Reginald Charles Hill (* 3. April 1936 in Hartlepool, Durham, England; † 12. Januar 2012 in Cumbria) war ein britischer Krimi-Autor.
Nach zwei Jahren Wehrdienst und drei Jahren Englischstudium an der Universität Oxford verdiente Hill seinen Lebensunterhalt zunächst als Lehrer. Hill, der schon immer ein begeisterter Schreiber war, konnte 1970 seinen ersten Roman bei einem Verleger unterbringen. Vom Debüt an ermitteln dabei seine bekanntesten Roman-Helden Andrew Dalziel (ausgesprochen diːˈɛl) und Peter Pascoe, ihres Zeichens Superintendent und Chief Inspector bei der Yorkshire-Polizei. Schon im Jahr darauf erschien der zweite Roman der Reihe, ein weiterer Krimi und der erste von acht Thrillern, die er unter dem Pseudonym Patrick Ruell veröffentlichte (nach seiner Frau Patricia Ruell). Weitere Pseudonyme aus dieser Zeit waren Dick Morland und Charles Underhill. Zehn Jahre arbeitete Reginald Hill zweigleisig, bevor er 1980 den Lehrerberuf aufgab und hauptberuflich Schriftsteller wurde. Neben den Polizeikrimis schrieb er zwischen 1993 und 2008 auch eine Detektivserie um Joe Sixsmith aus Luton sowie eine ganze Reihe weiterer Romane und Erzählungen.
Reginald Hill, der an einem Hirntumor litt, starb im Januar 2012 im Alter von 75 Jahren.
Die Fernsehserie Dalziel and Pascoe
Von 1996 bis 2007 produzierte die BBC die Fernsehserie Dalziel and Pascoe nach Motiven und Figuren aus Hills Krimireihe, wobei nur die ersten Folgen nach Romanvorlagen entstanden. Es wurden zwölf Staffeln mit insgesamt 45 Episoden ausgestrahlt. Die Hauptrollen spielten Warren Clarke (Dalziel) und Colin Buchanan (Pascoe).
1990: CWA Gold Dagger für Bones and Silence (dt.: Die dunkle Lady meint es Ernst. Europa, Hamburg 2003)
1991: Prix du Roman d’Aventures für Un amour d’enfant (Original: Child’s Play; dt.: Kein Kinderspiel. Goldmann, München 1988)
1995: Cartier Diamond Dagger lifetime achievement award der britischen Crime Writers' Association als Auszeichnung für sein bisheriges Lebenswerk
1997: Palle-Rosenkrantz-Preis für Regnskabets dag (Original: Pictures of Perfection; dt.: Der Schrei des Eisvogels. Knaur, München 2004)
1997: CWA Short Story Dagger für On the Psychiatrist’s Couch in Whydunnit (The 1997 CWA Anthology)
1999: Barry Award (Best Novel) für On Beulah Height (dt.: Das Dorf der verschwundenen Kinder. Europa, Hamburg 2000)
2001: Macavity Award (Best Mystery Short Story) für A Candle for Christmas (Ellery Queen’s Mystery Magazin, Januar 2000)
2004: The Mystery Thriller Book Club People’s Choice für Good Morning, Midnight (dt. Welch langen Weg die Toten gehen. Droemer, München 2006)
2011: Barry Award – Kategorie Bester britischer Kriminalroman für The Woodcutter
Die Andrew Dalziel & Peter Pascoe-Serie
Eine Gasse für den Tod, dt. von Bernd Jost, Goldmann, München 1971.
1971 An Advancement of Learning
Der Lüge schöner Schein, dt. von Silvia Visintini, Knaur, München 2006. ISBN 3-426-62442-7.