An diesem Tag

Philip, Duke of Edinburgh

Prinzgemahl von Königin Elisabeth II. (1921–2021)

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Prince Philip, Duke of Edinburgh (* 28. Maijul. / 10. Juni 1921greg. als Prinz Philipp von Griechenland und Dänemark im Schloss Mon Repos auf Korfu, Königreich Griechenland; † 9. April 2021 auf Windsor Castle, Windsor, Vereinigtes Königreich) war der Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II. und Vater von König Charles III.

Prinz Philipp von Griechenland und Dänemark wurde am 10. Juni 1921 (nach gregorianischem Kalender, der allerdings in Griechenland erst zwei Jahre später eingeführt wurde) als jüngstes Kind von Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark und Prinzessin Alice von Battenberg auf Schloss Mon Repos auf der griechischen Insel Korfu geboren. Seine vier älteren Schwestern waren Margarita (1905–1981), Theodora (1906–1969), Cecilia (1911–1937) und Sophie (1914–2001).

Väterlicherseits entstammte er dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Nebenlinie des Hauses Oldenburg, das seit 1863 die Könige von Griechenland stellte. Er war der Enkel von Georg I. von Griechenland, Neffe von Konstantin I. und Cousin der Könige Alexander I., Georg II. und Paul. Da Georg I. von Griechenland auch ein Bruder von Alexandra von Dänemark, der Ehefrau von Eduard VII., war, war Philip auch ein Großcousin seines späteren Schwiegervaters Georg VI.

Mütterlicherseits entstammte er dem Haus Battenberg, einer 1851 begründeten morganatischen Nebenlinie des großherzoglichen Hauses Hessen, das sowohl über die Battenberger als auch über die Hauptlinie mit dem britischen Königshaus eng verwandt war. Er war der Neffe von Louise Mountbatten, seit 1950 Königin von Schweden, und von Louis Mountbatten, 1. Earl Mountbatten of Burma, vormals Prinz Louis von Battenberg, dessen 1917 ins Englische übersetzten Namen Mountbatten er später annahm.

Seine Kindheit und Jugend waren durch innerfamiliäre Konflikte gekennzeichnet. Zum Zeitpunkt seiner Geburt war die Ehe der Eltern bereits gescheitert. Zwar gingen die Eltern nach einem Militärputsch gemeinsam ins Exil, die Mutter jedoch nach Paris, während sich der Vater eine Wohnung in Monte Carlo nahm und dort mit seiner Geliebten lebte. Die Mutter und ihre fünf Kinder waren auf das Wohlwollen von Verwandten und Freunden angewiesen, da sie selbst nur wenig Geld hatte und von ihrem Mann nicht unterstützt wurde.

Während Philips erster Lebensjahre begann bei der Mutter eine psychische Erkrankung. Sie zeigte Anzeichen von Schizophrenie. Schließlich wurde sie auf Druck ihres Bruders Louis Mountbatten in die psychiatrische Klinik Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen in der Schweiz eingewiesen. Da sein Vater ihn nicht aufnehmen wollte, lebte Philip im Laufe der folgenden Jahre bei diversen Verwandten. Im Laufe seiner Jugend sah er seine Mutter nur wenige Male und durfte sie in Sanatorien besuchen; zum Vater hatte er nur schriftlichen Kontakt.

Anfangs besuchte Philip in Paris die amerikanische Schule The Elms, bis er 1928 auf die Cheam School in der britischen Grafschaft Hampshire wechselte. Auf Anraten seiner Schwester Theodora besuchte er ab 1933 für zwei Jahrgänge die von Theodoras Schwiegervater Max von Baden, Karl Reinhardt und dem Reformpädagogen Kurt Hahn gegründete Schule Schloss Salem.

