Paul Smalian (* 2. Juni 1901 in Neuruppin; † 1. November 1974 in Steinhude) war ein deutscher Kunstmaler.
Paul Smalian war der Sohn eines Offiziers. Er studierte 1921 bis 1925 an der Staatlichen Kunstschule in Berlin. Nach dem erfolgreichen Abschluss reiste er 1927 nach Empfehlung des Hamburger Zoodirektors Hagenbeck für fünf Jahre nach Ägypten, wo er in zahlreichen Bildern und Zeichnungen die exotisch anmutenden Eindrücke des Landes und seiner Menschen festhielt. Anschließend arbeitete er als Maler auf Capri und auf Itaparica.
1935 reiste Smalian auf Weltreise nach Brasilien, die jedoch zu einem unfreiwilligen Aufenthalt führte, nachdem Smalian sein Schiff im Hafen von Bahia verpasst hatte. Ende 1938 wurde er von seinem Vater nach Hause gerufen. 1940 heiratete er Hildegard Nothmann. Während des Krieges war er technischer Zeichner am Heereswaffenamt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945 heiratete Smalian und zog nach Gehrden in Niedersachsen, wo er ab 1960 am dortigen Gymnasium als Kunsterzieher tätig war. Außerdem hatte er einen Sohn, Karl-Erich Smalian.
1948 ließ sich der Maler schließlich am Steinhuder Meer nieder, dessen Umgebung ihn zeitlebens künstlerisch inspirierte. Nun leistete sich Smalian Studienreisen nach Brasilien, Tunesien, Marokko, Westafrika, Ceylon, Thailand, Spanien, Frankreich und in die Schweiz.
Auf der Insel Itaparica, vor Bahia, trägt eine Straße seinen Namen: Paul-Smalian-Straße.
Viele seiner Werke befinden sich im Kultusministerium Niedersachsen, in einer Kunstscheune in Steinhude, und einige wurden von der Staatsgalerie der Stadt Dessau gekauft.
Paul Smalian – Ein Maler aus Leidenschaft, Verlag Hugo Welge; 1974
Tanja Weiß: Paul Smalian (1901–1974). Steinhuder Maler zwischen den Welten. Rübenberger Verlag, Neustadt am Rübenberge 2011. ISBN 978-3-936788-15-0
Porträt und Gemälde von Paul Smalian (ital.)
Kurzporträt bei steinhuder-meer-tourismus.de