An diesem Tag

Ringo Starr

Britischer Musiker

Anúncio

Ringo Starr (* 7. Juli 1940 in Liverpool, bürgerlich Sir Richard Starkey, MBE) ist ein britischer Musiker, Songschreiber und Schauspieler. Er wurde als Schlagzeuger der Band The Beatles bekannt, der er von 1962 bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1970 angehörte.

Richard Starkey wurde 1940 in Liverpool geboren und wuchs im Arbeiterviertel Dingle auf. Seine Eltern, Elsie und Richard Henry Parkin Starkey, ließen sich 1944 scheiden. Fortan lebte Richard mit seiner Mutter in einem kleinen Reihenhaus im Stadtteil Toxteth. Als Kind war er häufig krank.

Bevor er sich den Beatles anschloss, war er von 1959 bis 1962 Schlagzeuger in der Liverpooler Band Rory Storm & the Hurricanes. Da die Bands einander sowohl in Liverpool als auch bei ihren Auftritten in Hamburg oft ablösten und untereinander aushalfen, hatte Starr bereits in dieser Zeit engen Kontakt zu John Lennon, Paul McCartney und George Harrison. 1960 nahmen die vier in Hamburg eine Coverversion von Summertime auf.

Am 18. August 1961 vertrat Ringo Starr den erkrankten Beatles-Schlagzeuger Pete Best bei einem Konzert im Cavern Club in Liverpool. Am 5. Februar 1962 trat er erneut für den erkrankten Best als Ersatzmann mit den Beatles auf, zunächst wieder im Cavern Club und später am Abend im Kingsway Club in Southport.

Als die Beatles im August 1962 ihren Plattenvertrag erhielten und einen neuen Schlagzeuger benötigten, da George Martin Best als spielerisch zu schwach einschätzte, holten sie Starr am 18. August 1962 fest in die Band. Trotzdem wurde Starr auf Martins Wunsch während der zweiten Aufnahmesession in den Abbey Road Studios durch den Schlagzeuger Andy White ersetzt, mit dem ebenfalls das Lied Love Me Do eingespielt wurde, das bereits in der ersten Aufnahmesession im September 1962 mit Starr als Schlagzeuger aufgenommen worden war. Für die Single Love Me Do, die im Oktober 1962 erschien, wurde eine Aufnahme mit Starr verwendet. Auf dem Album Please Please Me von 1963 erschien hingegen eine Version mit Andy White am Schlagzeug.

Von allen Beatles-Mitgliedern schrieb er die wenigsten Songs. Seine Eigenkompositionen sind Don’t Pass Me By auf The Beatles (1968) und Octopus’s Garden auf Abbey Road (1969). Außerdem war er an den Titeln What Goes On, Flying und Dig It kompositorisch beteiligt. Im Allgemeinen sang er, abgesehen von den Alben A Hard Day’s Night, Magical Mystery Tour und Let It Be, mindestens ein Lied auf jedem Studioalbum. Auf Please Please Me (1963): Boys, auf With the Beatles (1963): I Wanna Be Your Man, auf der EP Long Tall Sally (1964): Matchbox, auf Beatles for Sale (1964): Honey Don’t, auf Help! (1965): Act Naturally, auf Rubber Soul (1965): What Goes On, auf Revolver (1966): Yellow Submarine, auf Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967): With a Little Help from My Friends und auf The Beatles (1968): Good Night.

McCartney schrieb 2021 „Wir haben pro Album immer auch einen Song für Ringo geschrieben, weil er bei den Fans sehr beliebt war“. In den Fällen, bei denen Lennon und McCartney die Liedtexte und Melodie extra für Ringo Starr schrieben – wie bei I Wanna Be Your Man, Yellow Submarine, With a Little Help from My Friends oder Good Night –, waren die Melodien häufig eingeschränkt, um den Tonumfang von Starrs Stimme nicht zu überschreiten. So ist With a Little Help from My Friends weitgehend innerhalb von fünf Tönen zu singen. Weitere Songs, bei denen Starr gesungen oder mitgeschrieben hat, erschienen erst 1995 und 1996 auf den Alben der Anthology-Serie: If You’ve Got Trouble (Gesang), 12-Bar Original (Mitkomposition) und Los Paranoias (Mitkomposition).

