Robert de Pellevé de La Motte-Ango, marquis de Flers (* 25. November 1872 in Pont-l’Évêque, Département Calvados; † 30. Juli 1927 in Vittel) war ein französischer Dramatiker und Journalist.
Der Sohn des Unterpräfekten von Pont-l'Évêque und Generalinspektors der Verwaltungsdienste des Innenministeriums, Jean de La Motte-Ango, Marquis de Flers, und der Marguerite de Rozière studierte Jura und dann Geschichte und bereitete sich auf eine diplomatische Laufbahn vor, wie sie seine Großväter, Hyacinthe de Flers und der Historiker Eugène de Rozière (1820–1896) ergriffen hatten. Einer seiner Urgroßväter war der Jura-Professor und zweimalige Kultusminister Charles Giraud (1802–1881).
Auf einer Orientreise entstanden seine ersten literarischen Werke, eine Erzählung, eine Novelle und der Reisebericht Vers l’Orient.
Robert de Flers war Mitschüler von Marcel Proust am Lycée Condorcet in Paris und die beiden Schriftsteller blieben ihr ganzes Leben lang eng verbunden. De Fleurs wurde bekannt als Theaterautor. Nach 1900 entstand neben eigenen eine Reihe von Stücken in Zusammenarbeit mit Gaston de Caillavet. Nach dessen Tod wurde Francis de Croisset (1877–1937) sein Coautor. Mit ihm verfasste er u. a. das Libretto zu der Operette Ciboulette von Reynaldo Hahn (1923).
1921 wurde de Flers literarischer Direktor des Le Figaro. Am 3. Juni 1920 wurde er als Nachfolger von Pierre de Ségur zum Mitglied der Académie française gewählt. Außerdem wurde er als Kommandeur der Ehrenlegion ausgezeichnet.
Vers l’Orient, Reisebericht, 1896
La courtisane Taïa et son singe vert, Novelle
Ilsée, princesse de Tripoli, 1897
Les travaux d’Hercule (mit Gaston de Caillavet), 1901
Les Sentiers de la vertu (mit Gaston de Caillavet), 1903
Le Sire de Vergy (mit Gaston de Caillavet), 1903
Pâris ou Le bon juge (mit Gaston de Caillavet), 1906
Miquette et sa mère (mit Gaston de Caillavet), 1906
Fortunio, Oper (mit Gaston de Caivallet, vertont von André Messager), 1907
Primerose (mit Gaston de Caillavet), 1911
L’Habit vert (mit Gaston de Caillavet), 1912
La belle aventure (mit E. Rey), 1913; 1932 als Das schöne Abenteuer verfilmt
Beatrice, Operette (mit Gaston de Caivallet, vertont von André Messager), 1914