An diesem Tag

ProSieben

Deutscher Privatfernsehsender

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ProSieben (oft stilisiert zu Pro7) ist ein deutscher Privatsender. Er sendet täglich ein 24-stündiges Fernseh-Vollprogramm, das vor allem durch die Ausstrahlung von Spielfilmen und Fernsehserien bekannt wurde. Der Sender ging aus dem Programm Eureka TV hervor.

ProSieben bildet zusammen mit den Sendern Sat.1, Kabel Eins und sixx sowie weiteren Tochtergesellschaften die ProSiebenSat.1 Media SE, deren Mehrheitseigner seit September 2025 MFE – MediaForEurope ist.

Am 3. September 2013 ging der Ableger ProSieben Maxx an den Start.

In Österreich und der Schweiz ist das reguläre Programm im Kabel aufgrund eigener Programmfenster (ProSieben Austria, ProSieben Schweiz) nur eingeschränkt empfangbar.

1988–1993: Gründung, Umzüge, Kabelkanal

Am 13. Oktober 1988 wurde die ProSieben Television GmbH als Nachfolgerin von Eureka TV gegründet. Gründungsgesellschafter waren Gerhard Ackermans (51 Prozent) und Thomas Kirch (49 Prozent). Man darf annehmen, dass Thomas Kirch dabei aus kartellrechtlichen Gründen als Strohmann seines Vaters Leo Kirch handelte, der damals Anteile am Konkurrenzprogramm Sat.1 hielt. Schon bald übernahm Thomas Kirch den Sender vollständig.

Am 1. Januar 1989 nahm ProSieben (damals noch „Pro 7“) mit täglich neun Stunden Programm seinen Sendebetrieb aus München auf. Gründungsgeschäftsführer war der Südtiroler Georg Kofler. ProSieben beschäftigte damals 70 Mitarbeiter und hatte nach eigenen Angaben eine Reichweite von 2,44 Millionen Zuschauern.

Mit der Aufschaltung des Senders auf den Satelliten DFS-Kopernikus im Juli 1989 wurde die Reichweite ausgebaut. Nach und nach wurde die Sendezeit auf 17 Stunden täglich erhöht, ProSieben erhielt außerdem in München die erste terrestrische Frequenz für einen Privatsender. Am 8. Dezember 1989 kam es zur Aufschaltung des Senders auf den Satelliten Astra 1A.

Am 1. März 1990 zog der Fernsehsender von Schwabing nach Unterföhring bei München um. Zu diesem Zeitpunkt hatte ProSieben 120 Mitarbeiter, seit dem 1. Januar 1990 mit neuem Management. Zwei Monate später kam es zur Fertigstellung der ProSieben-Fernsehstudios in Unterföhring. Seit dem 1. Oktober 1990 strahlt ProSieben sein Programm rund um die Uhr aus.

Im Jahre 1991 wurde die 100-prozentige Tochtergesellschaft Teledirekt GmbH gegründet, die die Verbreitung von Satellitentechnik in Deutschland förderte. Obwohl sich ProSieben zu diesem Zeitpunkt noch in der Verlustzone befand, gründete es 1992 zusammen mit der Deutschen Bundespost TELEKOM den Spartensender Der Kabelkanal, an dem ProSieben zunächst mit 45 Prozent beteiligt war. Da der Sender anfangs nur über Kabelanschluss empfangen werden konnte, sollte er mithelfen, neue Kunden für das Fernsehkabelnetz der Telekom zu gewinnen. 1995 übernahm ProSieben sämtliche Anteile am Kabelkanal und benannte ihn in Kabel 1 um. Nun begann die unverschlüsselte Verbreitung des Programms über den Satelliten SES Astra.

1992 kam es im Juli auch zur Gründung der MGM MediaGruppe München (heute SevenOne Media), die für die Vermarktung von Werbezeiten der ProSieben-Senderfamilie zuständig war. Ein Jahr später wurden am 24. September die SZM Studios (SZM steht für SendeZentrum München, seit Juni 2004: ProSiebenSat.1 Produktion GmbH) eingeweiht. Zum Jahresende 1993 schrieb ProSieben erstmals schwarze Zahlen.

1994–1999: Börsengang, N24 und Programmfenster

Im Jahr 1994 startete ProSieben sein Teletext-Angebot und bekam am 24. Oktober 1994 ein neues Senderlogo. Der Umsatz betrug im genannten Jahr 1,192 Milliarden Deutsche Mark, was heute inflationsbereinigt etwa 1,064 Milliarden Euro entspricht. Der Gewinn vor Steuern lag bei 144 Millionen Deutsche Mark, beziehungsweise 129 Millionen Euro nach heutiger Währung. Am 19. Dezember 1995 wurde die ProSieben Television GmbH in die Aktiengesellschaft ProSieben Television AG (ab 1996 ProSieben Media AG, seit 2000 ProSiebenSat.1 Media AG) überführt und die Leo Kirch nahestehende Rewe Group wurde mit 41,6 Prozent Mitgesellschafter (Thomas Kirch blieb Hauptgesellschafter). 1998 hielt die Kirch Media AG 58,4 Prozent der Anteile an der ProSieben Media AG. Den Vorstandsvorsitz übernahm Georg Kofler.

1996 erhielt ProSieben eine bundesweite Sendegenehmigung und startete sein Internet-Angebot. Im selben Jahr wurden AT&TV Merchandising Concepts GmbH und Merchandising München KG aufgekauft; der Umsatz stieg auf 1,69 Milliarden Deutsche Mark an, entsprechend etwa 1,46 Milliarden Euro.

Tochtergesellschaften der ProSieben Media AG 1998 (Auswahl):

100 % Asta Vista, Fernseh-/Filmproduktionsgesellschaft

100 % Starwatch Navigation, Mediendienstleistungs-/Medienverwaltungsgesellschaft

100 % MGM Mediagruppe, Mediendienstleistungs-/Medienverwaltungsgesellschaft

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