Paul Marvin Rudolph (* 28. Oktober 1918 in Elkton, Kentucky; † 8. August 1997 in New York City) war ein US-amerikanischer Architekt.
Paul Rudolph studierte Architektur an der Alabama Polytechnic, der heutigen Auburn University. Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges, an dem er als Marinesoldat teilgenommen hatte, studierte er bei Walter Gropius und Marcel Breuer an der Harvard University. Seit 1951 hatte Rudolph in Sarasota, Florida, sein eigenes Atelier. Mit zahlreichen Entwürfen für dem dortigen subtropischen Klima angepasste Einfamilienhäuser gehört er zu den führenden Vertretern der sogenannten Sarasota School of Architecture.
In den Jahren 1958 bis 1965 war er Dekan der Architekturfakultät an der Yale University. 1959 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences und 1971 in die American Academy of Arts and Letters gewählt.
Rudolph war ein früher Vertreter des Brutalismus; als dieser in den späten 1970er Jahren aus der Mode kam, wandte er sich der Postmoderne zu. Er gilt als einer der wichtigsten Architekten der Moderne in den USA. 1994 wurde Paul Rudolph zum Mitglied (NA) der National Academy gewählt.
Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Norman Foster, Richard Rogers und Robert A. M. Stern.
1950 (mit Ralph Twitchell): Healy Guest House (Cocoon House), Sarasota
1950: Bennett House, 3901 Riverview Blvd. in Bradenton, Florida
1951: Leavengood Residence, Saint Peterburg, Florida
1952: Walker Guest House, Sanibel, Florida
1953: Ingram Hook Guest Residence, Siesta Key, Florida
1954: Philip Hiss Residence (The Umbrella House), Sarasota
1956: David Cohen House, Siesta Key, Sarasota, Florida
1957: Riverview High School, Sarasota County (2007 abgerissen)
1958: Jewett Arts Center am Wellesley College in Wellesley (Massachusetts)
1958: Frederick Deering House, Sarasota
1958: Harkavy Residence, Sarasota
1958: George and Violet McCandlish House Conversion, Cambridge (Massachusetts)
1958–1959: Richard Ambler and Dorothy L. Liggett House