An diesem Tag

Rob Houwer

Niederländischer Filmproduzent

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Robert Piet „Rob“ Houwer (* 13. Dezember 1937 in Hoogeveen; † 4. Juli 2025) war ein niederländischer Filmproduzent, Filmregisseur und Drehbuchautor.

Houwer begann 1956 in München ein Studium der Theaterwissenschaften und besuchte das Deutsche Institut für Film und Fernsehen. Er arbeitete als Filmkritiker, Regie- und Kameraassistent. 1959 gründete er seine Houwer-Film und gehörte zu den Unterzeichnern des Oberhausener Manifests. Nach einigen Kurzfilmen, bei denen er meist selbst Regie führte, sorgte 1967 Mord und Totschlag unter Volker Schlöndorffs Regie erstmals für Aufsehen. Als einer seiner größten internationalen Erfolge gilt Peter Fleischmanns Jagdszenen aus Niederbayern (1969). Houwer wurde zu einem bedeutenden Förderer des Neuen Deutschen Films, produzierte aber auch zeittypische Sexfilme und beteiligte sich an dem Roy-Black-Film Grün ist die Heide.

1971 kehrte Houwer in die Niederlande zurück und widmete sich nun vor allem dem dortigen Filmgeschehen. Er wurde zum zunächst wichtigsten Produzenten des Regisseurs Paul Verhoeven. Türkische Früchte (1973), ist mit 3,6 Millionen Zuschauern der erfolgreichste niederländische Kinofilm aller Zeiten. Im Jahre 1973 wurde Türkische Früchte für den Oscar als Bester internationaler Film bei der 46. Oscarverleihung nominiert. Oglu, das freche Drachenmonster wurde unter der Aufsicht von Rob Houwer und Marten Toonder der am meisten besuchte lange niederländische Animationsfilm aller Zeiten geschaffen. Houwer erhielt 1993 das Goldene Kalb für den besten Film für De kleine blonde dood. Im Jahr 1999 erhielt Houwer ein zweites Goldenes Kalb, diesmal als Produzent des „Films des Jahrhunderts“: Türkische Früchte.

Rob Houwer war Honorarkonsul von Grenada. H. M. Die Königin ernannte ihn zum Offizier von Oranien-Nassau, einer renommierten niederländischen königlichen Auszeichnung. Am 4. November 2022 wurde Rob Houwer offiziell die UNESCO-Flagge überreicht, wodurch der Film Der Soldat von Oranien als kulturelles Erbe in das niederländische Memory-of-the-World-Programm der UNESCO aufgenommen wurde. Am 4. Juli 2025 starb Houwer im Alter von 87 Jahren.

1964: Silberner Bär der Internationalen Filmfestspiele Berlin für Anmeldung

1967: Filmband in Silber für Mord und Totschlag

1968: Filmband in Gold für Tätowierung

1969: Filmband in Silber für Jagdszenen aus Niederbayern

1982: Filmband in Gold als Unterzeichner des Oberhausener Manifests.

2000: Bayerischer Filmpreis (Produzentenpreis) für Majestät brauchen Sonne

2002: Offizier des Verdienstordens von Oranien-Nassau

2001: Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Vierter Band H–L. Botho Höfer – Richard Lester, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 76 f.

2025: Rudolf Worschech: Nach Papas Kino. in: epd Film 9/25: S. 19

Rob Houwer – Biografie bei www.weltbild.de (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)

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