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Rijksmuseum Amsterdam

Museum in Amsterdam, Niederlande

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Das Rijksmuseum Amsterdam [ˈrɛi̯ksmyˌzeːjʏm] (deutsch Reichsmuseum Amsterdam) ist ein niederländisches Nationalmuseum am Museumplein im Amsterdamer Stadtteil Oud-Zuid im Stadtbezirk Amsterdam-Zuid – es ist den Künsten, dem Handwerk und der Geschichte gewidmet. Dabei verwahrt es eine große Sammlung der Malerei aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande und eine umfassende Sammlung asiatischer Kunstobjekte sowie Artefakte zur niederländischen Geschichte. Es ist das größte Museum der Niederlande. Um Mit ca. 8.000 gezeigten Exponaten wurde es zum Rijksmonument erklärt. 2015 wurde das Rijksmuseum als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet.

2014 zählte es rund 2,2 Millionen Besucher.

Das Museum wurde 1800 in Den Haag gegründet, um die Sammlungen der niederländischen Statthalter auszustellen. Die Gründung war von den französischen Vorbildern der Napoleon-Ära inspiriert.

Das Museum war zunächst unter dem Namen Nationale Kunst-Gallerij (Nationale Kunstgalerie) bekannt. Die Einrichtung wurde auf Befehl des Königs Louis Bonaparte nach Amsterdam gebracht. Zu dieser Zeit gelangten auch die Gemälde der Stadt Amsterdam in die Sammlung; berühmtestes Beispiel ist Die Nachtwache von Rembrandt van Rijn (kurz Rembrandt genannt).

1863 wurde ein Architektur-Wettbewerb für ein neues Museumsgebäude ausgeschrieben; die Entwürfe blieben aber hinter den Erwartungen zurück. Der spätere Architekt Pierre Cuypers nahm ebenfalls an diesem Wettbewerb teil und erreichte damals mit seinem Werk den zweiten Platz. Der Entwurf war eine Kombination aus Gotik- und Renaissanceelementen.

Die endgültige Auswahl und der Baubeginn zogen sich bis zum 1. Oktober 1876 hin. Das Gebäude erhielt innen und außen reiche Dekorationen, die sich an die niederländische Kunstgeschichte anlehnten. Sie waren in einem zusätzlichen Wettbewerb ausgewählt worden, der von B. van Hove und J. F. Vermeylen für die Skulpturen, Georg Sturm für die Malerei und W. F. Dixon für die Glasgestaltung gewonnen wurde.

Der Neubau wurde schließlich am 13. Juli 1885 eröffnet.

Die Front des Museums ist zur Stadhouderskade gerichtet. Die Rückseite weist in prominenter Lage zum Museumplein, an dem auch das Van Gogh Museum, das Stedelijk Museum Amsterdam und das Concertgebouw liegen.

1890 wurde der Neubau um ein Gebäude ergänzt, das aus abgerissenen historischen Bauten entstand. Die verwendeten Elemente geben einen Überblick über die niederländische Architekturgeschichte.

Fliesendekoration der Außenfassaden und Dekoration der Ehren- und Vorhalle

Auf der West-, Süd- und Ostfassade des Gebäudes sind 14, auf der Nordseite 26 von Villeroy & Boch hergestellte Fliesenbilder angebracht, die Persönlichkeiten bedeutender niederländischer Kulturzentren zeigen. Die Entwürfe für die Fliesenbilder gehen wie die für die Wandgemälde der Ehren- und Vorhalle auf den österreichischen Dekorationsmaler Georg Sturm zurück. Die meisten der Wandmalereien wurden zwischen 1903 und 1950 übermalt oder abgenommen, u. a. 36 Szenen der Vorhalle. Bei der Renovierung 2003 bis 2013 wurden sie wiederhergestellt.

Die Halle für die Nachtwache wurde 1906 erneuert. 1960 baute man die Ausstellungsräume und mehrere Flure zu zwei großen Räumen um. Das Gebäude selbst wurde 1984, 1995 und 1996 sowie 2000 kleineren Renovierungen und Restaurierungen unterzogen.

Von 2003 bis 2013 wurde das Museum nach Plänen der andalusischen Architekten Antonio Cruz und Antonio Ortiz erneut renoviert und teilweise entkernt. Viele der alten Innenraum-Dekore wurden dabei wiederhergestellt. Während dieser Maßnahmen waren nur Teile der Gemäldesammlung zugänglich. Die Ausstellung Die Meisterwerke befand sich in den bereits fertigen Räumen des heute „Philips-Flügel“ genannten Gebäudeteils. Die Renovierung sollte ursprünglich bereits 2008 beendet sein. Insbesondere Proteste von Radfahrern, deren Route in den Stadtteil Oud-Zuid über das Gelände verlief, führten zu umfangreichen Umplanungen und Bauverzögerungen. Statt der ursprünglich geplanten Radverkehrsroute um das Museum herum wurde eine Durchfahrt für Fußgänger und den Radverkehr in das Gebäude integriert.

Im Frühjahr 2013 wurde nach zehn Jahren die Renovierung und komplette Umgestaltung des Museums abgeschlossen. Die Wiedereröffnung durch Königin Beatrix – der letzte große öffentliche Auftritt der Monarchin vor ihrer für Ende April geplanten Abdankung – fand am 13. April 2013 statt.

Die Ausstellungsfläche von etwa 14.500 Quadratmetern wurde durch die Renovierung nicht erweitert.

Geplante Zweigstelle Eindhoven

Im Dezember 2025 wurden Pläne bekannt, im Stadtzentrum von Eindhoven eine Zweigstelle zu bauen, die in sechs bis acht Jahren fertig sein soll. Ein Ziel dabei ist, die Sammlung von mehr als einer Million Objekten im ganzen Land zugänglicher zu machen.

Das Reichsmuseum unterhält, wie viele andere Museen auch, eine eigene Bibliothek zu Forschungszwecken. Die Rijksmuseum Research Library ist die größte öffentliche Forschungsbibliothek zum Thema Kunstgeschichte in den Niederlanden. Der Webkatalog der Bibliothek umfasst derzeit etwa 140.000 Monografien, 3.200 Fachzeitschriften und 20.000 Kunstverkaufskataloge.

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