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Osaka

Drittgrößte Stadt Japans

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Osaka ([ˈoːsaka] ; jap. 大阪市, Ōsaka-shi) – früher auch häufiger Ohsaka, Oosaka oder Ôsaka – ist eine Millionenstadt in Japan. Sie ist die Hauptstadt der Präfektur Osaka im Herzen der westjapanischen Region Kinki bzw. Kansai. Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum der Region.

Mit 2,7 Millionen Einwohnern ist Osaka nach Tokio und Yokohama die drittgrößte Stadt Japans und die zweitgrößte Großstadt durch Verordnung. Mit den ca. 17,5 Mio. Einwohnern im Ballungsgebiet Keihanshin (um Osaka, Kyōto und Kōbe) belegt Osaka auf der Liste der größten Metropolregionen der Welt Rang 14 und bildet innerhalb Japans den Gegenpol zum Kantō-Gebiet um Tokio. Die Stadt ist das traditionelle Handelszentrum Japans und heute eines der wichtigsten Industriezentren und einer der bedeutendsten Häfen Japans. Das alte Stadtzentrum von Osaka um Shinsaibashi liegt im Süden, das nördliche Zentrum hat mehr Geschäftscharakter.

Die Einwohner Osakas sprechen einen japanischen Dialekt, der Ōsaka-ben genannt wird. Osaka ist zudem als „Küche Japans“ und für seine komödiantische Unterhaltungskunst (Manzai) bekannt.

Osaka liegt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshū an der Mündung des Flusses Yodo, an der Bucht von Osaka.

Das Stadtgebiet Osakas entspricht knapp 12 % der Fläche der Präfektur.

Am 13. Februar 1989 wurden die Ku Kita (27101-2) und Ōyodo (27112-8, 大淀区) zum neuen Kita-ku vereint.

Am gleichen Tag fusionierten auch die Bezirke Ost (27105-5, 東区 Higashi-ku) und Süd (27110-1, 南区 Minami-ku) zum neuen Bezirk Mitte (Chūō-ku).

Bevölkerungsentwicklung der Stadt

Die Stadt Osaka hieß ursprünglich Naniwa. Die Stadt war als Naniwa no miyako bzw. Naniwa-kyō (難波京, dt. „Kaiserliche Residenzstadt Naniwa“) von 645 bis 655 unter dem Kōtoku-tennō und zuletzt 744 unter Shōmu-tennō die Hauptstadt Japans. Allerdings hatten in Naniwa vermutlich auch schon frühere Tennō ihren Sitz, so erwähnt das Nihonshoki, dass der Ōjin-tennō (reg. 270–310) den Ōsumi-Palast (大隅宮, Ōsumi no miya) in Naniwa bezog.

Es bestanden schon seit frühester Zeit wichtige Land- und Seeverbindungen zwischen Yamato (heute Präfektur Nara), Korea und China. Die ehemalige Provinz Settsu bildet heute den nördlichen Teil der Präfektur Osaka mit einem Teil der heutigen Präfektur Hyōgo.

Die buddhistische Jōdo-Shinshū-Religionsgemeinschaft gründete 1496 in Ishiyama (heute Teil von Osaka) ihr Hauptquartier im stark befestigten Tempel Ishiyama Hongan-ji. Oda Nobunaga begann 1576 die Belagerung des Tempels, die vier Jahre andauerte. Die Mönche ergaben sich 1580, der Tempel wurde vollkommen zerstört und Toyotomi Hideyoshi baute auf dem Platz seine eigene Burg, die Burg Ōsaka.

Osaka wurde vom Mittelalter bis in die vormoderne Zeit Ōzaka (大坂) genannt. Zu Beginn der Meiji-Zeit wurde die Stadt von der Regierung in ihren heutigen Namen Osaka umbenannt. Heutzutage ist Osaka nach Tokio und Yokohama die drittgrößte japanische Stadt und güterwirtschaftlich am bedeutendsten, da sich die wichtigsten Märkte für den Warenaustausch dort befinden.

