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PFK ZSKA Moskau

Russischer Fußballverein

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Der PFK (russisch Профессиональный футбольный клуб Professionalny futbolny klub, deutsch ‚Professioneller Fußballklub‘) ZSKA Moskau (Центральный спортивный клуб Армии – ЦСКА Zentralny sportiwny klub Armii – ZSKA, deutsch ‚Zentraler Sportklub der Armee – ZSKA‘), gewöhnlich ZSKA Moskwa, meist kurz ZSKA, im deutschsprachigen Raum auch als ZSKA Moskau bekannt, ist ein aus dem russischen Sportverein ZSKA Moskau hervorgegangener Fußballklub, der wegen seiner Verbindungen oftmals im Zusammenhang mit der Roten Armee genannt wird und in Moskau, der Hauptstadt des Landes, beheimatet ist. Die Fußballmannschaft gewann die sowjetische Meisterschaft siebenmal sowie sechsmal die russische Meisterschaft, darüber hinaus fünfmal den sowjetischen Pokal und neunmal den russischen. Außerdem gewann der Verein siebenmal den russischen Supercup. Seinen größten Erfolg konnte ZSKA Moskau 2005 feiern, als man als erster russischer Fußballverein den UEFA-Pokal gewinnen konnte. Der Klub ist ein Tochterunternehmen der staatseigenen Wneschekonombank.

ZSKA Moskau wurde 1911 gegründet und erlebte – wie viele Vereine der ehemaligen Sowjetunion – einige Namenswechsel. Von 1928 bis 1950 hieß der Verein ZDKA Moskau (ЦДКА Москва). Im Jahre 1951 erfolgte die Umbenennung in ZDSA Moskau (ЦДСА Москва). Erneut wurde der Verein im Jahre 1957 in ZSK MO Moskau (ЦСК МО Москва) umbenannt. Die Fußballabteilung trägt seit 1994 ihren bis heute gültigen Namen, PFK ZSKA Moskau (ПФК ЦСКА Москва).

1911–1927: Общество любителей лыжного спорта (ОЛЛС), (Gesellschaft/Klub der Skisportfreunde)

1928–1950: Спортивный клуб Центрального дома Красной Армии (ЦДКА), (Sportklub des zentralen Hauses der Roten Armee)

1951–1956: Спортивный клуб Центрального дома Советской Армии (ЦДСА), (Sportklub des zentralen Hauses der sowjetischen Armee)

1957–1959: Центральный спортивный клуб Министерства обороны (ЦСК МО), (Zentraler Sportklub des Verteidigungsministeriums)

seit 1960: Центральный Спортивный Клуб Армии (ЦСКА), (Zentraler Sportklub der Armee)

Seine erfolgreichste Zeit hatte der Verein gleich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Mannschaft gewann die Vizemeisterschaft in der ersten Austragung des wiederaufgenommenen Spielbetriebs der sowjetischen obersten Liga im Jahre 1945. Es folgten drei hintereinander folgende Meistertitel. 1949 wurde das Team erneut Zweiter. In den darauffolgenden beiden Spielzeiten konnte sich die Mannschaft erneut mit dem Meistertitel krönen. Die Geschichte der Fußballabteilung aus dieser Zeit ist eng mit der Eishockeyabteilung des Sportvereines dem HK ZSKA Moskau verknüpft, denn von den Führungsspielern wie Wsewolod Bobrow wurden beide Sportarten parallel betrieben.

Nach den erfolgreichen Zeiten wurden die Olympischen Spiele 1952 in Helsinki dem ZDSA Moskau zum Verhängnis. Die Spieler des Klubs bildeten den Kern der Sbornaja, die nach zähen Verhandlungen erst kurz vor dem olympischen Fußballturnier dem Weltfußballverband FIFA beigetreten war. Auch der Trainer Boris Arkadjew war gleichzeitig in der Nationalmannschaft und beim Armeeklub beschäftigt. Doch bereits im Achtelfinale kam das Aus. Die 1:3-Niederlage im Wiederholungsspiel (die erste Partie endete mit 5:5-Unentschieden) gegen Jugoslawien war aus sportlicher Hinsicht ein nationales Desaster. Da sie ausgerechnet gegen Jugoslawien verloren, war ein weiterer Affront, denn seit 1947 befanden sich beide Länder in einem politischen Konflikt. Die Niederlage hatte für ZDSA und seine Spieler schwerwiegende Konsequenzen. Der sowjetische Machthaber Josef Stalin ließ den Verein am 18. August 1952 auflösen. Für Geheimdienstchef Lawrenti Beria war das olympische Ausscheiden die perfekte Gelegenheit, den erfolgreichen Stadtrivalen zu eliminieren. Als Chef des KGB war er gleichzeitig Ehrenpräsident von FK Dynamo Moskau – dem Verein des Geheimdienstes. Auch für die meisten Spieler von ZDSA war ihre Nationalmannschaftskarriere beendet.

