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Otto (Vorname)

Männlicher Vorname

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Otto ist ein männlicher Vorname, der von vielen weltlichen und kirchlichen Herrschern getragen wurde. Er kommt auch als Familienname vor.

Der Name ist ursprünglich eine Kurzform von Namen, die mit althochdeutsch ōt „Besitz, Erbe“ beginnen, wie zum Beispiel Otfried, Ottokar. Schon im Frühmittelalter hat sich der Name verselbständigt, ebenso wie Bodo, Hugo und andere Namenskurzformen. Die Bezeichnung Ottonen für ein deutsches Herrschergeschlecht leitet sich aus dem Namen des ersten Kaisers aus diesem Geschlecht, Otto I., ab.

Der Ausdruck „Otto Normalverbraucher“ für den typischen deutschen Durchschnittskonsumenten geht auf die Berliner Ballade von 1948 zurück, einen Spielfilm von Robert Adolf Stemmle, in dem Gert Fröbe in der Hauptrolle „Otto Normalverbraucher“ war.

Das Wort Otto ist ein Palindrom, das heißt, es kann von hinten und von vorn gelesen werden.

Vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts bis Mitte der 1910er Jahre gehörte der Name Otto in Deutschland zu den zehn beliebtesten Jungenvornamen. Dann sank seine Popularität allmählich ab, von den 1940er Jahren an sogar sehr deutlich. Seit Ende der 1950er wird er kaum noch vergeben. Der Name Otto kommt in der Schweiz seit 1930 regelmäßig in den Vornamenscharts vor. Besonders beliebt war er von 1930 bis 1945, als er sich stets in den Top-50 befand. Danach ging seine Popularität stetig zurück. Im Jahr 1956 hat er die Top-100 verlassen. Von 1930 bis 2023 wurde der Name rund 3.700 Mal gewählt. Seine Vergabe ist auch in Liechtenstein nachgewiesen. In Österreich wird der Name seit 1984 jedes Jahr vergeben, seit 2013 wird er immer beliebter. Im Jahr 2024 belegte er Rang 133.

Der Name lag in Finnland von 2004 bis 2011 in den Top-30, seitdem ist seine Vergabe rückläufig. In Schweden befindet sich der Name seit 2004 und in Dänemark seit 2015 in den Top-100. Dahingegen ist der Name in Norwegen nur mäßig beliebt. Der Name kommt in Polen seit 2014 regelmäßig vor, jedoch in einem geringen Umfang. In Tschechien gehörte der Name von 1935 bis 1967 zu den 100 beliebtesten Jungennamen, danach ließ seine Popularität nach. Er gehört aber immer noch zu den Top-200.

In den Niederlanden ist der Name seit 1930 alljährlich in den Hitlisten, er gilt als mäßig beliebt. In den letzten 10 Jahren wurden etwa 380 Jungen so genannt. Der Name taucht in Belgien seit der Jahrtausendwende jedes Jahr in der Namensgebung auf. In Frankreich befand sich der Name von 1900 bis Mitte der 1940er Jahre fast jährlich in den Top-500.

In England und Wales befindet sich der Name seit der Jahrtausendwende in einem Aufwärtstrend. Seit 2021 liegt er in den Top-200. In den Ländern Schottland, Nordirland und Irland wird der Name hin und wieder vergeben. In Kanada kommt der Name seit Mitte der 1980er Jahre fast jährlich in den Hitlisten vor. Der Name ist aber nicht sonderlich beliebt. In den USA lag der Name von 1880 bis 1898 in den Top-100. Danach ging seine Beliebtheit stetig zurück. Seit 2010 befindet er sich in einem Aufwärtstrend. Im Jahr 2024 belegte er Rang 274.

Udo, Odo, Otello, Othello, Otfrid, Otfried, Ottfried, Ottilie (weiblich), Othmar, Ottmar, Ottomar, Othon, Ottone, Ute (weiblich)

Der Name Ulrich und seine Varianten haben die gleiche Wurzel, aus Udal-.

Unter den abgeleiteten Familiennamen finden sich:

vor allem in Oberbayern und Tirol als volkstümliche Variante der Verniedlichungsform des altdeutschen Kaisernamens: Öttl, Oettl, Ottl, Öttel, Ottel oder Oettel.

→ Liste der Herrscher namens Otto

Otto von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler des Deutschen Reiches

Otto Steinmann (1831–1894), preußischer Regierungspräsident, Reichstagsabgeordneter

Otto Löwenstein (1833–1909), deutscher Jurist und Politiker

Otto Wels (1873–1939), deutscher Politiker (SPD)

Otto Carl Mohr (1883–1970), dänischer Jurist und Diplomat

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