An diesem Tag

Robert Maxwell

Britischer Verleger und Politiker

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Ian Robert Maxwell (* 10. Juni 1923 als Ján Ludvík Hoch in Slatinské Doly, Tschechoslowakei, heute Ukraine; † 5. November 1991 im Atlantischen Ozean bei Teneriffa, Kanaren, Spanien) war ein tschechoslowakisch-britischer Verleger, Unternehmer und Politiker der Labour Party.

Robert Maxwell wurde 1923 als drittes Kind des jüdischen Vieh- und Lederhändlers Mechel Hoch und dessen Ehefrau Chanca (geb. Slomowitz)

in dem kleinen Städtchen Slatinské Doly (zu dieser Zeit: Tschechoslowakei, Podkarpatská Rus; heute: Solotwyno in der ukrainischen Oblast Transkarpatien) geboren.

Von seinen Eltern wurde ihm der Name Abraham Leib Hoch gegeben (nach seinem Großvater väterlicherseits).

Der Wechsel der Staatsangehörigkeit der Karpatenukraine von Österreich-Ungarn zum nach dem Ersten Weltkrieg neu entstandenen Staat Tschechoslowakei im Jahr 1919 (Vertrag von St. Germain, Vertrag von Trianon) hatte unmittelbaren Einfluss auf die Namensgebung des Kindes, denn bei der Registrierung im örtlichen Rathaus bestand der tschechoslowakische Beamte darauf, dass die Geburtsurkunde einen tschechoslowakischen Namen enthielt.

So wurde aus „Leib“ „Ludvik“, und der Name „Jan“ wurde hinzugefügt, um zu bestätigen, dass der Neugeborene ein tschechoslowakischer Staatsbürger war. Offiziell hieß Abraham Leib Hoch nun „Jan Ludvik Hoch“.

Er hatte acht Geschwister, von denen zwei schon im Kindesalter an Diphtherie verstarben: die Schwestern Gisl (1919–1921), Brana (1920–1972), Shenia (1926–1944), Sylvia (1929–?), Zissel (1931–1944), Cipra (1933–1944) sowie die Brüder Chaim (1925–1927) und Itzak (1940–1944).

In den 1920er und 1930er Jahren teilten die Hochs die bittere Armut mit fast allen jüdischen Mitbürgern der Stadt.

Das Zuhause der Familie war ein Zimmer im Haus des Großvaters. Es gab nur zwei Betten, und den größten Teil seiner Kindheit musste sich Jan Ludvik Hoch ein Bett mit drei oder vier seiner Geschwister teilen. Er hatte kaum genug Kleidung und musste meist barfuß laufen.

In späteren Jahren erklärte Robert Maxwell rückblickend, er habe nie eine wirkliche Kindheit gehabt:

„Ich war nie jung. Ich hatte nie dieses Privileg.“

Und zu seiner Kindheit in Soltovino fielen ihm vor allem drei Dinge ein:

„Ich erinnere mich, wie kalt mir war, wie hungrig ich war und wie sehr ich meine Mutter liebte.“

Ab seinem siebten Lebensjahr wurde er in eine Cheder (religiös ausgerichtete Elementarschule für jüdische Kinder) geschickt, gleichzeitig auch auf die örtliche staatliche Schule.

Nach den Vorstellungen seiner Mutter sollte er Rabbiner werden, und so schickte sie ihn im Alter von zehn Jahren auf eine jüdische Sekundarschule im nahegelegenen Sighet. Während dieser Zeit wohnte er bei seiner Tante Myriam.

Fünf Jahre später wurde er auf eine Jeschiwa in Bratislava geschickt – rd. 500 km von zu Hause – in damaliger Zeit eine riesige Entfernung.

Doch Maxwell erkannte schon bald, dass ein Dasein als Rabbiner nicht den eigenen Vorstellungen von seinem zukünftiges Leben entsprach. Er wollte der Armut entkommen, Geld verdienen und begann auf dem Markt von Bratislava, billigen Schmuck und Nippes zu kaufen und zu verkaufen.

1939 wurde das tschechoslowakische Gebiet von Ungarn annektiert. Ein großer Teil der Familie wurde im Holocaust umgebracht. Maxwell gelangte 1940 als 17-jähriger Flüchtling nach Großbritannien.

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