weitere Fortsetzungen erschienen unter den Titeln Weltraumklipper, Superhirn und Telephantom in kurzer Folge um 1982 – überwiegend im Franz Schneider Verlag und im W. Fischer-Verlag.
Käpt’n Konny schnuppert Seeluft, Schneider Verlag; München 1954
Käpt’n Konny in der Klemme, Schneider Verlag; München 1954
Käpt’n Konny und der Seeteufel, Schneider Verlag; München 1954
Käpt’n Konny als Pirat, Schneider Verlag; München 1955
Käpt’n Konny auf hoher See, Schneider Verlag; München 1966
(bearbeitete Neuausgabe unter dem Titel: Käpt’n Konny und die Brandstifter, Göttinger/Fischer Verlag, München, 1988)
Käpt’n Konny und seine Freunde tauchen nach Öl, Schneider Verlag; München [u. a.] 1974
(bearbeitete Neuausgabe unter dem Titel: Käpt’n Konny und die Ölpest, Göttinger/Fischer Verlag, München, 1979)
Käpt’n Konny und seine Freunde suchen das Geisterschiff, München 1974
(bearbeitete Neuausgabe unter dem Titel: Käpt’n Konnys unheimliche Begegnungen, Göttinger/Fischer Verlag, München, 1988)
Käpt’n Konny und seine Freunde auf geheimer Spur, Schneider Verlag; München [u. a.] 1974
(bearbeitete Neuausgabe unter dem gleichen Titel: Göttinger/Fischer Verlag, München, 1988)
Diane aus dem Försterhaus, München 1968