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Pedro Santana

Dominikanischer Politiker und mehrfach Präsident der Dominikanischen Republik

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Pedro Santana Familias (* 29. Juni 1801 in Hincha; † 14. Juni 1864 in Santo Domingo) war ein dominikanischer Politiker und mehrfach Präsident der Dominikanischen Republik.

Santana war Sohn der Landbesitzer Pedro Santana und Petronila Familias aus Hincha an der Grenze zu Haiti. Diese ermöglichten ihm eine einfache Schulausbildung und zogen mit ihm 1805 zunächst nach Cibao und bald darauf nach Seybo im Osten des Landes. Sein Vater trat später der Armee bei, nahm als Hauptmann an der Schlacht von Palo Hincado bei und hatte als Besitzer großer Rinderzuchtfarmen großen Einfluss.

Nach Hochzeiten mit den einflussreichen Witwen Micaela Antonio Rivera und später Ana Zorilla wuchs sein wirtschaftlicher, aber auch sein politischer Einfluss.

Durch seinen Bruder Ramon Santana kam er in Kontakt mit Juan Pablo Duarte und mit dessen Bewegung für die Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik.

Am 16. Januar 1844 gehörte er zu den Unterzeichnern eines Manifestes für die Unabhängigkeit. Dieses war zugleich ein wichtiges Dokument zum Aufbau von Streitkräften, die jedoch zunächst nur aus Bauern und Jägern aus den Regionen El Seybo, Hato Mayor del Rey und Higüey auf Pferden bestand, die nur mit Macheten und Lanzen bewaffnet waren.

Am 27. Februar 1844 verließ Santana seine Heimatregion und begab sich in die Hauptstadt Santo Domingo. Noch am gleichen Tag wurde die Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik von Haiti ausgerufen.

Am 7. März 1844 ernannte ihn der Präsident der Zentralen Regierungsjunta, Tomás Bobadilla y Briones, zum Kommandeur der Expeditionsstreitkräfte an der Südgrenze, was ihm auch die Rekrutierung von Soldaten für seine Miliz ermöglichte. Ende Mai 1844 planten Juan Pablo Duarte und José Joaquin Puello einen Staatsstreich gegen Bobadilla y Briones.

Nach dem Machtantritt von Francisco del Rosario Sánchez am 9. Juni 1844 als neuer Präsident der Zentralen Regierungsjunta sollte er von seinem Posten als Kommandeur der Südarmee abberufen werden.

Stattdessen begab er sich jedoch mit seinen Truppen nach Santo Domingo, wo er sich am 16. Juli 1844 schließlich selbst zum Präsidenten der Zentralen Regierungsjunta sowie zum Obersten Chef der Republik ernannte. Im August 1844 ließ er die Väter der Unabhängigkeit um Juan Pablo Duarte, Ramón Matías Mella und Francisco Sánchez ins Exil deportieren, so dass die Vertreter der 1838 gegründeten Unabhängigkeitsbewegung La Trinitaria ohne weiteren politischen Einfluss waren.

Präsident 1844 bis 1848 sowie 1849

Am 13. November 1844 übernahm er dann zum ersten Mal das Amt des Präsidenten der Dominikanischen Republik.

Seit diesem Zeitpunkt begann die Organisation der Staatsverwaltung mit der Benennung eines Premierministers und der Gouverneure und mit dem Aufbau einer Armee mit einem obligatorischen Wehrdienst. Allerdings war die erste Präsidentschaft weitgehend diktatorisch geprägt.

Santana übte jedoch einigen Druck auf die Autoren der Verfassung aus, so dass in diese der Artikel 210 aufgenommen wurde, der besagte:

Während einer Kriegszeit und solange ein Friedensvertrag nicht unterzeichnet ist, kann der Präsident der Republik frei von Einfluss und ohne einer Verantwortlichkeit gegenüber anderen die Armee und Marine organisieren sowie die Nationalgarde mobilisieren und dazu notwendige Befehle, Vorsehungen und Dekrete treffen.

Am 27. Februar 1845, dem ersten Jahrestag der Unabhängigkeit, gab er den Befehl zur Hinrichtung von María Trinidad Sánchez und Andrés Sánchez, Tante und Bruder des ehemaligen Vorsitzenden der Regierungsjunta, Francisco Sánchez, sowie José del Carmen Figueroa, die er der Verschwörung gegen die dominikanische Regierung beschuldigte.

In der Folgezeit kam es immer wieder zu Gefechten an der dominikanisch-haitianischen Grenze wie der Schlacht von El Numéro sowie der Schlacht von Las Carreras am Rio Ocoa im Osten der Dominikanischen Republik vom 19. bis zum 22. April 1845.

Santana wurde für zwei aufeinander folgende Amtszeiten von vier Jahren berufen, so dass er bis 1852 regiert hätte. Gegen Ende seiner ersten Amtszeit führten jedoch politische und wirtschaftliche Krisen zu einem Popularitätsverlust seiner Regierung, so dass er am 4. August 1848 aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.

Nachfolger wurde daraufhin Manuel Jiménez González, der vom Beginn seiner Präsidentschaft der Gefahr einer Invasion haitianischer Truppen befürchtete.

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