Wenn Starr sich an Textideen und Titeln von Lennon und McCartney beteiligte, geschah das oft unfreiwillig. Eines der bekanntesten Beispiele ist der Titel des ersten Films der Beatles, A Hard Day’s Night. Starr war nach einem langen Tag voller Arbeit aus dem Studio gekommen und meinte zu den anderen, es sei “a hard day …” (ein harter Tag …) – bevor er jedoch den Satz beendete, bemerkte er, dass es bereits Abend war, und fügte “…’s night” (Abend) hinzu. Lennon und McCartney mochten den verdrehten Satz so sehr, dass sie sich entschieden, ihn für den noch unbenannten Film zu verwenden. Ein anderes Beispiel ist der Titel zur Lennon-Komposition Tomorrow Never Knows.

Starrs Schlagzeugstil prägte das Klangbild der Band entscheidend mit. Waren die frühen Lieder der Beatles noch vom Backbeat geprägt, wurde ab 1965 der Rhythmus immer anspruchsvoller. Das wird bereits bei der ersten Single dieses Jahres (Ticket to Ride) deutlich. Bis heute nennen viele berühmte Schlagzeuger Starr als einen ihrer Haupteinflüsse, wie zum Beispiel Max Weinberg von der E Street Band, der sich in seinem Buch The Big Beat 1984 wie folgt äußerte:

Phil Collins meinte 1992 in einem Interview für die Fernsehdokumentation The Making of Sgt. Pepper:

Ein anderes Beispiel seines sehr eigenwilligen und schwer imitierbaren Schlagzeugspiels ist bei Come Together zu hören, ein drittes Beispiel ist Strawberry Fields Forever mit seinen komplizierten Einsätzen. Das einzige Schlagzeugsolo, das Starr bei den Beatles (dazu überredet von George Martin) spielte, war ein 13-taktiges im Lied The End aus dem Jahr 1969.

Der langjährige Beatles-Produzent George Martin, der bei der ersten Aufnahmesession 1962 noch an Richard Starkeys Fähigkeiten gezweifelt hatte, lobte diesen 1994 in seinem Buch Summer of Love:

Mark Lewisohn, der bei seinen Recherchen die Gelegenheit hatte, sich sämtliche Aufnahmen der Beatles in den Archiven der EMI anzuhören, stellte fest:

Lennon, McCartney und Harrison behaupteten stets, Starr sei einer der besten Rock-’n’-Roll-Schlagzeuger der Welt.

Bei vier Liedern der Beatles spielte McCartney das Schlagzeug – zum einen, als Starr 1968 im Streit zwei Wochen lang die Aufnahmen zum sogenannten Weißen Album verlassen hatte (Back in the USSR und Dear Prudence) und zum anderen bei den Aufnahmen zu The Ballad of John and Yoko, an denen außer McCartney nur Lennon beteiligt war, sowie bei Wild Honey Pie, das von McCartney allein eingespielt wurde. Darüber hinaus wurde Starr im Sommer 1964 wegen einer Mandelentzündung bei einigen Konzerten von Jimmie Nicol ersetzt.

1970–1976: Erfolgreiche Solokarriere

Bereits vor der endgültigen Auflösung der Beatles arbeitete Starr zwischen Oktober 1969 und März 1970 an seinem ersten Soloprojekt Sentimental Journey, bei dem er mehrere alte Standards der 1930er und 1940er Jahre einspielte. Der Produzent des Albums war George Martin, der zahlreiche Freunde als Arrangeure gewinnen konnte, darunter Paul McCartney, Klaus Voormann sowie prominente Arrangeure wie Quincy Jones oder Elmer Bernstein. Das Album erschien im März 1970 und erreichte die Top Ten der britischen Charts.

Starr verfolgte parallel auch eine Filmkarriere; so wirkte er schon 1968 bei dem Spielfilm Candy mit, es folgte im folgenden Jahr The Magic Christian mit Peter Sellers. 1971 spielte Starr eine Nebenrolle in dem Frank-Zappa-Film 200 Motels und in dem Western Blindman.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Ringo Starr | World in Stories