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Ramsau am Dachstein

Gemeinde in der Expositur Gröbming im Bezirk Liezen im österreichischen Bundesland Steiermark

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Ramsau am Dachstein (auch die Ramsau) ist eine Gemeinde mit 2872 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) und ein Dorf in der Expositur Gröbming im Bezirk Liezen, im österreichischen Bundesland Steiermark. Mit etwa 6.000 Gästebetten ist sie eine der größten Tourismusgemeinden der Steiermark. In Ramsau spielt die deutsch-österreichische Fernsehserie "Die Bergretter".

Ramsau liegt im Nordwesten des Bundeslandes Steiermark, am Dreiländereck mit Oberösterreich und dem Land Salzburg. Das die Ramsau umgebende Hochplateau liegt auf einer Seehöhe von 1100 bis 1700 m, unmittelbar an die Südwände des Dachsteinmassives anschließend. Der nördlich gelegene Dachsteingletscher mit seinem ehemaligen Ganzjahresskigebiet (Skigebiet Dachsteingletscher) ist der östlichste Gletscher der Alpen.

Von der Ramsau aus sieht man das Panorama des Dachsteinmassivs. Weit im Westen beginnt das Massiv mit dem Torstein, weiter geht es über den Mitterspitz, den Hohen Dachstein, die Dirndln, Hunerkogel (Bergstation), Koppenkarstein, dann über die Scheichenspitze, den Sinabell, die Luserwand, den Kufstein bis hin zum Stoderzinken, der sich bereits im Gebiet der Gemeinde Gröbming erstreckt.

Das Gemeindegebiet umfasst die Ortschaft Ramsau am Dachstein, die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Leiten und Ramsau.

Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk Schladming und der Expositur Gröbming im Bezirk Liezen.

Die Gemeinde gliedert sich in die sechs Ortsteile Ramsau am Dachstein, Rössing, Hierzegg, Schildlehen, Leiten und Vorberg. Mit 1. August 1954 wurde der Name der Gemeinde von Ramsau in Ramsau am Dachstein geändert.

Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden): Schladming (Steiermark), Radstadt, Filzmoos (beide Land Salzburg), Gosau, Hallstatt, Obertraun (alle Oberösterreich), Haus im Ennstal (Steiermark).

Archäologische Funde belegen eine spätrömische, befestigte Siedlung auf der sogenannten Knallwand (Burgstaller).

Erste urkundliche Erwähnung um 1120 als Ramsowe. Der Name geht auf althochdeutsch rams (Bärlauch) und ouwa (Aue) zurück. Größte Grundbesitzer waren das Stift Admont (im Osten) und das Stift St. Peter in Salzburg (im Westen – Schildlehen). 1286 wird im Zuge eines Streits die Burg Satteneck (heute: Katzenburg) erstmals erwähnt, welche 1288 wieder zerstört wurde und keine militärische Bedeutung mehr erlangte.

Anfang des 15. Jahrhunderts erfolgte die Gründung der noch heute bestehenden Lodenwalke in Ramsau-Rössing.

Die Ramsauer Bauern galten als Pioniere des evangelisch-lutherischen Glaubens in Österreich. 1599 bis 1781 war die Zeit des Geheimprotestantismus, indem das evangelische Bekenntnis nicht mehr offen, sondern nur mehr verborgen gelebt werden konnte. Der Fürsterzbischof von Salzburg ließ im Jahr 1731 viele evangelische Bauern nach Siebenbürgen und nach Königsberg deportieren. Nach Erlass des Toleranzpatents von 1781 bekannten sich erneut 127 von 130 Familien zum evangelischen Glauben, die meisten Ramsauer Bauern erklärten sich im Jänner 1782 als lutherisch („evangelisch A.B.“). Zu den ersten Pastoren zählte Johann Georg Overbeck.

Mit der Eröffnung der Austriahütte am Fuß der Dachstein-Südwand im Jahre 1880 begann die touristische Erschließung. Einen Meilenstein in der alpinen Erschließungsgeschichte stellt die Erstbesteigung der Dachstein-Südwand durch Georg und Franz Steiner im Jahre 1909 dar.

Unterbrochen durch die beiden Weltkriege, entwickelte sich der Tourismus zum größten Wirtschaftsfaktor der Ramsau. 1969 wurde die seit den späten Zwanzigerjahren geplante Seilbahn Dachstein-Südwandbahn eröffnet und damit der Gletscher auf dem Dachsteinplateau erschlossen.

1999 fanden in der Ramsau die 42. Nordischen Skiweltmeisterschaften statt.

Bekanntheit erreichte die Gemeinde auch durch die ZDF/ORF-Familienserie Die Bergretter, die in Ramsau und Umgebung spielt.

Im Winter 2019 stürzte in der Nacht (14./15. Januar) eine Lawine aus dem Eiskar an den Ortsrand, und verschüttete das Hotel Kirchenwirt, die etwa 60 Anwesenden kamen mit dem Schrecken davon.

Ramsau ist seit der Verbreitung der Reformation um 1525 mehrheitlich evangelisch geworden.

Bei der Volkszählung aus dem Jahre 2001, gaben 72 % der Befragten an, evangelischen Glaubens zu sein. Es gab 22 % Katholiken.

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Ramsau am Dachstein | World in Stories