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Peter Pichler (General)

Deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr

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Peter Bogdan Pichler (* 30. Mai 1929 in Split; † 22. Juni 2020) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.

Pichler wurde als Sohn österreichischer Eltern in Jugoslawien geboren. 1939 siedelte die Familie nach Deutschland über. 1950 schloss Pichler die Schule in Landsberg am Lech ab und studierte von November 1950 bis Oktober 1954 Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Abschluss Diplom-Volkswirt. Von 1954 bis 1956 war er als Versicherungsmathematiker und Direktionsassistent tätig.

Am 2. Juli 1956 trat Pichler beim Grenadierlehrbataillon in Hammelburg in die Bundeswehr ein und wurde im Oktober 1957 zum Leutnant ernannt. Von Januar bis März 1958 war er im Gebirgsjägerbataillon 28 in Mittenwald, von April bis Dezember 1958 in der Offizierlehrkompanie in Hammelburg, von Januar 1959 bis September 1962 im Gebirgsjägerbataillon 232 in Berchtesgaden und im Versorgungsbataillon 236 in Bad Reichenhall, wo er im Mai 1959 Oberleutnant wurde, und von Oktober 1962 bis März 1963 in der PSV-Kompanie 200 in Ulm, wo er am 7. März 1962 Hauptmann wurde. Von April bis September 1963 durchlief er den Vorlauf für den Generalstabslehrgang.

Von Oktober 1963 bis September 1965 absolvierte Pichler den 6. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Im September 1965 wurde er Major und war bis Juni 1967 Generalstabsoffizier für Logistik (G 4) und bis September 1969 für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der 10. Panzerdivision in Sigmaringen. Von Oktober 1969 bis September 1973 war er Referent im Führungsstab des Heeres V 2 (Logistische Organisation) und im Führungsstab der Streitkräfte V 1 (Grundsatzangelegenheiten Logistik) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wo er im April 1970 Oberstleutnant wurde. Danach war er von Oktober 1973 bis Juli 1975 G 4 des Wehrbereichskommandos IV in Mainz, wo im Oktober 1973 die Ernennung zum Oberst erfolgte. Von September 1975 bis Februar 1976 nahm er am 47. Lehrgang am NATO Defense College in Rom teil. Von Juli 1976 bis März 1979 war er zur besonderen Verwendung an der Führungsakademie der Bundeswehr eingesetzt und von April bis September 1979 zur besonderen Verwendung in der Stabsabteilung V des Führungsstabes des Heeres, wo er mit der Führung der Geschäfte des Referatsleiters des Referats V I (Logistische Führung, Grundsätze der Logistik des Heeres) beauftragt war. Von Oktober 1979 bis März 1982 war er regulärer Referatsleiter jenes Referats.

Ab Oktober 1982 war Pichler, unter Ernennung zum Brigadegeneral, Deutscher Militärischer Bevollmächtigter USA und Kanada in Washington, D.C. in den Vereinigten Staaten. Mit Ablauf des März 1987 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Pichler war verheiratet und hatte zwei Töchter. Er starb 2020 im Alter von 91 Jahren.

1987: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen

Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 3, Laegeler – Quiel. Biblio-Verlag, Bissendorf 2005, ISBN 978-3-7648-2382-5, S. 512–513.

Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 113.

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