An diesem Tag

Prinz Pi

Deutscher Rapper (* 1979)

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Prinz Pi (* 23. Oktober 1979 in West-Berlin, bürgerlich Friedrich Kautz) ist ein deutscher Rapper. Er ist auch unter dem Pseudonym Prinz Porno bekannt.

Kautz wuchs in der Marinesiedlung am Berliner Schlachtensee im gleichnamigen Ortsteil (vor 2020 Teil von Zehlendorf) auf. Er besuchte das grundständige altsprachliche Gymnasium Steglitz. Kautz bezeichnet Schlachtensee als eine der teuersten Ortslagen Berlins, seine ursprünglichen Familienverhältnisse jedoch als arm. Seine Großeltern waren Heimatvertriebene. Seit 1998 trat er auch gelegentlich unter den Pseudonymen Doc Murdock, Doc Mabuse, Slick Spingo und Prinz Porno One in der deutschen Hip-Hop-Szene auf. Später nannte er sich lange Zeit Prinz Porno, was seinem Künstlernamen als Graffiti-Sprayer entsprach.

Neben seinem musikalischen Engagement studierte Kautz von 2002 bis 2008 Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Prinz Pi gestaltet den Großteil seines Artworks selbst.

Im Juni 2009 wurde Friedrich Kautz Vater einer Tochter.

Im Sommer 2015 wurde er Vater eines Sohnes. Im August 2020 kam sein drittes Kind, eine Tochter, zur Welt.

1998 war Pi unter seinem alten Künstlernamen Prinz Porno auf dem Sammelalbum Berlin Nr. 1 Vol.1 mit einem Song vertreten. 1998 gelangte sein Album Porno Privat, welches als Privatkopie eigentlich nur für Bekannte und Freunde gedacht war und von dem es nur zwölf Kopien gab, auf (nach seinen Angaben) bisher unbekanntem Wege ins Internet. Darauf befand sich der Track Keine Liebe, der ihn in der Berliner Rapszene bekannt machte.

Im Jahre 2000 wurde das Tape An der Front veröffentlicht. Ein Jahr danach folgte das erste CD-Album WortShots. Außerdem veröffentlichte Prinz Pi mit Mix Master Müller unter dem Pseudonym Soziale Kontakte mehrere LPs

(Die einzige Alternative und Die schiefe Ebene des Bewusstseins).

Prinz Pi war von 2002 bis 2004 bei dem Berliner Untergrundlabel Royal Bunker unter Vertrag. Dort war er unter anderem als Mitglied in den Formationen Promolle und Panz Dominanz vertreten, die wiederum der Beatfabrik entsprangen, welche zahlreiche Veröffentlichungen hervorbrachte.

2001 veröffentlichte er auf der Internetseite von Royal Bunker die EP Radium als kostenlosen Download. Aus dieser EP entwickelte sich das 2002 veröffentlichte Album Radium Reaktion. Es folgten weitere Projekte, wie zum Beispiel das ebenfalls 2002 erschienene Blackbooktape 2: Jung, Schön und Stylisch, bis Pi 2004 seinen vorläufigen Ausstieg aus dem Rap-Business bekannt gab. Prinz Pi beendete vorübergehend seine Royal Bunker-Koop mit dem Kollabo-Album 1. Liga, das aus der Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Separate entstand. Das Album wurde über Separates Label Buckwheats Music veröffentlicht.

Im Februar 2005 folgte Prinz Pis Rückkehr dort mit dem Mixtape Guess Who’s Back on the Streets.

Anfang Mai 2005 erschien Pis Soloalbum Teenage Mutant Horror Show, welches wieder über das Mainzer Label Buckwheats Music veröffentlicht wurde, innerhalb von zwei Wochen komplett geschrieben wurde und aus einer Wette mit Separate heraus entstand. Das Album beinhaltet unter anderem 13 Produktionen vom Album Rap Art War von Kinder des Zorns (Casper, Separate, Fadee & Abroo), welche jedoch mit neuen Texten von Prinz Porno aufgenommen wurden. Nach dieser Veröffentlichung erfolgte seine Umbenennung zu Prinz Pi, da er es leid war, von oberflächlichen Magazinen die CDs ungeöffnet zurückgeschickt zu bekommen, da diese „nicht noch so eine CD von einem dieser Porno-Rapper“ haben wollten.

Auf dem Splash!-Festival 2005 stellte Pi sein Streetalbum Zeit ist Geld vor und trat mit Kid Kobra und Smexer auf der MZEE.com-Bühne auf. Am 17. November 2005 folgte mit Geschriebene Geschichte (1998–2005) ein 'Best of' Album. Auf der CD befinden sich neben drei Remixen auch zwei komplett neue Tracks.

Am 4. August 2006 erschien die EP Instinkt. Mittlerweile hatte Pi zusammen mit Freunden das Label No Peanuts gegründet. Am 22. September 2006 erschien das bisher umfangreichste Album !DonnerwetteR!, das fast ausschließlich von Biztram produziert wurde. Dieses mit der Chartplatzierung 56 bis dahin kommerziell erfolgreichste Werk wird von Pi als sein erstes richtiges Album bezeichnet. Es erschien in einer Standardversion mit zwei CDs und einer Limited Edition mit 3 CDs. Während man auf der ersten CD 22 Lieder findet, befinden sich auf der zweiten Herr der Dinge benannten CD 30 Stücke, die bis auf eine Ausnahme ohne elektronisch produzierte Musik auskommen und komplett orchestriert sind. Angelehnt an Heldenepen im Stile von Herr der Ringe oder dem Nibelungenlied verpackt Pi hier die Geschichte des deutschen Raps in eine große Geschichte.

Am 9. Februar 2007 erschien die DVD + Streetalbum Das PrinzIP Prinz PI. Die DVD beinhaltet Material wie Tourberichte und Liveausschnitte von der „Nicht-auf-die-Tour“, dem Splash! 2006 in Chemnitz sowie humoreske Clips wie „Crossgolf“ mit Frank Zander und mehr. Das der DVD beigefügte Streetalbum enthält 17 Titel mit Gastbeiträgen von Kobra und Jonarama.

Am 6. Juli 2007 trat Prinz Pi mit einigen Liedern aus seinem aktuellen Album !Donnerwetter! und älteren Stücken wie Keine Liebe auf der Mainstage (Vulcano-Stage) des Splash! Festivals 2007 und einen Tag später auf der Rheinhiphop-Stage auf dem Rheinkultur in Bonn auf.

Ende 2007 gewann Pi den Newcomer-Preis der Volkswagen Sound Foundation.

Im Februar 2008 flog Pi mit anderen Musikern nach Tansania. Dort nahm er an der Virus Free Generation HipHop Tour teil, bei der der Rapper mit Jugendlichen Lieder aufnahm, die sich thematisch mit der Immunschwächekrankheit AIDS beschäftigen. Im Rahmen der Tournee wurde des Weiteren eine Dokumentation gedreht und ein Konzert veranstaltet. Der Berliner kehrte am 12. Februar nach Deutschland zurück. Nach seiner Rückkehr unterzog sich Prinz Pi einer Operation an seinen Stimmbändern.

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