An diesem Tag

Phil Rudd

Australischer Musiker, ehemaliger Schlagzeuger der australischen Hardrock-Band AC/DC

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Phil Rudd (* 19. Mai 1954 in Melbourne, Australien als Phillip Hugh Norman Witschke Rudzevecius) ist ein ehemaliger australischer Schlagzeuger der australischen Hard-Rock-Band AC/DC. Er spielte 14 von 17 Studioalben der Band ein. Im Jahr 2016 listete ihn der Rolling Stone auf Rang 86 der 100 größten Schlagzeuger aller Zeiten.

Phil Rudd spielte von 1972 bis 1974 bei Coloured Balls und bis 1975 bei Buster Brown aus Melbourne.

Rudd kam im Januar 1975 durch seinen Ex-Bandkollegen Trevor Young zu AC/DC. 1983 stieg er bei AC/DC aufgrund von Drogenproblemen und psychischen Problemen aus; er hatte den Tod des AC/DC-Sängers Bon Scott drei Jahre zuvor nie richtig verkraftet. Sein letztes Konzert mit der Band war am 12. Dezember 1982 in Zürich. Er wurde durch Simon Wright ersetzt.

Rudd engagierte sich in einer Helikopterfirma (er besitzt eine Fluglizenz) und widmete sich später seiner Farm in Neuseeland, auf der er ein eigenes Tonstudio aufbaute, außerdem ist er begeisterter Autofan.

1995 stieg er nach zwölfjähriger Pause wieder bei AC/DC ein und ersetzte dort Chris Slade. Seit der Trennung der Gruppe von Mark Evans im Jahr 1977 war er der einzige gebürtige Australier bei AC/DC.

Rudd heiratete 1983 die Neuseeländerin Lisa O’Brien. Sie haben fünf gemeinsame Kinder. 2006 trennte sich das Paar.

Seit September 2020 ist Rudd wieder offiziell Teil von AC/DC.

Private Probleme und vorläufiges Ende bei AC/DC (ab 2014)

Anfang November 2014 erhob die neuseeländische Staatsanwaltschaft Anklage gegen Rudd, unter dem Verdacht, er habe einen Mord an zwei Personen in Auftrag gegeben. Die Anklage wurde jedoch kurz darauf wegen mangelnder Beweise zurückgezogen. Eine Anzeige wegen Besitzes von Marihuana und Methamphetaminen wurde jedoch weiterverfolgt, ebenso eine Anklage wegen Androhung von Mord. Daraufhin geriet Rudds Privatleben in den Fokus. Boulevard-Zeitungen berichteten über Sexpartys und ausschweifende Exzesse. Angus Young und Cliff Williams gaben ihren Eindruck wieder, dass Rudd nicht mehr derselbe wie früher zu sein scheine. Zeitweise stand Rudd unter Hausarrest. Die Band schloss nicht aus, ohne ihn auf Tour zu gehen. Laut Williams war es bereits schwierig, ihn ins Studio zu bekommen, um die Titel für das Album Rock or Bust einzuspielen. Er sei sehr unzuverlässig gewesen und oftmals in einem schlechten Zustand erschienen.

Am 26. November 2014 erschien Rudd zu einer Anhörung im Gericht 15 Minuten zu spät, was einen Haftbefehl zur Folge gehabt hätte; er war auch zur Vorbesprechung mit seiner Anwältin nicht erschienen. Er durfte das Gericht dennoch gegen Zahlung einer Kaution verlassen. Vor dem Gerichtsgebäude beleidigte er Fotografen und verursachte beinahe einen Unfall. Wenige Tage zuvor war er bereits trotz Hausarrests außerhalb seines Hauses fotografiert worden.

Anfang Februar 2015 wurde bekannt, dass ihm ein Prozess wegen Drogenbesitzes und Androhung von Mord bevorstehe. Kurze Zeit später verkündete die Band, dass Rudd aufgrund der anstehenden Gerichtsverfahren für den Auftritt bei den Grammy Awards 2015 und auf der Rock or Bust Tour durch den ehemaligen Schlagzeuger Chris Slade ersetzt werde.

Im April 2015 bekannte sich Rudd schuldig, einem Geschäftspartner im September 2014 Mord angedroht zu haben. Er gab auch zu, seinem ehemaligen Assistenten 200.000 Neuseeländische Dollar (zirka 143.000 Euro), ein Motorrad, sowie eines seiner Autos oder ein Haus geboten haben, um einen seiner Mitarbeiter „loszuwerden“. Das Angebot erfolgte mehrmals. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei 91 Gramm Marihuana in einem Behältnis, das Rudd zuvor während eines Gesprächs auf den Boden gestellt hatte. In seiner Tasche fand sie ein halbes Gramm Methamphetamin

Im Mai 2015 äußerte er sich im australischen Sender Channel Nine erstmals öffentlich und erklärte, dass es zum besagten Vorfall durch Probleme und den Flop seines Debüt-Soloalbums Head Job im Jahr 2014 gekommen sei. Er bedauere den Vorfall und die Tatsache, dass er mit seinen Bandkollegen keinen Kontakt halten konnte. Er versuche, Angus Young per Post zu kontaktieren.

Am 9. Juli 2015 wurde Rudd von einem Gericht in Tauranga zu acht Monaten Hausarrest und einem Drogenentzugsprogramm verurteilt. Der Richter sah die Morddrohungen als Folge des Drogenmissbrauchs an. Sollten bei Rudd weiterhin Drogen nachgewiesen werden, drohe ihm eine Gefängnisstrafe.

Am 19. Juli 2015 wurde Rudd erneut festgenommen und musste tags darauf vor Gericht erscheinen. Ihm wurde vorgeworfen, er habe Alkohol getrunken und so gegen seine Auflagen verstoßen. Er selbst erklärte sich für nicht schuldig. Rudd wurde bis zu einem späteren Gerichtstermin gegen Kaution wieder in den Hausarrest entlassen.

Nach seinem Entzug und der erneuten Veröffentlichung seines Solo-Albums Head Job am 30. September 2016 ging er mit seiner Band (Allan Badger (Gesang), Geoffrey Martin (Lead-Gitarre), John Proctor (Bass, Backing Vocals), Mike „Mutt“ Furness (Rhythmusgitarre)) ab 31. März 2017 auf Europatour in 18 verschiedenen Ländern. Er probte mit seiner Band zunächst eine Woche lang in einem Tonstudio in der Wiener Innenstadt. Die Konzerte der Tour hatten eine Spielzeit von ungefähr 45 – 50 Minuten.

Rückkehr für das Album "Power Up" (2020)

Nachdem er bereits 2018 gemeinsam mit Brian Johnson zu Aufnahmen im Studio war, machten Gerüchte über Rudds mögliche Rückkehr zu AC/DC die Runde. Tatsächlich spielte er mit seinen ehemaligen Kollegen das Album "Power Up" ein, wurde aber für die Tournee 2024 durch Matt Laug ersetzt.

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