Paul Frank Russo (* 10. April 1914 in Kenosha, Wisconsin; † 13. Februar 1976 in Clearwater, Florida) war ein US-amerikanischer Autorennfahrer.
Paul Russo begann seine Karriere wie viele US-amerikanische Autorennfahrer bei den Midget-Cars. Seine ersten Rennen bestritt er schon 1934; 1938 gewann er die AAA-Eastern-Midget-Meisterschaft. Er gehörte zu einer Gruppe von Rennfahrern, die als die „Chicago Gang“ bekannt wurde. Zu dieser Gemeinschaft gehörten auch Tony Bettenhausen und Duke Nalon.
In den Jahren zwischen 1940 und 1941, 1946 und 1954 sowie zwischen 1956 und 1959 und noch einmal 1962 war er insgesamt 85-mal in der AAA-National-Serie / USAC-Serie am Start. Dreimal, 1950 in Springfield, 1951 in Detroit und 1952 in Williams Grove, blieb er siegreich. Seine beste Platzierung bei den 500 Meilen von Indianapolis, bei denen er 14-mal startete, war der zweite Rang 1955, den er sich aber mit Tony Bettenhausen teilen musste.
Da die 500 Meilen von 1950 bis 1960 zur Weltmeisterschaft der Formel 1 gehörten, war er auch bei acht Wertungsläufen dabei. Er erreichte 8,5 Punkte, eine Pole-Position und eine schnellste Runde.
Paul Russo war der Bruder von Joe Russo und der Onkel von Eddie Russo. Nach seiner Karriere arbeitete er als Vertreter für Zubehörteile in Indianapolis. Er starb 1976 bei einem Besuch des Daytona 500.
Rick Popely, L. Spencer Riggs: Indianapolis 500 Chronicle. Publications International Ltd., Lincolnwood IL 1998, ISBN 0-7853-2798-3.
Bild: Paul Russo 1950 in Indianapolis