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Olympische Sommerspiele 1924

Sommerspiele der VIII. Olympiade, in Paris, Frankreich

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Die Olympischen Sommerspiele 1924 (auch Spiele der VIII. Olympiade genannt) fanden vom 4. Mai bis 27. Juli 1924 in Paris statt. Die anderen Bewerberstädte waren Amsterdam und Barcelona, Los Angeles, Prag und Rom. Die Hauptstadt Frankreichs war somit zum zweiten Mal nach 1900 Austragungsort Olympischer Sommerspiele.

Offiziell eröffnet wurden die Spiele durch den französischen Präsidenten Gaston Doumergue. Den Athleteneid sprach der französische Leichtathlet Géo André.

Bei der Abschlussfeier wurde erstmals das zeremonielle Hissen der drei Flaggen, die des Olympischen Komitees, die der ausrichtenden Nation und die der nächsten ausrichtenden Nation, ausgeführt.

Zum ersten Mal zitierte man das neue olympische Motto „citius, altius, fortius“ (schneller, höher, weiter (eigentlich stärker)), erdacht von dem französischen Pater Henri Didon.

Der Schwimmer Johnny Weissmüller aus den USA gewann drei Goldmedaillen, davon zwei in Einzelwettbewerben und eine mit der Mannschaft.

Der finnische Läufer Paavo Nurmi, der schon 1920 drei Goldmedaillen gewonnen hatte, errang sensationelle fünf Goldmedaillen. Sein Landsmann Ville Ritola gewann ebenfalls als Läufer viermal Gold und zweimal Silber.

Die Spiele wurden auf ausdrücklichen Wunsch von Pierre de Coubertin an Paris vergeben – die Favoriten der anderen IOC-Mitglieder waren Amsterdam und Los Angeles. Um einen Skandal zu vermeiden, wurden die nächsten beiden Sommerspiele als Kompromiss an Amsterdam und Los Angeles vergeben.

Begründer der Olympischen Spiele und IOC-Präsident Coubertin erlebte seine „Wunschspiele“, wollte die „Schmach“ von 1900 vergessen machen und zog sich nach den Spielen als IOC-Ehrenpräsident vom aktiven Geschehen zurück.

1000 akkreditierte Journalisten berichteten über die Spiele.

In den Jahren zwischen 1912 und 1948 wurden bei sieben Olympischen Spielen auch Medaillen für künstlerische Leistungen auf 18 Gebieten vergeben. 1924 gab es folgende prämierte Kunstwettbewerbe: Städtebauliche Entwürfe, Bildhauerkunst/Plastiken, Malerei und Grafik und Musik (mit den Unterteilungen in Musik jeder Art, Gesangskompositionen, Kompositionen für ein Instrument und Kompositionen für Orchester).

In der Leichtathletik gab es trotz großer Hitze (an manchen Tagen bis zu 45 Grad Celsius) sieben Weltrekorde.

Dies waren bis Seoul 1988 die letzten Spiele mit Tennis als olympische Sportart.

Der Film Die Stunde des Siegers (von 1981) thematisiert die Teilnahme von Harold Abrahams und Eric Liddell an den Leichtathletikwettbewerben.

Es wurden 126 Wettbewerbe (115 für Männer, 10 für Frauen und 1 Mixed-Wettbewerb) in 17 Sportarten/23 Disziplinen ausgetragen. Das waren 30 Wettbewerbe und 5 Sportarten/6 Disziplinen weniger als in Antwerpen 1920. Nachfolgend die Änderungen im Detail:

Bogenschießen (10 Wettkämpfe) und Tauziehen wurde aus dem olympischen Programm genommen.

Debüt der Frauen im Fechten mit Einzel Florett.

In der Leichtathletik entfielen das 3000-m-Gehen und der Gewichtweitwurf der Männer.

Im Reitsport wurde die Disziplin Kunstreiten (Voltigieren) aus dem Programm genommen.

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