Roderich Menzel (* 13. April 1907 in Reichenberg; † 18. Oktober 1987 in München) war ein tschechoslowakischer, später deutscher Tennisspieler, der später als Schriftsteller tätig war. Als Autor benutzte er neben seinem Namen die Pseudonyme Clemens Parma und Michael Morawa.
Roderich Menzel wurde in Reichenberg (Liberec) geboren, wo er mit seinen Eltern und zwei Brüdern in der Römheldstraße 7 lebte. Er begann mit 16 Jahren beim RSK Reichenberg Fußball zu spielen. Da er Tennis auf dem gleichen Niveau spielte, musste er sich zwischen diesen beiden Sportarten entscheiden. Seine Wahl fiel auf Tennis und schon bald wurde er tschechoslowakischer Junior Sieger (1925).
Im Davis Cup spielte Menzel zunächst für die Tschechoslowakei, nach dem „Anschluss“ des Sudetenlands an das Deutsche Reich im Oktober 1938 für Deutschland.
Im Jahr 1931 gewann er die internationalen deutschen Tennismeisterschaften am Hamburger Rothenbaum. Nachdem Menzel 1938 im Finale der französischen Tennismeisterschaften Don Budge unterlag, wurde er zu den vier besten Tennisspielern der Welt gezählt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Menzel als Schriftsteller in München und veröffentlichte unter eigenem Namen und unter dem Pseudonym Clemens Parma. Der Katalog der deutschen Nationalbibliothek erfasst für ihn 156 Titel, wovon mehrere in ausländische Sprachen übersetzt wurden. Er schrieb in den 1950er und 1960er Jahren Kinder- und Jugendliteratur, die die Zeichnerin Johanna Sengler illustrierte. Das bekannteste Buch davon ist „Das Wunderauto“. Des Weiteren verfasste er Biografien über Friederike von Hannover und Max Reinhardt. 1973 erhielt Menzel die Liebieg-Medaille des Heimatkreises Reichenberg in Augsburg.
Roderich Menzel war vier Mal verheiratet (Anna Maria 'Bucky' Rabl, Erika Franziska Josefa Wurdinger, Gerda, Johanna Sengler) und hatte fünf Kinder (Michael, Christian, Renate, Carola und Peter).
1938 – Finale (Niederlage gegen Don Budge)
Tennis ... wie ich es sehe!, Heidelberg [u. a.] 1932
Tennis-Parade, Heidelberg 1937
Zwischen Mensch und Gott, Heidelberg 1937
Geliebte Tennispartnerin, Hamburg 1940
Unglaublich, aber wahr!, Berlin 1940
Mit Schläger und Schreibmaschine, Heidelberg 1941
Ein Mann, wie neugeboren, Berlin 1942
Gesänge und Balladen, Hamburg 1948
Triumph der Medizin, Hamburg 1950
Fliegender Fisch und zärtliches Känguruh, München 1951
Weltmacht Tennis, München 1951