An diesem Tag

Robert Moog

US-amerikanischer Ingenieur, Pionier der elektronischen Musik, Erfinder eines der ersten Synthesizer

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Robert Arthur „Bob“ Moog (Robert Moog wird englisch ausgesprochen [ˈɹɑːbɚt moʊg]; * 23. Mai 1934 in New York City; † 21. August 2005 in Asheville, North Carolina) war ein US-amerikanischer Elektrotechniker und Erfinder. Er war ein Pionier der elektronischen Musik und der Erfinder des Moog-Synthesizers, eines der ersten weitverbreiteten elektronischen Musikinstrumente.

Robert Moog studierte Physik am Queens College in New York City, das er mit einem Bachelor-Abschluss verließ. In den 1960er Jahren baute er für den Komponisten Max Brand den ersten Synthesizer Moogtonium. 1963 promovierte er an der Cornell University (Ithaca, New York) in Elektrotechnik.

1977 trat Moog aus seiner Firma Moog Music aus; von 1989 bis 1992 gab er Unterricht in Musiktechnologie an der University of North Carolina in Asheville.

Moog hatte 1984 den Vorsitz bei der Fachjury Großer Preis der Ars Electronica (Linz/Österreich für zukunftsweisende Neuentwicklungen im Bereich der elektronischen Klangerzeugung).

Im April 2005 wurde bei Robert Moog ein Glioblastom diagnostiziert. An diesem unheilbaren Hirntumor verstarb er vier Monate später im Alter von 71 Jahren. Sein Werk wird von der nach seinem Tod von seinem Sohn gegründeten Bob Moog Foundation weitergeführt.

Vor der Entwicklung des Synthesizers stand ein anderes elektronisches Musikinstrument, das Theremin, das durch seine ungewöhnliche, berührungslose Bedienung auch heute noch großes Interesse findet. Neben dessen Erfinder Lew Sergejewitsch Termen (den Moog erst 1989 in Paris kennenlernte) war auch Moog für dessen Weiterentwicklung von Bedeutung.

Schon 1949 entdeckte er es für sich und baute sich sein eigenes Theremin. Nachdem er für das Journal Electronics World darüber einen Artikel geschrieben hatte und auch Bausätze angeboten hatte, die sehr erfolgreich waren, begann er 1954 zusammen mit seinem Vater unter dem Namen R.A. Moog Co. im Keller des Elternhauses in Flushing bei New York mit dem Bau von Thereminen. In den 1960er Jahren gab er mit großem Erfolg einen Bausatz zum Nachbau eines Transistor-Theremins heraus. Sein persönlicher Höhepunkt war aber, als er das Theremin von Clara Rockmore – einer der beiden besten Künstlerinnen auf dem Instrument – Ende der 1980er reparieren durfte. Noch heute ist Moog Music Inc. der führende Anbieter für hochwertige Theremine.

Moogs Theremine wurden jahrelang für die musikalische Untermalung von Science-Fiction-Filmen und Serien verwendet, Mars Attacks! und Babylon 5 sind nur zwei Beispiele.

Die ersten Entwicklungen von Bauteilen für den späteren Synthesizer machte Moog am Columbia-Princeton Electronic Music Center, heute das Computer Music Center. Diese waren zum Beispiel der spannungsgesteuerte Oszillator (VCO) und der ADSR-Hüllkurvengenerator.

Die ersten Synthesizer in den 1950er und Anfang der 1960er waren entweder schlecht zu bedienen – zum Beispiel mit Lochkarten beim RCA Mark II, der im Columbia-Princeton Electronic Music Center stand – oder von enormer Größe. Entscheidend war sicher auch, dass Moog Student von Peter Mauzey war, einem der Entwickler des Mark II. Moog stellte seinen ersten, mit Herb Deutsch entwickelten Synthesizer 1964 auf einem Kongress der Audio Engineering Society vor. Er war durch seine kompakte Größe anfangs nur eine Kuriosität, weil die Konfiguration noch Stunden dauerte, aber dies war bis 1968 behoben. In dieser Zeit baute Moog mit Fred Cochran für das Heimstudio des Komponisten Max Brand den Synthesizer Moogtonium. Dieser älteste noch funktionsfähige Synthesizer ist heute im Max-Brand-Archiv aufgestellt. In diesen Jahren beschäftigte Moog auch Walter Carlos, der 1968 mit dem Album Switched-On Bach drei Grammys gewann.

Der Moog-Synthesizer war nicht nur deshalb der am weitesten verbreitete, Moog lieferte als einziger Hersteller auch ein Keyboard als Eingabegerät, hier definierte er die Standards. Während die ersten Moogs noch modular aufgebaut waren, also bestimmte Teile des Synthesizers mit anderen austauschbar waren, kam 1971 der Minimoog Model D auf den Markt, der alle Funktionen in einem kompakten Gehäuse vereinigte. Das Instrument hatte 44 Tasten, drei Oszillatoren mit sechs wählbaren Wellenformen, einen Oszillator-Mixer und Regler für Höhenlagen und Modulation. Der dritte Oszillator konnte auch als LFO (Low Frequency Oszillator) verwendet werden. Der Minimoog wurde der beliebteste monophone Synthesizer der 1970er Jahre, mehr als 13.000 wurden bis 1982 verkauft und seit 2001 wurden als Minimoog Voyager einige Sondereditionen auf den Markt gebracht.

Unter Moog brachte die Firma 1975 noch den weitverbreiteten und sehr populären Taurus auf den Markt. Seine Pedale ähnelten denen einer Orgel und verursachten synthetische Bass-Klänge.

1977 verließ Robert Moog die Firma Moog Music. Das Unternehmen produzierte bis zur Insolvenz 1986 weiter Keyboards.

Moog zog 1978 nach North Carolina, wo er Big Briar Productions gründete, die Effektmodule und Bedienelemente für elektronische Instrumente entwickelte und baute. 1982 wurde auf der „International Computer Music Conference“ ein berührungsempfindliches Keyboard vorgestellt. Neben dem Druck auf die Tasten erkannte das Keyboard auch die horizontale Position der spielenden Finger und bot somit neue Möglichkeiten. Anders als die ersten Synthesizer hatten die Entwicklungen von Big Briar aber nicht so große Wirkung auf die Musik, dafür aber waren sie kreativer und visionärer.

Anfang der 1990er Jahre erfuhr ausgerechnet Moogs erstes Produkt, das Theremin, eine Renaissance. Moog entwarf hierauf die Series 91, und seine Firma Big Briar produzierte sie die nächsten fünf Jahre. Ab 1998 entwarf er eine Serie analoger Effekt-Module namens Moogerfoogers.

2002 erhielt Moog die Rechte an den Marken Minimoog und Moog Music zurück. Im gleichen Jahr erschien der Moog Minimoog Voyager, der mit MIDI-Unterstützung eine neue Ära einläutete.

Im Jahre 2003 arbeitete Moog zusammen mit Arturia am ModularV und MiniMoogV.

Für den Hit Good Vibrations spielte Mike Love Live ein Instrument, das mit dem Widerstandsband Moog Ribbon Controller arbeitete.

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