An diesem Tag

Phil Taylor (Dartspieler)

Englischer Dartspieler

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Philip „Phil“ Douglas Taylor (* 13. August 1960 in Stoke-on-Trent) ist ein ehemaliger englischer Dartspieler und mit sechzehn Weltmeistertiteln der erfolgreichste Spieler in der Geschichte dieses Sports. Seinen Spitznamen „The Power“ (engl. Stärke, Kraft, Energie) verdankt er dem Song The Power von Snap!, der kombiniert mit Aaron Coplands Fanfare for the Common Man auch seine Einlaufmusik darstellte.

Phil „The Power“ Taylor begann mit dem Dartspiel in den Kneipen von Stoke-on-Trent. Dort wurde er von Eric Bristow entdeckt, einem der bekanntesten Dartspieler der 1980er Jahre. Bristow entschloss sich, Taylor mit 10.000 £ zu fördern, allerdings unter der Bedingung, dass Taylor das Geld zurückzahlte. Mit dem Geld war es Taylor möglich, mehr zu trainieren und an kleineren Turnieren teilzunehmen. Von diesem Moment an begann Taylors steiler Aufstieg zu einem der besten Spieler und dem dominierenden Akteur der 1990er und 2000er Jahre.

1988 gewann er mit den Canadian Open sein erstes WDF-Turnier. Beim British Professional nahm er im selben Jahr an seinem ersten Major-Turnier teil, scheiterte jedoch in Runde eins gegen Dave Whitcombe. Beim World Masters erreichte er das Achtelfinale. Dieses ging gegen Russell Stewart verloren. 1989 besiegte er bei selbigem Turnier im Viertelfinale Whitcombe, verlor dann aber gegen Peter Evison im Halbfinale.

1990 bis 1992: Aufstieg in die Weltspitze

Nach dem Gewinn der Canadian Open 1990 war er bei der Darts-Weltmeisterschaft 1990 teilnahmeberechtigt. Hier bezwang er nacheinander Russell Stewart, Dennis Hickling, Ronnie Sharp und Cliff Lazarenko. Im Finale traf er als ungesetzter Außenseiter ausgerechnet auf seinen Mentor Eric Bristow, den er klar mit 6:1 bezwang. 1991 wurde Taylor Weltranglistenerster, nachdem im Verlaufe des Jahres 1990 unter anderem das British Matchplay, das Einzel des WDF Europe Cup und nicht zuletzt das World Masters gewonnen hatte. Bei letzterem schlug er in Folge Rod Harrington, Mike Gregory, Dennis Priestley und Jocky Wilson.

Bei der WM 1991 kam das Aus bereits im Viertelfinale gegen Dennis Priestley. Im weiteren Verlauf des Jahres gewann Taylor erneut zahlreiche WDF-Titel, so etwa die North American Open. Beim World Masters war er jedoch im Finale Rod Harrington unterlegen. Bei der BDO-WM war Taylor schließlich zum zweiten Mal erfolgreich. Im Finale schlug er Mike Gregory im Sudden Death. Danach begann er weniger Turniere der British Darts Organisation (BDO) zu spielen und wurde Mitgründer der Professional Darts Corporation (PDC). Das Einzel des WDF Europe Cup gewann er erneut, beim ersten PDC-Turnier, dem Lada UK Masters 1992 wurde er im Viertelfinale von Priestley gestoppt. Beim World Masters 1992 kam er nicht über die dritte Runde hinaus, er verlor gegen Peter Evison.

1993 bis 1995: Übergang zur PDC

1993 nahm Taylor noch ein letztes Mal an der BDO-Weltmeisterschaft teil. Er unterlag jedoch bereits im Achtelfinale Kevin Spiolek. Im weiteren Verlauf des Jahres gewann mit den Berlin Open nur einen WDF-Titel. Bei den Lada UK Masters scheiterte er erneut im Viertelfinale, dieses Mal gegen Peter Evison.

Das erste Weltmeisterschaftsfinale der PDC im Jahr 1994 verlor Taylor klar gegen Dennis Priestley. Er spielte nun endgültig keine WDF-Turniere mehr. Allerdings verlief auch das World Matchplay 1994 enttäuschend für Taylor. Er unterlag bereits im Achtelfinale gegen Bob Anderson. Dafür gewann er im dritten Anlauf das Lada UK Masters. Im Finale bezwang er Kevin Spiolek.

Bei der WDC World Darts Championship 1995 fuhr Taylor seinen ersten PDC-Majortitel und seinen insgesamt dritten Weltmeistertitel ein. Hierzu besiegte er die US-Amerikaner Sean Downs und Gerald Verrier in der Gruppenphase sowie Bob Anderson und John Lowe im Viertel- und Halbfinale. Im Finale setzte er sich ohne größere Probleme mit 6:2 gegen Rod Harrington durch. Auch das World Matchplay gewann Taylor in diesem Jahr erstmals. Hierbei gewann er gegen Gary Mawson mit 8:5, gegen Jamie Harvey mit 8:6, gegen Paul Lim mit 11:4 und gegen John Lowe mit 13:4. Im Finale besiegte er seinen Rivalen Priestley mit 16:11.