Nach zwei Spielzeiten Abstinenz und nachdem Stalin im Frühling 1953 gestorben war sowie Berija im Dezember gleichen Jahres erschossen wurde, wurde ZDSA Moskau im Jahre 1954 auf Initiative des damaligen sowjetischen Verteidigungsministers Nikolai Bulganin wieder gegründet. Kurze Zeit danach gewann die Mannschaft den sowjetischen Fußballpokal 1955 als im Finale Dynamo Moskau mit dem legendären Torwart Lew Jaschin, der in der Finalpartie vom Platz gestellt wurde, bezwungen wurde. Erst 1970 wurde der nächste Titel gefeiert. In diesem Jahr wurde ZSKA erneut sowjetischer Meister, dabei sammelte die Mannschaft die gleiche Anzahl an Punkten wie auch Dynamo Moskau. Das erste Entscheidungsspiel am 5. Dezember 1970 im usbekischen Taschkent endete torlos. Am nächsten Tag wurde das zweite Entscheidungsspiel nach 1:3-Rückstand noch mit 4:3 gegen Dynamo gewonnen. Die Mannschaft von ZSKA hatte sich durch den Gewinn der Meisterschaft für die erste Runde des Europapokals der Landesmeister qualifiziert. Zuerst wurde Galatasaray Istanbul ausgeschaltet, anschließend schied ZSKA gegen den belgischen Vertreter Standard Lüttich aus.

1984, als von 68 möglichen lediglich 19 Punkte erkämpft wurden, musste der Verein den erstmaligen Abstieg in seiner Geschichte in die Zweitklassigkeit verkraften, wo ZSKA zwei Spielzeiten verbrachte. 1987 folgte der zweite Abstieg. Erneut konnte sich ZSKA nach zwei Saisons in der Perwaja Liga zurückkämpfen, sicherte sich sofort die Vizemeisterschaft und gewann sogar die letzte Austragung der Fußballmeisterschaft der Sowjetunion im Jahre 1991. Durch den Meistertitel aus der Saison 1991 qualifizierte sich ZSKA Moskau für die erste Runde der UEFA Champions League 1992/93, wo die isländische Mannschaft von Víkingur Reykjavík bezwungen wurde. Anschließend wurde in der zweiten Runde der spanische Spitzenverein FC Barcelona besiegt. Die Gegner in der Gruppe A waren der spätere Gewinner der laufenden Champions League Olympique Marseille, die Glasgow Rangers und der FC Brügge. Als Gruppenvierter mit nur zwei Unentschieden bei vier Niederlagen konnte ZSKA Moskau nicht an die Leistungen aus den Begegnungen mit dem FC Barcelona anknüpfen und schied aus dem Wettbewerb aus.

Der PFK ZSKA Moskau war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einer der Gründungsmitglieder der neugeschaffenen russischen Obersten Liga. In den ersten sechs Spielzeiten belegte die Mannschaft die Plätze im Tabellenmittelfeld.

Drei Heimspiele in der Champions-League-Saison 1992/93 trug ZSKA im Berliner Olympiastadion und dem Ruhrstadion Bochum aus. In der Saison 1998 wurde die erste Vizemeisterschaft und in der nächsten Spielzeit der dritte Rang erkämpft. In den darauffolgenden beiden Spielzeiten belegte ZSKA Moskau erneut Plätze im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Am 19. August 2001 prallte der damalige ZSKA-Torwart Serhij Perchun mit einem gegnerischen Stürmer zusammen und erlag am 28. August 2001 den dabei erlittenen Verletzungen. Ihm zu Ehren wird das Trikot mit der Rückennummer 16 nicht mehr vergeben. In der Saison 2002 gewann die vom Russen Waleri Gassajew trainierte Mannschaft erneut die Vizemeisterschaft. 2003 wurde der erste Meisterschaftsgewinn in der russischen Eliteliga gefeiert. Danach wurde der Cheftrainer Waleri Gassajew überraschend entlassen. Als sein Nachfolger wurde der Portugiese Artur Jorge verpflichtet. Unter dem neuen Trainer konnte das Team nicht an die Leistungen aus der Meistersaison anknüpfen. Somit wurde bereits im Juli 2004 als ZSKA auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht war Artur Jorge nach nur einer achtmonatigen Amtszeit wieder entlassen. Unter dem zurückgekehrten Waleri Gassajew konnte ZSKA 2004 noch den Vizemeistertitel gewinnen.

In der Saison 2005 war die Mannschaft über die Qualifikation zur UEFA Champions League in die Endrunde der Königsklasse gelangt, belegte nach der Vorrunde den dritten Platz und nahm deshalb anschließend am UEFA-Pokal teil. Der Einzug ins Finale war jedoch von schweren Ausschreitungen der ZSKA-Fans im Rückspiel des Halbfinals gegen den FC Parma (3:0) überschattet. Der Torwart von Parma, Luca Bucci, war von einem Feuerwerkskörper aus der ZSKA-Fankurve verletzt worden und musste später ausgewechselt werden. Der europäische Fußballverband UEFA entschied, das Ergebnis anzuerkennen, ZSKA jedoch mit einer Europapokal-Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit (ein weiteres Heimspiel zur Bewährung) zu bestrafen. Der Verein musste zudem eine Geldstrafe in Höhe von 65.000 Euro entrichten.

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