An diesem Tag

Oliver Kirchner

Deutscher Politiker (AfD), MdL

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Oliver Kirchner (* 4. Mai 1966 in Magdeburg) ist ein deutscher Politiker (AfD). Seit 2016 ist er Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Seit Ende März 2018 ist er Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer; seit August 2022 ist er dies gemeinsam mit Ulrich Siegmund. Er war der Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021.

Kirchner besuchte bis 1982 die Polytechnische Oberschule und erlernte dann den Beruf des Kfz-Mechanikers. Von 1984 bis 1990 war er als Mechaniker für Flurfördergeräte tätig. 1991 absolvierte er eine Weiterbildung zum Karosseriebaumechaniker; 1996 beendete er eine Berufsausbildung zum Automobilkaufmann. Bis 1998 als „Stellvertretender Leiter Unfallfahrzeughandel“ tätig, machte Kirchner sich 1999 im Autohandel selbstständig.

Kirchner ist mit einer gebürtigen Moldauerin verheiratet und hat zwei Kinder.

2014 trat Kirchner in die AfD ein. Als Auslöser seines Engagements benannte er mehrfach die Asylkrise des Jahres 2015. 2015 gehörte er zu den Unterzeichnern der Erfurter Resolution, des Positionspapiers der aufgelösten völkisch-nationalistischen Gruppierung Der Flügel um Björn Höcke und André Poggenburg. Kirchner hat mehrfach mit den Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktionen von Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Erklärungen und Resolutionen zu aktuellen Themen abgegeben, zuletzt im März 2023 die Potsdamer Erklärung zur Migration.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 zog Kirchner mit 23,9 % der Erststimmen als Direktkandidat seiner Partei im Wahlkreis Magdeburg I (Wahlkreis 10) in den Landtag ein. Er arbeitet seit 2019 im Stadtrat von Magdeburg mit und ist Mitglied des Seniorenbeirats der Stadt.

Kirchner ist Mitglied des Ältestenrats und zudem im Ausschuss Arbeit, Soziales und Integration tätig. Er war zunächst Vizevorsitzender seiner Fraktion, bis er nach der Rücktrittsankündigung von André Poggenburg im März 2018 zum neuen Fraktionsvorsitzenden im Landtag gewählt wurde. Seit August 2022 ist neben Kirchner Ulrich Siegmund gleichberechtigter Co-Vorsitzender.

Im Zuge der Aufdeckung von Vetternwirtschaftsaffäre der AfD Anfang 2026 wurde bekannt, dass die Partnerin von Tobias Rausch seit 2023 für Kirchner arbeitete: Für fünf Wochenstunden soll sie monatlich rund 520 Euro erhalten.

Im Februar 2018 forderte er eine engere Kooperation mit der rechtsextremen Organisation Pegida. Zur gleichen Zeit äußerte er mehrfach die Absicht einer parlamentarischen Zusammenarbeit mit der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt.

In einem Interview nach der Landtagswahl 2021 übernahm der ZDF-Reporter Andreas Weise die Selbstdarstellung der AfD als bürgerliche Partei der rechten Mitte, indem er Kirchner bestätigte: „Es gibt eine konservative Mehrheit in Sachsen-Anhalt. Aber es würde ja niemand mit Ihnen reden, die CDU hat es ja abgelehnt.“ Anstatt darauf weiter einzugehen, bezeichnete Kirchner im Fortgang des Gespräches die Rückgewinnung „unserer Arbeiter“ von der Partei Die Linke als Erfolg der Arbeit seiner Partei.

Anfang November 2023 sagte Kirchner auf der „Compact-Konferenz“ mit Bezug auf AfD-Anhänger, die wegen ihrer politischen Haltung ausgegrenzt würden, er fühle sich „wirklich an tiefste DDR-Zeiten erinnert“. Die Führung der Ukraine bezeichnete Kirchner als „Selenskyj-Regime“ und „korrupte Saubande“.

Im Verfassungsschutzbericht des Landes Sachsen-Anhalt wird Kirchner aufgeführt, um die Beobachtung des AfD-Landesverbands zu rechtfertigen. So zitiert ihn die Mitteldeutsche Zeitung, nachdem ein AfD-Kandidat nicht zum Landtags-Vizepräsidenten gewählt worden ist, mit den Worten: „Da fand ich selbst die DDR-Rechtslage besser.“

Kurzbiografie beim Landtag von Sachsen-Anhalt

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