Rainer Kersten (* 15. Dezember 1964 in Bebra) ist ein deutscher Übersetzer.
Rainer Kersten studierte von 1986 bis 1993 Germanistik, Niederlandistik und Romanistik in Berlin und Amsterdam und schloss sein Studium mit dem Magistergrad ab. Kersten übersetzt erzählende Literatur, Theaterstücke und Sachbücher aus dem Niederländischen ins Deutsche.
1995 erhielt er einen Förderpreis des Berliner Senats. 2014 wurde er für die Übersetzung von Dimitri Verhulsts Roman Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau mit dem renommierten Else-Otten-Übersetzerpreis vom Flämischen Literaturfonds und der Niederländischen Stiftung für Literatur ausgezeichnet.
Kersten ist Mitglied im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ).
Rainer Kersten lebt und arbeitet in Berlin, Antwerpen und Amsterdam.
1995: Förderpreis des Berliner Senats
2014: Else-Otten-Übersetzerpreis
2021: Barthold-Heinrich-Brockes-Stipendium
Willem Bijsterbosch: Der Leibsklave, Berlin 1996
Paul Binnerts: Real time acting, Berlin [u. a.] 2014
Der blauäugige Oktopus, Frankfurt am Main 1996
Martine Carton: Fatmas Geschichte, Frankfurt am Main 1997
Arnon Grunberg: Amour fou, Zürich 2002
Arnon Grunberg: Blauer Montag, Zürich 1997
Arnon Grunberg: Couchsurfen und andere Schlachten, Zürich 2013
Arnon Grunberg: Gnadenfrist, Zürich 2006
Arnon Grunberg: Der Heilige des Unmöglichen, Zürich 2007
Arnon Grunberg: Der jüdische Messias, Zürich 2013