Oswald Lutz (geboren 23. April 1908 in Wien; gestorben 1. Dezember 1974 in Bregenz) war ein österreichischer Komponist, Geiger, Kritiker und Musikpädagoge.
Er studierte Geige mit Vittorio Borri, Komposition mit Walter Bricht und Friedrich Reidinger sowie Klavier mit Franz Horak. 1934 bekam er den 1. Preis im Kompositionswettbewerb der Stadt Wien. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Anschließend zog er nach Vorarlberg, wo er eine Stelle als Konzertmeister vom Vorarlberger Rundfunk nahm. Neben seiner Tätigkeiten als Lehrer (Violine, Klavier und Musiktheorie) an der Städtischen Musikschule in Bregenz schrieb Lutz auch als Musikkritiker für die Österreichische Musikzeitschrift und die Vorarlberger Nachrichten.
Zu seinen Werken gehören zahlreiche Kompositionen für Orchester, ein Violinkonzert, drei Opern, drei Messen, Kammermusik und Lieder. Unter anderem schrieb er die Fanfare zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele.
1969 Rudolf-von-Ems-Medaille des Vorarlberger Sängerbundes
1972 Ehrengabe für Wissenschaft und Kunst des Landes Vorarlberg
Christian Fastl: Lutz, Oswald. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7.
Nachlässe in Österreich – Personenlexikon: Oswald Lutz
Oswald Lutz, WorldCat.org Identites
Oswald Lutz, Komponist der Festspielfanfare – Fotografiert von Rudolf Zündel