An diesem Tag

Real Madrid

Fußballverein aus Madrid, Spanien

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Der Real Madrid Club de Fútbol [reˌalmaˈðrið ˌklubdeˈfuðβol], allgemein bekannt als Real Madrid, ist ein Fußballverein aus Madrid.

Real Madrid spielt in der ersten spanischen Liga, der Primera División, und ist in der Vereinsgeschichte noch nie abgestiegen. Ansonsten trifft dies nur auf Athletic Bilbao und den FC Barcelona zu. Der spanische Rekordmeister ist einer der berühmtesten Fußballvereine weltweit. Mit 15 Erfolgen im Europapokal der Landesmeister bzw. der Champions League, zwei UEFA-Pokal-Siegen und 15 weiteren internationalen Titeln ist Real der erfolgreichste Verein Europas und der Welt. Real Madrid gewann von 1956 bis 1960 die ersten fünf Austragungen des Europapokals der Landesmeister und verteidigte als erster Klub seit Gründung der UEFA Champions League den Titel: Das gelang sowohl 2017 als auch 2018, wodurch drei Titel in Folge eingefahren wurden.

In Würdigung der einzigartigen Erfolgsgeschichte auf nationaler und internationaler Ebene wurde der Verein im Jahr 2000 vom Weltfußballverband FIFA als „Bester Fußballverein des 20. Jahrhunderts“ und 2020 bei den Globe Soccer Awards als „Bester Fußballverein des bisherigen Jahrhunderts“ ausgezeichnet.

Obwohl Real Madrid ursprünglich als Fußballverein gegründet wurde, besitzt der Klub auch eine Basketballsektion, die mit ihren acht Erfolgen im Europapokal der Landesmeister, drei in der EuroLeague, vier im Pokal der Pokalsieger und je einem im Korać-Cup und im ULEB Eurocup ebenfalls als erfolgreichster Verein Europas gilt.

Anders als die Mehrzahl der europäischen Spitzenklubs ist Real Madrid weder eine Kapitalgesellschaft noch im Besitz einer Privatperson. Der Verein gehört, ebenso wie Erzrivale FC Barcelona, Athletic Bilbao und der CA Osasuna, noch vollständig seinen 98.272 Vereinsmitgliedern (Socios) (Stand: 23. November 2025). Die Anzahl der Mitgliedschaften ist dementsprechend durch die Statuten des Vereins begrenzt. Für eine offizielle Mitgliedschaft als Fan (Madridista) kann sich dagegen jeder registrieren. Die Zahl dieser beläuft sich aktuell auf über eine Million.

1897 bis 1928 – Gründung und frühe Jahre

Ende des 19. Jahrhunderts begann sich der Fußballsport langsam auch in Spanien auszubreiten. In der Hauptstadt Madrid betrieb zunächst lediglich der kleine Verein Football Sky diese neue aus England kommende Sportart. Im Jahr 1897 verließ eine Gruppe von Spielern Football Sky und begann unter dem Namen Madrid Foot Ball Club Spiele auf Wiesen oder in Hinterhöfen zu organisieren. Die ersten Mitglieder waren u. a. José de Gorostizaga, Manuel Mendía, die Gebrüder Juan und Carlos Padrós, Adolfo Meléndez oder Antonio Neyra, sowie Julián Palacios. Doch erst fünf Jahre später, am 6. März 1902, ließen besagte Herren ihren Madrid Foot Ball Club amtlich als Verein registrieren. Dieser Tag gilt somit als das offizielle Gründungsdatum von Real Madrid. Erster Präsident des Vereins war Juan Padrós. Die Spielkleidung war weiß, die Stutzen schwarz und der Gürtel trug die spanischen Landesfarben rot und gelb. Mit Ausnahme der Saison 1925/26, während der man in Anlehnung an den Londoner Klub Corinthian FC eine schwarze Hose trug, blieb weiß die traditionelle Vereinsfarbe. Erster Trainer war der Brite Arthur Johnson. Im Januar 1904 fusionierte der Verein mit den madrilenischen Fußballmannschaften Moderno, Amicale (das großteils aus Franzosen bestand) und Moncloa. Als am 21. Mai 1904 in Paris die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) gegründet wurde, war der Madrid F. C., nur zwei Jahre nach seiner Registrierung als Verein, bereits die offizielle Vertretung von Spanien.

Am 16. April 1905, drei Jahre nach der Gründung, gab es auch schon den ersten großen Titel zu feiern. Im Finale der im Pokalformat ausgetragenen Copa del Rey, die zu diesem Zeitpunkt der einzige gesamtspanische Wettbewerb war, wurde Athletic Bilbao mit 3:0 bezwungen. Der Pokal wurde viermal in Folge erobert, weshalb der Verein auch der erste war, der das Originalexemplar dieser Trophäe behalten durfte. Auf diese anfänglichen Erfolge folgte allerdings eine sportliche Durststrecke, während der lediglich in der regionalen Meisterschaft Titel gefeiert wurden. 1912 bezog der Madrid F. C. an der O’Donnell-Straße das erste Stadion der Vereinsgeschichte. Im Jahre 1917 eroberte der Klub nach neunjähriger Pause erneut die Copa del Rey. War er im Jahr zuvor noch im Finale an Athletic Bilbao gescheitert, so besiegten die Madrilenen diesmal Arenas Club de Getxo mit 2:1. Star der Mannschaft war zu jener Zeit der französische Stürmer René Petit. Dies war zugleich der letzte Pokalgewinn vor Einführung der spanischen Meisterschaft 1928, denn 1918 und 1924 scheiterte sie jeweils im Finale an Real Unión de Irún. Am 29. Juni 1920 wurde dem Klub durch einen Erlass des spanischen Königs Alfons XIII. die Ehre zuteil, den Zusatz Real (span. für Königlich) in den Vereinsnamen aufnehmen zu dürfen. 1923 zog Real Madrid vom bereits zu klein geratenen O’Donnell-Stadion vorerst ins Ciudad Lineal Velodrom, und ein Jahr später ins wesentlich größere und vereinseigene Estadio de Chamartín.

