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Richard Ermisch

Deutscher Architekt und Baubeamter in Berlin

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Richard Ermisch (* 17. Juni 1885 in Halle an der Saale; † 7. Dezember 1960 in Berlin; vollständiger Name: Georg Friedrich Richard Ermisch) war ein deutscher Architekt und kommunaler Baubeamter in Berlin.

Ermisch war in der kommunalen Bauverwaltung in Berlin tätig, zuletzt im Dienstrang eines Oberbaurats. Er war verantwortlich für zahlreiche städtische Bauten, wie die Haupthalle des Messegeländes, das Rathaus Tiergarten oder das Strandbad Wannsee. Er war der bekannteste Architekt für Berlin-Spandau. Ausführender Bauherr aller Spandauer Wohnbauten war Adolf Steil.

Nach ihm benannt ist die Richard-Ermisch-Straße auf dem Gelände des ehemaligen Zentralvieh- und Schlachthofs im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Wilmersdorf.

1909: Gemeinde-Doppelschule 25/26 in Berlin-Charlottenburg, Sybelstraße 20/21

1911–1913: Städtisches Krankenhaus für Geburtshilfe in Berlin-Charlottenburg, Pulsstraße 4–14

1912–1914: Lungenheilstätte Waldhaus Charlottenburg in Sommerfeld

1923–1924: Wohnblock in Berlin-Wilhelmstadt, Weverstraße 28–33, Földerichstraße 23–25, (Privatauftrag), 60 Wohnungen

1925: Wohnbebauung in Berlin-Wilhelmstadt, Adamstraße 29–31, Konkordiastraße 1–15, Weverstraße 34–36, Melanchthonstraße 61–67, 20 Miethäuser, 120 Kleinwohnungen (unter Denkmalschutz)

1925–1928: architektonische Gestaltung der Straßenbrücke beim Humboldthafen in Berlin-Moabit, genannt „Hugo-Preuß-Brücke“ (nach 1933 „Admiral-Scheer-Brücke“; kriegszerstört)

1926: Planetarium in Berlin-Charlottenburg, Hardenbergplatz (1955 abgebrochen)

1926–1927: Mehrfamilienwohnhaus-Blockrandbebauung in Berlin-Spandau, Zeppelinstraße 12–27, 76–110, Merziger Straße 8–9, Falkenseer Chaussee 26–32, 260–265, Pirmasenser Straße 7, 20–22, Buschhütter Weg 1–2 (im Auftrag der Gemeinnützigen Baugesellschaft Adamstraße mbH), ca. 500 Kleinwohnungen (nach 1990 restauriert, unter Denkmalschutz)

1926–1927: Mietwohnhaus Steil in Berlin-Spandau, Falkenhagener Straße 37–37b (unter Denkmalschutz)

1926–1928: Siedlung Birkenwäldchen in Berlin-Wilhelmstadt (mit Grünanlagen unter Denkmalschutz)

1926–1930: Kühl- und Gefrierhaus, Fleischgroßmarkthallen II und III, Rinderschlachthaus auf dem Zentralvieh- und Schlachthof in Berlin-Prenzlauer Berg, Landsberger Allee

1927–1928 und 1934–1936: verschiedene Gebäude der Schulfarm Insel Scharfenberg in Berlin-Tegel, auf der Insel Scharfenberg im Tegeler See

1928–1929: Wohnblock in Berlin-Wilhelmstadt, Sprengelstraße 7–23, Konkordiastraße 25–34, Ulmenstraße 8–14, Wilhelmstraße 134–136 (im Auftrag der Gemeinnützigen Baugesellschaft Adamstraße mbH), 24 Miethäuser, 174 Wohnungen (unter Denkmalschutz)

1929–1930: Strandbad Wannsee in Berlin-Nikolassee, Strandbadweg (unter Denkmalschutz)

1929–1930: Büro- und Geschäftshaus der Spandauer Bank in Berlin-Spandau, Carl-Schurz-Straße 38 / Markt 1–1A / Marktstraße 5–6 (unter Denkmalschutz)

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