An diesem Tag

Paul Außerleitner

Österreichischer Skispringer

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Paul Außerleitner (* 3. Februar 1925 in Krasnitz, Steiermark; † 10. Jänner – des Öfteren wird fälschlicherweise auch der 9. Jänner genannt – 1952 in St. Johann im Pongau) war ein österreichischer Skispringer. Er gilt als einer der Pioniere des Skispringens in Österreich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Paul Außerleitner wurde am 3. Februar 1925 in Krasnitz in der Steiermark geboren und kam bereits in frühester Jugend – laut anderen Quellen im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern – nach Mühlbach am Hochkönig. Bis zu seinem frühen Ableben lebte er in Mühlbach am Hochkönig, war jedoch vorwiegend in Bischofshofen tätig, wo sich auch sein Skiklub befand. Ab dem Jahr 1946 wirkte er als Krankenkassenkontrollor in Bischofshofen.

Mit zehn Jahren begann er mit dem Skifahren und versuchte sich ebenso früh mit dem Springen, auf das er sich bald fokussierte. Der gelernte Schlosser zählte zu den besten Freunden sowie zu einem Schüler von Sepp Bradl, der ebenfalls aus Mühlbach stammt.

1942 gewann Außerleitner den deutschen Jugendmeistertitel im Skispringen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zum Österreichischen Nationalkader. 1948 wurde er in Radstadt Salzburger Landesmeister und zählte ab diesem Jahr zur österreichischen Spitzenklasse, bevor er 1949 ASKÖ-Bundesmeister auf der Bergiselschanze in Innsbruck. Im selben Jahr gewann er zudem den österreichischen Staatsmeistertitel im Sprunglauf in Villach. Aufgrund einer Knöchelverletzung fiel er Anfang der 1950er-Jahre über einen längeren Zeitraum aus.

Neben seinen sportlichen Aktivitäten setzte er sich in Bischofshofen auch nachhaltig als Organisator und Betreuer für die Wiederbelebung des Skispringens ein. Außerdem war der als klein und blond beschriebene Außerleitner zuletzt als Jugendtrainer der Salzburger Springer tätig.

Außerleitner verletzte sich am 5. Jänner 1952 im Training für das Dreikönigsspringen schwer; er erlitt eine Halsverrenkung und verlor sofort das Bewusstsein. In der Folge schwebte er mehrere Stunden in Lebensgefahr und erhielt zahlreiche Bluttransfusionen – dem Aufruf zur Blutspende kamen zahlreiche Bischofshofener Sportler nach. Am 8. Jänner 1952 berichteten die österreichischen Medien, dass keine akute Lebensgefahr mehr bestehe und Außerleitner wieder bei Bewusstsein sei. Zu dieser Zeit wurde jedoch bereits über eine mögliche zukünftige Lähmung berichtet, da Außerleitner Lähmungserscheinungen infolge einer Rückenmarksverletzung zeigte. Wenig später verschlechterte sich der Zustand Außerleitners, bei dem auch ein Bruch der Wirbelsäule diagnostiziert worden war, weiter, sodass er am 10. Jänner 1952 gegen 2 Uhr früh im Alter von 26 Jahren im Krankenhaus von St. Johann im Pongau an den Folgen des Sturzes starb.

Ihm zu Ehren wurde nur zwei Tage nach seinem Tod die Hochkönigschanze in Bischofshofen, auf der seit 1953 jedes Jahr das Finale der Vierschanzentournee stattfindet, in Paul-Außerleitner-Schanze umbenannt. Am selben Tag fand in Mühlbach am Hochkönig im Beisein hunderter Trauergäste die Beerdigung Außerleitners statt. Der Sarg war mit einer schwarzen Fahne mit einem weißen „B“, der Klubfahne Außerleitners, bedeckt. Als Sargträger fungierte die Salzburger Sprunglaufelite rund um Sepp Bradl, Gregor Höll, Kurt Krauseder, Albin Plank, Walter Pöllmann und Alois Riegler.

Beim anschließenden Springen am Bergisel am 13. Jänner 1952 wurde für Außerleitner, der nach Bradl als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Olympischen Winterspielen 1952 in Oslo gewertet wurde, eine Trauerminute abgehalten.

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