1996 bis 1999: Taylor wird zum Dauersieger

Die WDC-WM 1996 sollte dann Taylors vierter Weltmeistertitel werden. Bis zum Finale verlor er zudem nur einen Satz (gegen John Lowe). Das Finale stellte sich aber als harte Prüfung heraus, denn Gegner Dennis Priestley spielte einen Average von über 100 Punkten. Trotzdem gewann Taylor mit 6:4. Nach einem Sieg beim UK Matchplay stand nun das World Matchplay 1996 vor der Tür. Dieses verlief jedoch enttäuschend. Er verlor klar mit 1:8 gegen Peter Evison. Später im Jahr gewann er aber noch die World Pairs, dem ersten Doppel-Turnier der PDC, an der Seite von Bob Anderson.

Bei der Weltmeisterschaft 1997 siegte Taylor zum dritten Mal in Folge und fuhr somit seinen insgesamt fünften Weltmeistertitel ein, womit bezüglich dieser Anzahl mit seinem ehemaligen Mentor Eric Bristow gleichzog. In Erinnerung blieb dabei neben dem mit 6:3 dieses Mal etwas eindeutigeren Finale gegen Priestley das Halbfinale gegen ausgerechnet Eric Bristow. Dieser spielte bei diesem Turnier letztmals groß auf und zwang Taylor bis in einen entscheidenden neunten Satz, den Taylor schließlich gewann. Im Juni entschied Taylor dann auch die letzte Ausgabe der News of the World Darts Championship für sich. Im Finale schlug er den jungen Ian White. Auch beim World Matchplay 1997 räumte Taylor ab. In der ersten Runde stellte er bei seinem 8:0-Sieg über Gary Mawson einen neuen Average-Rekord von 113,43 Punkten. Im Finale setzte er sich mit 16:11 gegen Alan Warriner durch.

Mit seinem Sieg bei der PDC World Darts Championship 1998 errang Taylor seinen sechsten WM-Titel und ist seither Rekordweltmeister. Er verlor im gesamten Turnierverlauf nur zwei Sätze und bescherte Dennis Priestley im Finale ein 6:0. Beim World Matchplay 1998 musste er sich jedoch bereits im Viertelfinale geschlagen geben. Er verlor mit 10:13 gegen Ronnie Baxter. Bei der ersten Auflage des neu geschaffenen Double-in-Turniers, dem World Grand Prix 1998, war er wieder siegreich. Dabei gewann er zunächst jeweils deutlich gegen Steve Brown, John Lowe und Shayne Burgess. Im Finale setzte er sich mit 13:8 gegen Rod Harrington durch.

Bei der Weltmeisterschaft 1999 siegte Taylor zum fünften Mal in Folge. Im Finale schlug hierzu Peter Manley mit 6:2. Diesem gelang dann allerdings beim World Matchplay 1999 die Revanche, in dem er Taylor im Halbfinale mit 17:14 aus dem Turnier warf. Beim World Grand Prix 1999 heimste Taylor seinen zweiten Titel ein. Nach einem knappen 5:4 gegen Rod Harrington, gewann er im Finale mit 6:1 in den Sätzen gegen Shayne Burgess. Im November kam es im Rahmen eines Show-Matches, dem sogenannten Champion vs Champion erstmals zum Aufeinandertreffen mit dem amtierenden BDO-Weltmeister Raymond van Barneveld. In dieser einstündigen Begegnung war Taylor mit 21:10 klar siegreich.

2000 bis 2002: Unangefochtener Dominator

Die PDC World Darts Championship 2000 entschied er zum mittlerweile sechsten Mal in Folge für sich. Im Finale besiegte er einmal mehr Dennis Priestley mit 7:3. Auch das World Matchplay 2000 entschied er für sich. Das Finale gegen Alan Warriner endete mit 18:12. Beim World Grand Prix 2000 gewann er ebenfalls, im Finale mit 6:1 gegen Shayne Burgess. Somit hatte er erstmals alle drei großen PDC-Titel in einer Saison gewonnen.

Bei der Weltmeisterschaft 2001 zeigt er noch einmal eindrucksvoll seine Vormachtstellung. Er verlor lediglich einen Satz und im Finale spielte er 107,46 Punkte im Average, warf ein 167er-Finish und hatte eine 75-%-Quote auf die Doppelfelder. Ebenso ungefährdet setzte er sich beim World Matchplay 2001 durch. Im Finale bezwang er den Waliser Richie Burnett mit 18:10. Zum Jahresende verlor er jedoch das erste Mal ein Spiel beim World Grand Prix. Gleich in der ersten Runde unterlag er Kevin Painter.

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