Otto Blendermann (* 17. September 1879 in Bremen; † 4. November 1944 ebenda) war ein deutscher Architekt.
Blendermann war der Sohn des Bremer Richters August Jacob Blendermann, der Mitglied verschiedener Richtergremien und Gründungsmitglied des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins war.
Blendermann war der Sohn eines Richters. Er war Leutnant der Reserve beim Infanterie-Regiment Graf Dönhoff (7. Ostpreußisches) Nr. 44. Er studierte zuerst in Göttingen, wo er 1899 Mitglied der Schwarzburgbund-Verbindung Burschenschaft Germania wurde. Seine Ausbildung zum Architekten erhielt er am Technikum Bremen und an der Technischen Hochschule München. Er war in Bremen ansässig und zunächst beruflich assoziiert mit dem Architekten August Abbehusen; das gemeinsame Architekturbüro firmierte unter der Bezeichnung Abbehusen und Blendermann und ist in zeitgenössischen Publikationen bzw. durch datierbare Bauten belegbar für den Zeitraum von 1903 bis zum Ersten Weltkrieg. Später wird Blendermanns Name stets allein genannt. 1924 führte er die Renovierung der Bremer Baumwollbörse durch. Bedeutende Wohnhäuser von ihm stehen heute unter Denkmalschutz. Er setzte den Entwurf von Bildhauer Fritz Behn für ein Reichskolonialdenkmal in Bremen architektonisch um. Blendermann betrieb nachhaltig und erfolgreich die Entfernung der Hoetger-Skulpturen im Volkshaus als entartete Kunst bereits 1933.
(D) = Erhalten und unter Denkmalschutz
Bis zum Ersten Weltkrieg, mit August Abbehusen
1902: Wettbewerbsbeteiligung Realgymnasium, Am Barkhof
1903: Wohnhäuser G. Kasten und Dr. Wilkens, Lüder-von-Bentheim-Straße 10/12 (Nr. 10 [D])
1904–1905: Kirche Rönnebeck-Farge, Farger Straße 17/21 (D)
1905: Häusergruppe, Benquestraße 28/30/32
1905: Grabdenkmal für Johann Heinrich Egestorff auf dem Landgut Tenever (Egestorff-Stiftung)
1905–1906: Arbeiterhäuser für den Spar- und Bauverein Blumenthal i. H. in Fähr-Lobbendorf, Gruppe F und H, Schüttes Kamp 3/9
1905–1906: Arbeiterhäuser für den Spar- und Bauverein Blumenthal i. H. in Fähr-Lobbendorf, Gruppe E, Fährer Kämpe 87/93
1905–1906 (um): Arbeiterhäuser für den Spar- und Bauverein Blumenthal i. H. in Fähr-Lobbendorf, Gruppe B und D
1905–1906: Mittelschule Blumenthal, Wigmodistraße 37
1905–1906: Evangelische Christuskirche in Woltmershausen, Woltmershauser Straße 376 (D)
1906–1908: Deutsche Nationalbank in Oldenburg, heute Volksbank Oldenburg Lange Straße 8/9
1907: Bau der Turnhalle für das Real-Gymnasium und die höhere Mädchenschule an der Ecke Breite/Aumunder Kirchweg in Vegesack
1907: Luxuskabine auf dem Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd Kronprinzessin Cecilie