Nach der Machtergreifung Hitlers und der NSDAP wurde der aus einer jüdischen Familie stammende Kurt Hahn im Juli 1933 aus dem Schuldienst entlassen und emigrierte nach Schottland, wo er 1934 die British Salem School (heute Gordonstoun) gründete, zu der Philip im selben Jahr wechselte. 1939 besuchte er als Kadett das Britannia Royal Naval College in Dartmouth. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er für seinen Einsatz in der Schlacht bei Kap Matapan auf dem Schlachtschiff Valiant für besondere Tapferkeit im Kriegsbericht erwähnt. 1942 wurde Philip zum Lieutenant befördert. Er war auf einem britischen Schiff in der Bucht von Tokio, als Japan am 2. September 1945 kapitulierte. Im Januar 1946 übernahm Philip den Posten eines Instructors an einer Unteroffiziersschule der Royal Navy.

Für die Eheschließung mit der Thronfolgerin des Vereinigten Königreichs Elisabeth, mit der er nach einer ersten Begegnung 1934 erneut 1939 anlässlich eines von ihr zusammen mit ihrem Vater absolvierten Besuchs des Britannia Royal Naval College in Dartmouth zusammengetroffen war, verzichtete er im Februar 1947 auf seinen Titel Prinz von Griechenland und Dänemark, erhielt die britische Staatsbürgerschaft und änderte seinen Familiennamen von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg zu Mountbatten. Da er griechisch-orthodox getauft worden war, vollzog er unter Anleitung von Geoffrey Fisher, Erzbischof von Canterbury, den förmlichen Übertritt zur Church of England. Zwei Tage vor seiner Hochzeit wurde er am 18. November 1947 als Knight Companion in den Hosenbandorden aufgenommen und am 20. November 1947 in der Peerage of the United Kingdom zum Duke of Edinburgh, Earl of Merioneth und Baron Greenwich erhoben.

Am 20. November 1947 heiratete er die damalige Prinzessin und Thronfolgerin Elisabeth (1926–2022). Aufgrund seiner militärischen Karriere und seiner Stellung in der königlichen Familie hatte er mehrere höchste militärische Ränge inne:

Lord High Admiral des Vereinigten Königreichs,

Admiral of the Fleet der Royal Navy,

Field Marshal der British Army sowie

Marshal of the Royal Air Force der Royal Air Force.

Ab 1952, der Proklamation seiner Ehefrau zur Königin, war er als ihr Mann auch Staatsrat (englisch Counsellor of State). In dieser Funktion konnte er gewisse Amtsgeschäfte und Hoheitsrechte der Königin wahrnehmen, wenn sie im Ausland weilte oder verhindert war.

Daneben war er, wie bereits sein Onkel Lord Louis Mountbatten (1900–1979), Mitglied des renommierten Savage Clubs. 2013 feierte er seine 60-jährige Mitgliedschaft im Bund der Freimaurer. Er war der dienstälteste Prinzgemahl in der Geschichte des Königreichs. Am 17. April 2009 stand er 57 Jahre und 71 Tage an der Seite der Königin und brach damit den Rekord von Königin Charlotte, der Frau von Georg III.

Philip war mit Königin Elisabeth sowohl väterlicherseits (über Christian IX. von Dänemark) als auch mütterlicherseits (als Cousin dritten Grades) verwandt. Aus diesem Grunde stand er auch in der Thronfolge des Vereinigten Königreichs, aber weit hinter seinen Kindern. Königin Victoria war sowohl die Ururgroßmutter von Prinz Philip als auch die seiner Frau Königin Elisabeth.

Als Ehemann der Königin von Australien war er Schirmherr der Olympischen Sommerspiele von Melbourne 1956. Von 1964 bis 1986 war er Präsident der internationalen Reitsportvereinigung FEI und wurde 1980 Mannschafts-Weltmeister im Vierspänner; und gab in dieser Zeit den Anstoß zu den Weltreiterspielen. Außerdem war er von 1955 bis 1957 Vorsitzender des englischen Fußballverbandes. Er sprach fließend Englisch, Deutsch und Französisch. Sein Griechisch war rudimentär, weil die Familie Griechenland verlassen musste, als er noch ein Kleinkind war. Zusammen mit Friederike von Hannover hatte er Griechischunterricht genommen.

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