Seit der Meiji-Restauration besteht die Stadtpräfektur (-fu) Osaka, die als Nachfolger der Shōgunatsverwaltung für die Stadt (Ōsaka-machi-bugyō) anfangs nur aus der Stadt Osaka bestand, aber bald um Gebiete in der Provinz Settsu, später auch in den Provinzen Izumi, Kawachi und Yamato erweitert wurde. Die Vorläufer der modernen Stadt Osaka, die vier Stadtkreise/Bezirke (-ku) Higashi (Ost), Nishi (West), Kita (Nord) und Minami (Süd) wurden 1878/79 aus den Landkreisen (-gun) Higashinari und Nishinari herausgelöst. Bei der Modernisierung der Gemeindeordnungen 1888/89 entstand daraus die moderne Ōsaka-shi, die aber nach der gleichzeitig erlassenen Ausnahme von der Stadtordnung (shisei tokurei) wie Tokio und Kyōto noch bis 1898 ohne eigenständige Stadtverwaltung blieb und als Immediatstadt direkt vom Gouverneur der Präfektur regiert wurde. Bis 1955 wurden in mehreren Schritten, darunter eine umfangreiche Erweiterung 1925, die Landkreise Higashinari und Nishinari vollständig und Teile weiterer Landkreise in die Stadt Osaka eingemeindet. In den 1920er Jahren übertraf die Einwohnerzahl dadurch die der Stadt Tokio, und Osaka war zeitweise die größte Stadt Japans bis wiederum 1932 Tokio durch umfangreiche Eingemeindungen („Groß-Tokio“) seine Einwohnerzahl mehr als verdoppelte. Seit 1922 gehörte die Stadt Osaka zu den sechs Großstädten mit etwas mehr Selbstverwaltung bzw. reduzierten Eingriffsmöglichkeiten des Reichsinnenministeriums/des Gouverneurs der Präfektur. In der Besatzungszeit wurde die Selbstverwaltung wie in allen Gemeinden und Präfekturen reformiert, bis 1954 bestand auch eine kommunale Polizei (Ōsaka-shi Keishi-chō). Als „Sonderstadt“ (tokubetsu-shi) sollte Ōsaka-shi präfekturunabhängige Großstadt werden, was aber nie umgesetzt wurde; stattdessen wurde sie 1956 eine der fünf ersten Großstädte durch Verordnung (seirei shitei toshi) mit ausgeweiteter Selbstverwaltung. Seit einer Neuordnung 1989 bestehen die heutigen 24 Stadtbezirke.

Im Rahmen des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt zwischen März 1945 und August 1945 mehrfach durch die United States Army Air Forces (USAAF) mit Napalmbomben bombardiert. Die Angriffe zerstörten rund 35 % des Stadtgebietes und forderten 12.620 Tote und 23.037 Verletzte. Durch die Angriffe wurden 40 km2 der Stadt niedergebrannt und 1.134.552 Personen wurden obdachlos (siehe Luftangriffe auf Osaka).

Im Jahr 2019 fand der G20-Gipfel in Osaka statt. Die Themen dabei betrafen unter anderem die Wirtschaft innerhalb der Staatengruppe.

Vom 13. April bis 13. Oktober 2025 fand auf der der Stadt vorgelagerten künstlichen Insel Yumeshima die Weltausstellung Expo 2025 statt.

Der seit 2023 amtierende Bürgermeister Hideyuki Yokoyama von der Osaka Ishin no Kai und der Gouverneur von Osaka Hirofumi Yoshimura traten Anfang 2026 zurück, um sich in Neuwahlen gleichzeitig mit der nationalen Unterhauswahl ein Wählermandat für ein drittes Referendum zur Abschaffung der Stadt Osaka zu sichern. Die anderen etablierten Parteien bestritten die Bürgermeisterwahl nicht, gegen vier Kandidaten wurde Yokoyama mit über 77 % der Stimmen wiedergewählt. Da es sich um eine „Neuanfangswahl“ (denaoshi senkyo) handelte, steht die nächste Wahl unverändert 2027 an. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,5 %, die Zahl ungültiger oder leerer Stimmzettel lag bei über 13 %.

Das 81-köpfige Stadtparlament von Osaka wurde bei den einheitlichen Regionalwahlen im April 2023 gewählt, die Ishin no Kai gewann mit 46 Sitzen eine absolute Mehrheit, die Kōmeitō unverändert 18, die LDP fiel auf 11 Sitze zurück. Gleichzeitig gewann die Ishin no Kai auch beide Präfekturwahlen in Osaka. Im fortan 79-köpfigen Präfekturparlament von Osaka ist die Stadt Osaka mit insgesamt 26 Abgeordneten aus 21 Wahlkreisen vertreten, darunter nun 16 Einmandatswahlkreise. Auch dabei fungieren die meisten Stadtbezirke als Wahlkreis, drei Wahlkreise umfassen jeweils zwei Stadtbezirke.

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