Richard Wernick (* 16. Januar 1934 in Boston, Massachusetts; † 25. April 2025 in Haverford, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Komponist, Musikpädagoge und Hochschullehrer.
Wernick studierte an der Brandeis University, ab 1957 am Mills College und schließlich in Tanglewood. Seine wichtigsten Lehrer waren Aaron Copland, Ernst Toch, Boris Blacher, Irving Fine, Harold Shapero und Leon Kirchner. Außerdem nahm er Dirigier- und Klavierunterricht bei Leonard Bernstein und Seymour Lipkin. Er unterrichtete zunächst an der University at Buffalo und der University of Chicago, von 1968 bis zu seiner Emeritierung 1996 an der University of Pennsylvania.
Zu den bekanntesten Werken zählen sein Violinkonzert (1984) und sein Klavierkonzert (1990). Außerdem komponierte Wernick neben weiteren Orchesterwerken auch Vokal- und Kammermusik und in den 1950er Jahren zahlreiche Film- und Schauspielmusiken. Für Visions of Terror and Wonder (für Mezzosopran und Orchester) wurde er 1977 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Außerdem erhielt er dreimal einen Preis des National Endowment for the Arts und drei Kennedy Center Friedheim Awards, und 2006 zeichnete ihn die Classical Recording Foundation als Komponisten des Jahres aus.
Trio No. 1 für Violine, Klarinette und Cello, 1962
Hexagrams für Kammerorchester, 1962
Lyrics from 1 X 1 für Sopran, Vibraphon/Marimba und Kontrabass, 1965
Haiku of Basho für Sopran, Flöte, Klarinette, Violine, Kontrabass, zwei Perkussionisten, Klavier und Tonband, 1967
Moonsongs from the Japanese für Sopran und zwei aufgezeichnete Sopranstimmen oder drei Soprane, 1968
Cadenzas and Variations II für Violine solo, 1970
A Prayer for Jerusalem für Mezzosopran und Perkussion, 1971
Kaddish-Requiem A secular service for the victims of Indo-China für Mezzosopran, Instrumentalensemble und Tonband, 1971
Cadenzas and Variations III für Cello solo, 1972
Songs of Remembrance, vier Lieder für Schalmei, Englisch Horn, Oboe und Mezzosopran, 1973
Visions of Terror and Wonder für Mezzosopran und Orchester, 1976
Contemplations of the Tenth Muse für Sopran und Klavier, 1977–79
Introïts and Canons für neun Spieler, 1977, 1981
Partita für Violine solo, 1978
A Poison Tree für Flöte, Klarinette, Violine, Cello, Klavier und Sopran, 1979