1928 bis 1936 – Der Start der Liga und die erfolgreichen 1930er

Die spanische Liga, die 1928 ins Leben gerufen worden war, wurde in der Saison 1931/32 erstmals gewonnen, aufgrund des während der Zweiten Spanischen Republik verhängten Verbots jeglicher monarchistischer Symbole allerdings wieder unter dem alten Namen Madrid FC. In dieser Saison, die eine 14-jährige Durststrecke beendete, ging kein einziges Spiel verloren und der größte Rivale der damaligen Zeit, Athletic Bilbao, wurde auf den zweiten Tabellenplatz verwiesen. Trainiert wurde Madrid FC damals vom Ungarn Lippo Hertzka, sportlicher Leiter war Santiago Bernabéu und die Stars im Kader waren das Abwehrtrio, bestehend aus den Innenverteidigern Jacinto Quincoces und Ciriaco Errasti sowie der Torhüterlegende Ricardo Zamora und den Flügelspielern Luis Regueiro und Jaime Lazcano. Im darauffolgenden Jahr wurde der Titel unter dem englischen Trainer Robert Firth erfolgreich verteidigt, erneut knapp vor Athletic Bilbao. Im Sturm glänzte in diesen Tagen Manuel Olivares, der zusammen mit dem Innenverteidigerpaar 1931 von Deportivo Alavés verpflichtet worden war. 1932/33 wurde er, mit 16 Treffern, Torschützenkönig der Liga. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielte sein technisch versierter Offensivpartner Josep Samitier, der vom Erzrivalen FC Barcelona geholt wurde. In den folgenden Jahren wurden zwar in der Liga nur drei zweite Plätze erreicht, dafür gelang 1933/34 sowie 1935/36 jeweils der Pokalsieg.

1936 bis 1953 – Bürgerkrieg und Neuanfang

Während des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) wurde die gesamte Infrastruktur des Klubs zerstört und als Folge davon stand der Verein kurz vor der Auflösung. Die Tribünen des Estadio de Chamartín, in dem damals die Heimspiele ausgetragen wurden, wurden im umkämpften Madrid zu Feuerholz und das Klubbüro fiel den Bombenangriffen zum Opfer. Auch ein großer Teil des ehemaligen Kaders existierte nicht mehr, einige fielen im Krieg, andere verschwanden im Exil oder traten zurück. Übriggeblieben waren lediglich Antonio Bonet, Simón Lecue, Jacinto Quincoces sowie der Mexikaner José Ramón Sauto. Unter der Präsidentschaft des Gründungsmitgliedes Adolfo Meléndez und unter Mithilfe eines weiteren Vorstandsmitglieds vergangener Tage, Pedro Parages sowie einiger neuer Namen – unter ihnen der Ex-Spieler und Trainer Santiago Bernabéu – schaffte Real es wieder, auf die Beine zu kommen. Das gelang allerdings nicht von einem Tag auf den anderen; es dauerte ganze sieben Monate, ehe überhaupt wieder gespielt und ebenso viele Jahre, bis wieder ein Titel gefeiert werden konnte.

Der 15. September 1943 gilt als ein bedeutendes Datum in den Geschichtsbüchern des Klubs. An diesem Tag wurde Santiago Bernabéu zum Präsidenten gewählt. Sein erster Schritt war, mit der Errichtung eines neuen Stadions zu beginnen. Nur wenige Jahre nach Baubeginn hatte die neue Heimstätte Real Madrids, die heute seinen Namen trägt, bereits ein Fassungsvermögen von 120.000 Zuschauern und war damit das größte Fußballstadion der damaligen Zeit. Bernabéus Vorhaben brachte ihm zu jener Zeit viel Kritik ein, denn kaum einer konnte sich vorstellen, dass der Fußballsport solche Massen bewegen könnte. In der Presse wurde er u. a. als „verrückter Visionär“ bezeichnet und sein Bauvorhaben als „unausführbare Schimäre“; doch Bernabéu behielt recht. Sportlich hatte man zu jener Zeit noch mit den Folgen des Bürgerkrieges zu kämpfen. Während in der 1939/40 wiedergestarteten Liga der Stadtrivale Atlético Madrid (zu jener Zeit, unter dem Namen Atlético Aviación, offizieller Klub der Luftwaffe) sowie später der FC Barcelona dominierten, kämpfte Real Madrid mit schlechten Resultaten. 1942/43 erreichte der Verein lediglich den zehnten Tabellenrang und nach einem kurzen Aufbäumen, mit zwei Pokalsiegen 1946 und 1947, kämpfte er schließlich 1947/48 lange gegen den Abstieg, bevor letzten Endes nur der elfte Platz erreicht wurde, bis zum heutigen Tag die schlechteste Ligaplatzierung der Vereinsgeschichte. In den folgenden Jahren wurde allerdings von Präsident Bernabéu sukzessive ein neuer und schlagkräftiger Kader zusammengestellt. Neuverpflichtungen aus Spanien wie Miguel Muñoz, Luis Molowny, Juan Alonso oder Francisco Gento wurden mit Spielern aus der eigenen Jugend wie Enrique Mateos oder José María Zárraga und Legionären, teils aus Südamerika wie Alfredo Di Stéfano, Héctor Rial und José Santamaría, teils aus Europa, wie Raymond Kopa und Ferenc Puskás, ergänzt.

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