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Pierre Forgeot

Französischer Politiker, Mitglied der Nationalversammlung

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Pierre Forgeot (geboren am 10. März 1888 in Anglure; gestorben am 30. Juni 1956 in Paris) war ein französischer Anwalt und Politiker der Dritten Republik.

Pierre Forgeots Vater war Winzer und Lokalpolitiker in Anglure. Er selbst schloss sein Studium der Rechtswissenschaften 1911 ab. 1914 wurde er zum Abgeordneten der Marne gewählt. 1924 kandidierte er nicht erneut; kehrte aber 1928 wieder in das Parlament zurück, dem er bis 1936 angehörte. Von 1928 bis 1929 war er Minister für öffentliche Arbeiten in von Raymond Poincaré und Aristide Briand geführten Kabinetten. Im Parlament gehörte er zunächst der eher konservativen Action républicaine et sociale an; später der eher linksgerichteten Parti républicain-socialiste.

Als Anwalt wurde er vor allem als Vertreter von Ernest Vilgrain bekannt, der im Kabinett Clemenceau II Sous-secrétaire d’État gewesen war und 1921 wegen vorsätzlicher Selbstverstümmelung und Dienstverweigerung im Jahr 1914 angeklagt wurde. Der Staatsanwalt forderte die Todesstrafe; Forgeot und sein Mitanwalt Anatole de Monzie erreichten einen Freispruch.

Nach seiner politischen Laufbahn saß er im Verwaltungsrat des Handelsunternehmens Docks rémois und er war Generaldirektor der Hispano-Suiza. Er wurde mit der Médaille d'honneur des chemins de fer ausgezeichnet, die für besondere Verdienste im Zusammenhang mit der Eisenbahn vergeben wird.

Alexandre Niess: L’hérédité en République; Les élus et leurs familles dans la Marne (1871–1940). Presses Universitaires du Septentrion, 2019, ISBN 978-2-7574-2171-0.

Pierre Forgeot. In: Assemblée nationale. Abgerufen am 30. August 2026 (französisch).

Angaben zu Pierre Forgeot in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.

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