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Pomona (Oper)

Oper von Reinhard Keiser

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Sieg der fruchtbaren Pomona ist eine Barock-Oper (Originalbezeichnung: „Singe-Spiel“) in einem Akt und 18 Szenen von Reinhard Keiser (Musik) mit einem Libretto von Christian Heinrich Postel. Das Werk wurde erstmals am 19. Oktober 1702 zum Geburtstag Friedrichs IV. von Dänemark in der Oper am Gänsemarkt in Hamburg aufgeführt. 1703 gab es eine Folgeaufführung unter dem Titel Streit der vier Jahreszeiten oder der siegende Herbst.

Götterbote Mercurius lädt im Auftrag Jupiters zu einem Wettstreit ein, in dem entschieden werden soll, welcher der vier Jahreszeiten der Vorrang gebührt. Den Frühling verkörpern Flora mit ihrer Blütenpracht und der Windgott Zephyrus. Ceres, die Göttin des Ackerbaus, repräsentiert den Sommer mit Korn und Brot. Ihr Geliebter Jasion kann als Sterblicher leider nicht am Wettstreit teilnehmen und muss zurückbleiben. Die Obstgöttin Pomona und Bacchus streiten sich, wer von ihnen die Vorzüge des Herbstes am besten darstellen kann, Pomona mit ihren Äpfeln oder Bacchus mit seinem Wein. Pomona macht sich schließlich gemeinsam mit ihrem Ehemann Vertumnus auf den Weg zum Tempel. Der Winter wird vom Schmiedegott Vulcanus und seinen drei Knechten vertreten. Mercurius kommentiert die Diskussionen. Als alle am Palast versammelt sind, erscheint auch Jupiter. Zur Begrüßung preist er den Dänenkönig Friedrich als Schutzgott des Nordens, „der in der Sterblichkeit bereits unsterblich worden“ und seine Gemahlin Louise. Anschließend verkündet er Pomona als Siegerin des Wettstreits und segnet das Königspaar: „Himmel! so laß allezeit Phœbus Krafft bei FRIEDRICH wohnen/ Daß LOUYSE sei Pomonen Gleich an tausend Fruchtbarkeit.“

Arie (Mercurius): „Was das Leben lieblich machet“ (Szene 1)

Arie (Mercurius): „Ich werde heut anschauen“ (Szene 1)

Duett (Flora, Zephyrus): „Sei willkommen, meine Lust“ (Szene 2)

Arie (Zephyrus): „Auf den Feldern deiner Wangen“ (Szene 2)

Arie (Flora): „Wer liebt denkt stets zu seinem Trost“ (Szene 2)

Vorne ein Wald, dahinter ein Kornfeld

Arie (Ceres): „Amor schertzt mit hohen Würden“ (Szene 3)

Arie (Ceres): „Komm Schönster, komm Liebster“ (Szene 3)

Arie (Jasion): „Göttin, ach! es ist zu viel“ (Szene 4)

Duett (Ceres, Jasion): „Wir werden in gar kurtzer Zeit“ (Szene 4)

Arie (Jasion): „Du scheidest von hinnen“ (Szene 5)

Tanz des Gefolges der Ceres (Szene 5)

Eine fruchtbare Orangerie mit anderen Obstbäumen

Arie (Bacchus): „Du edler Safft der Reben“ (Szene 6)

Arie (Bacchus): „Wen du füllst mit deinen Tropfen“ (Szene 6)

Arie (Pomona): „Zuviel Verwegenheit gewinnet nie den Streit“ (Szene 7)

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