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Péter Eötvös

Ungarischer Komponist und Dirigent

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Péter Eötvös ['peːtɛr ˈøtvøʃ] (* 2. Januar 1944 in Odorheiu Secuiesc, ungarisch Székelyudvarhely, Siebenbürgen; † 24. März 2024 in Budapest) war ein ungarischer Komponist und Dirigent.

Eötvös wurde im ungarischsprachigen Szeklerland geboren, das seit dem Vertrag von Trianon 1920 zu Rumänien gehörte, nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch aber in den Jahren 1941 bis 1944 von Ungarn besetzt war. Sein Vater war damals dort als Soldat stationiert, seine Mutter war Pianistin und Musikpädagogin. Die Familie floh vor der vordringenden Front nach Dresden, kehrte aber bald nach Ungarn zurück.

Er wurde im Alter von 14 Jahren von Zoltán Kodály an der Musikakademie Budapest aufgenommen, wo er von 1958 bis 1965 studierte. 1966 erhielt er ein Stipendium für ein Dirigierstudium an der Kölner Musikhochschule. Von 1968 bis 1976 schloss sich eine Zusammenarbeit mit dem Ensemble von Karlheinz Stockhausen an. Von 1971 bis 1979 war er Mitarbeiter am Studio für Elektronische Musik des WDR in Köln. Von 1979 bis 1991 war er auf Ruf von Pierre Boulez musikalischer Leiter des Ensemble intercontemporain. 1991 gründete er das Internationale Eötvös Institut für junge Dirigenten und Komponisten in Budapest. Zwischen 1992 und 1998 nahm er eine Lehrtätigkeit an der Karlsruher Musikhochschule wahr, die er 2002 bis 2007 wieder aufnahm. Von 1998 bis 2001 war er Professor an der Kölner Musikhochschule. Zudem leitete er regelmäßig Meisterkurse und Seminare auf der ganzen Welt.

Als Dirigent wurde Péter Eötvös von folgenden Orchestern regelmäßig eingeladen:

Zudem dirigierte er an folgenden Opernhäusern:

Außerdem war er Erster Gastdirigent in folgenden Fällen:

Von 1994 bis 2004 war Péter Eötvös außerdem Chefdirigent des Radio Kammerorchesters in Hilversum.

1993: Psychokosmos. Uraufführung durch das RSO Stuttgart

1995: Atlantis. Uraufführung durch das RSO Köln

1998: Zwei Monologe für Bariton und Orchester aus Tri Sestri. Uraufführung durch das SWR-Sinfonieorchester

1999: zeroPoints. Uraufführung durch das London Symphony Orchestra

1999: Replica für Viola und Orchester. Uraufführung durch das London Symphony Orchestra

2002: IMA. Uraufführung durch das WDR Sinfonieorchester Köln

2003: Jet Stream. Uraufführung durch das BBC Symphony Orchestra London

2006: Seven – Memorial for the Columbia Astronauts. Für Solovioline und Orchester

2008: Konzert für zwei Klaviere und Orchester. Uraufführung durch das WDR Sinfonieorchester Köln.

2011: Cello Concerto Grosso. Uraufführung durch die Berliner Philharmoniker

2012: DoReMi für Violine und Orchester. Uraufführung durch das Orchester Los Angeles Philharmonic.

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