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Peter Marhofer

Österreichischer Anästhesist und Intensivmediziner

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Peter Marhofer (* 10. Mai 1964 in Wien) ist ein österreichischer Anästhesist und Intensivmediziner.

Marhofer absolvierte sein Medizinstudium an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, das er 1991 abschloss. Von 1994 bis 1999 war er Assistenzarzt für Anästhesie und Intensivmedizin an der Medizinischen Universität Wien. 2000 habilitierte Marhofer in Anästhesie und Intensivmedizin. Im selben Jahr wurde er zum außerordentlichen Professor für Anästhesie, allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie an der Medizinischen Universität Wien ernannt. Im Jahr 2003 wurde er Leiter des Bereichs Kinderanästhesie und Intensivmedizin an der Klinischen Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin der Medizinischen Universität Wien.

Seit 2005 hatte er ebenfalls verschiedene Gastprofessuren im Ausland inne. 2016 erhielt er den Berufstitel Universitätsprofessor. Bis Januar 2021 war Marhofer Leiter der Kinderanästhesie der Medizinischen Universität Wien, danach war er von 2021 bis 2022 Vorstand der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin am Orthopädischen Spital Speising in Wien. Seit Jänner 2023 ist er wieder Leiter der Kinderanästhesie der Medizinischen Universität Wien.

Forschung und Wissenschaftlicher Beitrag

Die Fachgebiete von Marhofer sind pädiatrische Anästhesie, Regionalanästhesie, Kinderregionalanästhesie und Ultraschall bei Regionalanästhesie. Von 2010 bis 2020 leitete und ab 2023 leitet er erneut die Forschungsgruppe „Regionalanästhesie/Kinderanästhesie“ an der Medizinischen Universität Wien.

Marhofer betreibt besonders im Bereich Kinderregionalanästhesie intensive Forschung. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt hierbei auch auf der Neubeschreibung kinderregionalanästhesiologischer Verfahren mit Ultraschall. Er wirkte u. a. an einem wissenschaftlichen Projekt mit, bei dem Kindern vor einer Operation auf spielerische Art als Narkosevorbereitung die Angst und den Trennungsschmerz von den Eltern gemindert werden soll.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Stephan Kapral war Marhofer maßgeblich an der Entwicklung der Ultraschallgezielten Regionalanästhesie beteiligt. Hierbei werden mittels Ultraschall die richtigen Nerven für die Regionalanästhesie gefunden. Die Methode verringert das Narkose-Risiko bei Operationen, besonders in der Unfallchirurgie oder bei Patienten mit erhöhtem Narkose-Risiko. Der Patient ist durch dieses Vorgehen während und nach der Operation schmerzfrei. Die Methode wird mittlerweile auch bei Kindern angewendet.

Am 26. Juni 2025 erhielt Marhofer das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Am 1. Oktober 2026 erhält Marhofer die Professur (§99(1) UOG 2002) für Kinderanästhesie an der Medizinischen Universität Wien.

Marhofer hat einen H-Index von 64.

2007: Gastprofessur an der Mayo Clinic in Rochester

2007: Gastprofessur an der Duke's University in Raleigh

2007–2019: Mitglied des Editorial-Board des British Journal of Anaesthesia

2008: Gastprofessur an der Harvard Medical School in Boston

2008: Gastprofessur an der König-Saud-Universität in Riad

2012: Gastprofessur an der Vanderbilt University in Nashville

2015: Gastprofessur an der Stanford University in San Francisco

2015: Gastprofessur am KK Women’s and Children’s Hospital in Singapur

Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI)

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