Die Präfektur Okinawa (japanisch 沖縄県, Okinawa-ken, okinawaisch Uchinā) ist Japans südlichste Präfektur. Sie umfasst die zu den Ryūkyū-Inseln gehörenden Inselgruppen Okinawa, Miyako und Yaeyama. Die Präfektur Okinawa ist daher von der gleichnamigen Inselgruppe und deren Hauptinsel Okinawa Hontō zu unterscheiden. Letztere stellte ehemals den Mittelpunkt des Königreichs Ryūkyū dar und liegt etwas über 500 Kilometer südwestlich der japanischen Hauptinsel Kyūshū. Die Insel Yonaguni am südwestlichen Ende der Präfektur Okinawa ist nur knapp 125 Kilometer von Taiwan entfernt.
Die zur Präfektur Okinawa gehörenden Inseln liegen in den Subtropen zwischen 24° und 28° N und zwischen 123° und 131° 20' E.
Im Einzelnen umfasst die Präfektur Okinawa:
Drei große Inselgruppen (von Norden nach Süden):
die Inselgruppe Okinawa: Auf Okinawa Hontō, der Hauptinsel der Inselgruppe, liegt Naha, die Hauptstadt der Präfektur.
die Inselgruppe Miyako (alter deutscher Name der Insel: Typinsan)
die Inselgruppe Yaeyama, von deren westlichster Insel, Yonaguni, man bei gutem Wetter Taiwan sehen kann.(Die Inselgruppen Miyako und Yaeyama werden auch zusammenfassend als Inselgruppe Sakishima bezeichnet.)
Inseln, die zu keiner der drei größeren Inselgruppen gehören:
die ungefähr 110 Kilometer nördlich der Inselgruppe Okinawa gelegene Insel Iōtorishima.
die drei Inseln der rund 350 Kilometer ostsüdöstlich der Inselgruppe Okinawa gelegenen Inselgruppe Daitō (大東諸島, -shotō). Manchmal wird diese Inselgruppe trotz relativ großer Entfernung auch zur Inselgruppe Okinawa dazugerechnet.
die etwa 400 km westsüdwestlich liegende unbewohnte Inselgruppe Senkaku.
In der Präfektur befinden sich 363 Inseln bzw. 160 Inseln von mindestens 1 ha Fläche, von denen 49 bewohnt sind. Für eine Auflistung siehe Liste der Inseln der Präfektur Okinawa.
Der höchste Berg ist der 526 m hohe Omoto-dake auf Ishigaki-jima.
Stand 31. März 2019 sind etwa 36 Prozent der Landfläche der Präfektur von Naturparks bedeckt. Dazu zählen die Nationalparks Iriomote-Ishigaki, Keramashotō und Yambaru, die Quasi-Nationalparks Okinawa-Kaigan und Okinawa-Senseki sowie vier Präfekturnaturparks.
Am 1. April 2002 wurde das Dorf Tomigusuku-son zu einer Kreisfreien Stadt (-shi) heraufgestuft.
Am 1. April 2005 wurde aus den Städten Ishikawa und Gushikawa sowie zwei weiteren Gemeinden die neue Stadt Uruma gebildet.
Am 1. Oktober 2005 wurde aus der Stadt Hirara und vier weiteren Gemeinden die neue Stadt Miyakojima gebildet.
Am 1. Oktober 2006 fusionierten vier Gemeinden zur neuen Stadt Nanjo.