Die Olympischen Winterspiele 1998 (auch XVIII. Olympische Winterspiele genannt) wurden in der japanischen Stadt Nagano ausgetragen. Andere Kandidatenstädte waren Aosta (Italien), Jaca (Spanien), Östersund (Schweden) und Salt Lake City (USA). Nagano wurde am 15. Juni 1991 im fünften Wahlgang zum Ausrichter gewählt.
Nagano ist der bislang am weitesten südlich gelegene Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Andere Bewerberstädte für die Olympischen Spiele 1998 waren Aosta in Italien, Jaca in Spanien, Östersund in Schweden und Salt Lake City (USA).
Die Gastgeberstadtwahl fand in Birmingham, Vereinigtes Königreich, am 15. Juni 1991 statt. Dies war die 97. IOC-Session. Nagano siegte nur mit vier Stimmen Vorsprung auf Salt Lake City. Hauptgrund für dieses Ergebnis war der „Atlanta-Faktor“, da die Olympischen Sommerspiele 1996 schon auf amerikanischen Boden, in Atlanta, geplant waren.
Die Runde 2 war eine Stichentscheidung zwischen den beiden Bewerbern mit den wenigsten Stimmen (15).
Maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Bewerbung Naganos hatte der Unternehmer Yoshiaki Tsutsumi, der bereits bei der Vergabe der Alpinen Skiweltmeisterschaften 1993 eine wichtige Rolle gespielt hatte. Tsutsumi war zwischen 1989 und März 1990 Vorsitzender des Japanischen Olympischen Komitees und von 1997 bis zu seinem Rücktritt 2004 Ehrenpräsident. Unter anderem stiftete er 20 Millionen US-Dollar für den Bau des olympischen Museums in Lausanne, einem Projekt des damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch. Nicht zuletzt deshalb wurden auch Korruptionsvorwürfe gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) um die Vergabe der Spiele laut.
Zudem wurde kritisiert, dass Tsutsumi als Unternehmer in der Hotel- und Freizeitbranche mit Immobilienbesitz in der Region nicht nur der größte Förderer, sondern zugleich der größte Profiteur der Olympischen Spiele in Nagano sei. Im Zusammenhang mit den Infrastrukturmaßnahmen während der Vorbereitungen wurde 1997 der Nagano-Shinkansen, der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Takasaki und Nagano, eingeweiht, der die Region zusammen mit dem Jōetsu-Shinkansen an die Metropole Tokio anbindet.
Unter anderem wurden die beiden Eishockey-Stadien Nagano-shi Wakasato Tamokuteki Sports Arena („Big Hat“) und Nagano Undōkōen Sōgō Undōjō Sōgō Shimin Pool („Aqua Wing“) gebaut. Die Eröffnungs- wie die Abschlussfeier fand im Olympiastadion Nagano statt.
Die offiziellen Maskottchen der Spiele waren die Snowlets, vier Eulen mit den Namen Sukki, Nokki, Lekki and Tsukki. Der Entwurf der Maskottchen stammte aus der Agentur Landor Associates, die Eulen sollten Weisheit sowie die Verbundenheit zur Natur und zu den historischen griechischen Olympischen Spielen symbolisieren.
Es wurden 68 Wettbewerbe (37 für Männer, 29 für Frauen und 2 Mixed-Wettbewerbe) in 7 Sportarten/14 Disziplinen ausgetragen. Das waren 7 Wettbewerbe, 1 Sportart und 2 Disziplinen mehr als in Lillehammer 1994. Nachfolgend die Änderungen im Detail:
Curling wurde als Mannschaftssport für Männer und Frauen ins olympische Programm aufgenommen, nachdem es mehrere Male Demonstrationssportart und 1924 bereits einmal olympisch war.
Im Eishockey kam das Frauenturnier hinzu.
In der Nordischen Kombination wird beim Mannschaftswettbewerb aus der 3 × 10-km-Staffel eine 4 × 5-km-Staffel
Snowboard wurde mit Halfpipe und Riesenslalom sowohl für Männer und für Frauen Teil des olympischen Programms.
Olympische Sportarten/Disziplinen
Anzahl der Wettkämpfe in Klammern
Wettkampftag (keine Entscheidungen)
Wettkampftag (x Entscheidungen)
Schaulaufen (Eiskunstlaufgala)