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Paul Buchner (Baumeister)

Deutscher Tischler, Schraubenmacher und Baumeister

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Paul Buchner (* Juni 1531 in Nürnberg; † 13. November 1607 in Dresden) war ein deutscher Architekt, Feldzeugmeister, Geometer, Tischler und Schraubenmacher aus Nürnberg.

Buchner war der Sohn des Offiziers Georg Buchner (1508–1573). Er wuchs in Nürnberg auf und erlernte bei seinem Vetter Leonhard Danner das Tischlerhandwerk sowie die Schraubenmacherkunst. 1556 trat er in London in den Dienst der englischen Königin Elisabeth I. Seine Aufgabe bestand darin, Schraubenwerke herzustellen, die zur Zerstörung von Befestigungsanlagen eingesetzt werden sollten. 1557 holte ihn Herzog Emanuel Philibert von Savoyen nach Brüssel.

Empfohlen von Leonhard Danner, der für den sächsischen Hof militärisches Gerät lieferte, berief Kurfürst August von Sachsen Buchner 1558 nach Dresden. Anfangs stellte er Schraubenwerkzeuge her und wurde 1559 zum kurfürstlichen Werkmeister und 1563 zum Kommandanten des Dresdner Zeughauses ernannt. Dabei arbeitete er mit Caspar Vogt von Wierandt, einem erfahrenen Architekten und Oberzeugmeister, zusammen. Ab 1567 führte er die Oberaufsicht über den Ausbau der Dresdner Befestigungsanlagen. Aufgrund seiner umfassenden Kenntnisse in der Festungsbaukunst und der Waffentechnik wurde Buchner 1575 zum Haus- und Landzeugmeister ernannt. Damit war er zuständig für alle Befestigungsanlagen, Zeughäuser und Waffen in Sachsen. Paul Buchner war 1582 als Hauszeugmeister mit dem Statthalter Graf Burckhardt zu Barby, Kammermeister Hans Harrer und Johann Jenitz als Kammersecretarius Teil der Kurfürstlichen Verwaltung in Sachsen.

1586 bis 1590 erbaute Paul Buchner das Stall- und Harnischkammergebäude unter Kurfürst Christian I.

Buchner verstarb 1607 in Dresden und wurde auf dem Frauenkirchhof beigesetzt.

Der Medailleur Tobias Wolff fertigte eine Porträtmedaille von Paul Buchner an, die ihn im Alter von 49 Jahren zeigt.

Verheiratet war Paul Buchner mit Maria Kröß, Tochter des kursächsischen Kammerdieners und Dresdner Bürgermeisters Bastian Kröß. Er war der Vater des berühmten Gelehrten August Buchner.

Richard Steche zu Paul Buchners Wirken:

Fritz Löffler beurteilt Paul Buchner wie folgt:

Mitarbeit am Dresdner Zeughaus 1559–1563 (nach mehrfachen Umbauten heute Albertinum, Dresden)

Umbau Wilsdruffer Tor Dresden 1568

Umbau der Wasserburg Gommern zum Jagdschloss ab 1578

Stallgebäude und Stallhof (1586–1589) des Dresdner Schlosses (Johanneum, heute Verkehrsmuseum Dresden)

Altes Schloss Zabeltitz 1588–1598

Ausbau der Festung Königstein ab 1589 (Torhaus, Altes Zeughaus, Gardehaus, Christiansburg)

Pirnaisches Tor Dresden 1590/91

Die Buchnerstraße in Dresden-Strehlen ist nach Paul Buchner benannt.

Cornelius Gurlitt: Paul Buchner, ein Dresdner Baumeister der Renaissance. In: Dresdner Geschichtsblätter. Zweiter Band, Jahrgänge VI–IX (1897–1900), Nr. 3 in Jahrgang IX. Verlag Wilhelm Baensch, Dresden 1900, S. 249–260, urn:nbn:de:bsz:14-db-id2573157138 (Digitalisat von Jahrgang IX, Nr. 3).

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