Poul Anderson (* 25. November 1926 in Bristol, Pennsylvania; † 31. Juli 2001 in Orinda, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Science-Fiction-Autor. Einige seiner Kurzgeschichten wurden zuerst unter den Pseudonymen A. A. Craig, Michael Karageorge und Winston P. Sanders veröffentlicht.
Poul Anderson wurde am 25. November 1926 in Bristol, Pennsylvania, als Sohn skandinavischer Immigranten geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Minnesota, Texas und für eine kurze Zeit auch in Dänemark.
Anderson studierte Physik und begann während dieser Zeit mit dem Schreiben von Science-Fiction-Erzählungen. Seine erste Science-Fiction-Erzählung Tomorrow's Children, die er gemeinsam mit F. N. Waldrop schrieb, erschien im März 1947 in Astounding. 1952 veröffentlichte er mit Vault of the Ages seinen ersten Roman. Anderson war einer der ersten Schriftsteller, die sowohl Fantasy-, als auch Science-Fiction-Romane veröffentlichten und dennoch eine klare Trennung der Genres aufrechterhielten.
Nach seiner Heirat mit Karen Kruse 1952 zog Anderson in die Nähe von San Francisco, wo er bis zu seinem Lebensende lebte.
Anderson gehörte zu den produktivsten SF-Autoren in den USA, er veröffentlichte über 100 Romane. Er war von 1972 bis 1973 Präsident der „Association of Science Fiction and Fantasy Writers of America“. Zu Andersons Freunden gehörten unter anderem die Science-Fiction-Autoren Gordon R. Dickson und Clifford D. Simak. Seine Tochter Astrid war die Ehefrau des Science-Fiction-Autors Greg Bear (1951–2022). Roland Emmerich produzierte 1994 unter dem Titel High Crusade – Frikassee im Weltraum eine Filmadaption des Romans The High Crusade.
Anderson starb am 31. Juli 2001 in Orinda, Kalifornien.
1961 Hugo Award für The Longest Voyage in der Kategorie „Short Fiction“
1964 Hugo Award für No Truce with Kings in der Kategorie „Short Fiction“
1969 Hugo Award für The Sharing of Flesh als bester Kurzroman
1971 Locus Award für The Fatal Fulfillment in der Kategorie „Short Fiction“
1972 Hugo Award für The Queen of Air and Darkness als beste Erzählung
0000 Locus Award für The Queen of Air and Darkness in der Kategorie „Short Fiction“
0000 Nebula Award für The Queen of Air and Darkness als bester Kurzroman
1973 Hugo Award für Goat Song als bester Kurzroman
0000 Nebula Award für Goat Song als bester Kurzroman
1974 British Fantasy Award für Hrolf Kraki’s Saga in der Kategorie „August Derleth Award (Novel)“
1975 Mythopoeic Award für A Midsummer Tempest in der Kategorie „Fantasy“
1978 Gandalf Award in der Kategorie „Grand Master of Fantasy“