Olga Dmitrijewna Karassjowa, geb. Charlowa (russisch Ольга Дмитриевна Карасёва (Харлова)); * 24. Juli 1949 in Moskau, Russische SFSR, Sowjetunion; † 26. Oktober 2025 war eine sowjetische Gerätturnerin und Olympiasiegerin.
Olga Karassjowa gehörte im Alter von 19 Jahren der sowjetischen Riege bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt an und gewann zusammen mit Ljubow Burda, Natalja Kutschinskaja, Larissa Petrik, Sinaida Woronina und Ljudmila Turischtschewa den Mannschaftswettbewerb.
Bei den Weltmeisterschaften 1970 gewann sie erneut Gold mit der sowjetischen Mannschaft. Außer Tamara Lasakowitsch, die Natalja Kutschinskaja ersetzt hatte, waren die gleichen Turnerinnen wie 1968 Mitglied des Teams. Zudem gewann sie die Silbermedaille am Boden. 1966 war sie mit der sowjetischen Mannschaft Vizeweltmeisterin.
Bei den Europameisterschaften 1969 gewann die mehrfache sowjetische Meisterin Karassjowa fünf Medaillen, darunter die Goldmedaille am Boden.
Karassjowa arbeitete seit 1976 als Schiedsrichterin und Dolmetscherin beim sowjetischen Sportkomitee. 1968 spielte sie eine Nebenrolle im sowjetischen Film Nowenkaja.
Karassjowa war von 1966 bis 1976 mit dem sowjetischen Geräteturner und olympischen Silbermedaillengewinner von 1968 Waleri Karassjow verheiratet, dann mit Jurij Kowalenko und später heiratete sie Oberstleutnant a. D. Michail Lifirenko.
1970: Verdienter Meister des Sports der UdSSR
Olga Dmitrijewna Karassjowa in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Biographie auf gymn-forum.net (englisch)
Легенды советского спорта / Карасёва (Харлова), Ольга Дмитриевна, sportlegend.kulichki.net (russisch)
Карасева Ольга, sport-calendar.ru (russisch)
Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik III. Mexiko-Stadt 1968 – Los Angeles 1984. Sportverlag Berlin, Berlin 2000, ISBN 3-328-00741-5, S. 100–102.