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Radstadt

Stadtgemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau, Land Salzburg

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Radstadt ist eine Stadtgemeinde im österreichischen Land Salzburg mit 5065 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).

Sie wird auch die „alte Stadt im Gebirge“ genannt und ist als Wintersportort bekannt.

Radstadt liegt auf 858 m Höhe im Pongau und ist das Zentrum des Ennspongaus. Die Gemeindefläche beträgt 60,82 km². Die Gemeinde gehörte bis 2004 zum Gerichtsbezirk Radstadt und ist seit dem 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau. Der Hausberg ist der Rossbrand mit 1768 m Höhe.

Kemahdhöhe, 1557 m (Gondelbahn, Wander-, Ski- und Rodelgebiet)

Roßbrand, der Hausberg von Radstadt, 1768 m (Bergbahn ab Filzmoos)

Vorderer und hinterer Gaisstein

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Katastralgemeinden bzw. gleichnamige Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

Radstadt ist Mitglied im Verband Kleine historische Städte.

Die Gegend um Radstadt war bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. zur Zeit der Kelten bewohnt. Später befand sich an der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung zwischen Salzburg (Juvavum) und Aquileia eine römische Siedlung. Im 7. Jahrhundert begann die Besiedelung durch die Bayern. Der Name des Ortes ist 1074 als Rastat (Raststätte, Pausenort der Fuhrleute), 1092 als Radestat und 1139 wiederum als Rastat erwähnt.

Aus dieser Ansiedlung entstanden schließlich Altenmarkt und das jüngere Radstadt, das als Grenzfestung strategische Bedeutung hatte, so dass die Rechte des älteren Altenmarkt allmählich auf Radstadt übergingen.

Die Stadterhebung am 27. Juli 1289 durch den Salzburger Erzbischof Rudolf von Hohenegg und die Haltung während der Bauernkriege 1525/26 (der Ort hielt 5.000 Bauern unter der Führung von Michael Gaismair stand) brachten der Stadt verschiedene Freiheiten, unter anderem eine eigene Bürgergarde. 1527 erhielt Radstadt für seine Treue von Erzbischof Lang den großen Freiheitsbrief und den Titel „Allzeit getreu“ bzw. „Die allzeit Getreue“. Zur Entschädigung mussten die vormaligen Belagerer die drei runden Ecktürme zur wehrtechnischen Verbesserung bauen. In Radstadt wurde 1528 der als evangelischer Märtyrer gestorbene Georg Scherer enthauptet.

In den Jahren 1731/32 mussten aufgrund des erzbischöflichen Emigrationsediktes über 3000 Protestanten auswandern, viele davon nach Ostpreußen.

Anfang des 19. Jahrhunderts wechselten österreichische, bayrische und französische Besatzungen einander ab, bis Salzburg 1849/50 ein selbständiges österreichisches Kronland wurde.

1875 wurde die Bahnlinie Bischofshofen–Selzthal fertiggestellt.

Überregionale Aufmerksamkeit erlangten in den 1920er Jahren die auf der Radstadter Freilichtbühne dargebotenen Aufführungen der von Matthias Jäger in Filzmoos wiederentdeckten „Comedy vom Jüngsten Gericht“ in der Bearbeitung von Alois Außerer.

1938 wurden die Gemeinden Radstadt-Stadt und Radstadt-Land zusammengeschlossen.

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 25 Mitglieder, bis 2024 waren es 21.

Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2004 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 11 ÖVP, 8 SPÖ, und 2 FPÖ.

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