An diesem Tag

Richard Reinhard Emil Schorr

Deutscher Astronom

Anúncio

Richard Reinhard Emil Schorr (* 20. August 1867 in Kassel; † 21. September 1951 in Bad Gastein, Österreich) war ein deutscher Astronom und Hochschullehrer.

Schorr studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin sowie an der Technischen Hochschule München und erhielt anschließend im Jahr 1889 eine Anstellung als Assistent in der Redaktion der Fachzeitschrift Astronomische Nachrichten in Kiel. Nach zwei Jahren wechselte er als Assistent zunächst an die Volkssternwarte Karlsruhe, etwas später dann an das Astronomische Rechen-Institut in Berlin, das noch Teil der Berliner Sternwarte war.

Der damalige Direktor der Hamburger Sternwarte, George Rümker, holte Schorr 1892 als Observator nach Hamburg. Rümker, der zu jener Zeit gerade den Umzug des Observatoriums nach Hamburg-Bergedorf begonnen hatte, litt jahrelang an einem schweren Gichtleiden und starb 1900, so dass Schorr den Umzug fort- und zu Ende führen musste. Auch Verwaltungsangelegenheiten wurden in Vertretung durch Schorr erledigt, so dass die Sternwarte Ende des 19. Jahrhunderts faktisch durch ihn geleitet wurde.

Offiziell wurde Richard Schorr 1902 zum Direktor der Hamburger Sternwarte ernannt, wo er unter anderem zwei Asteroiden entdeckte. 1919 wurde er als ordentlicher Professor an die Universität Hamburg berufen.

1920 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

Schorrs astronomisches Interesse galt hauptsächlich der Astrometrie. Er initiierte mehrere große Sternkatalogprogramme an der Hamburger Sternwarte:

1921, Zweiter Katalog der Astronomischen Gesellschaft, veröffentlicht ab 1951

1922, Karl Rümkers Hamburger Sternverzeichnis 1845.0

1923, Geschichte des Fixsternhimmels

1926, Das Zweite Hamburger Sternverzeichnis zur Annäherung des Kleinplaneten Eros

Ein zweites Interessengebiet waren Sonnenfinsternis-Ereignisse. Schorr stattete mehrere Expeditionen zu totalen Sonnenfinsternissen aus:

1905 in Algerien, Standort Souk Ahras

1907 in Zentralasien, Standort Dschisak

1912 in die Lüneburger Heide (ringförmige Sonnenfinsternis)

1914 auf die Krim, abgebrochen wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges

1923 nach Mexiko, Standort Passaje

1925 auf den Atlantik, mit dem Hapag-Dampfer Liguria

1927 nach Schweden, Standort Jokkmokk

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken