Olaf Zimmermann (* 21. Februar 1961 in Limburg an der Lahn) ist ein deutscher Publizist, ehemaliger Kunsthändler und seit März 1997 der Hauptamtliche Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.
Nach dem Besuch einer Berufsfachschule und anschließender Fachoberschule absolvierte Zimmermann ein Volontariat zum Kunsthändler. Er war Geschäftsführer mehrerer Galerien. Im Jahr 1987 machte er sich mit einer eigenen Galerie für zeitgenössische Kunst selbstständig. Die Galerie unterhielt Standorte in Köln und Mönchengladbach. Ab 1991 kam zusätzlich ein Journalisten- und Beratungsbüro in Mönchengladbach hinzu. Als Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates e. V. arbeitet Zimmermann seit März 1997. In dieser Funktion ist er zusammen mit Theo Geißler Herausgeber der Zeitschrift des Deutschen Kulturrates Politik & Kultur. Zimmermann ist seit 1986 Mitglied der SPD und Vorstandsmitglied des Kulturforums der Sozialdemokratie und Mitglied der SPD-Medienkommission. Er ist ferner berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie und im Beirat für Weiterbildung – Verbände/Institutionen – des Deutschen Volkshochschulverbandes für die Jahre 2024 bis 2027. Zimmermann ist zudem seit 2022 im Beirat Innenstadt des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und als Einrichtung und Vereinigung Mitglied in der Mitgliederversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission.
2013 wurde Zimmermann in den Stiftungsbeirat der Kulturstiftung des Bundes berufen. Seit Dezember 2020 ist er Vorsitzender des Beirates. Von 2015 bis 2021 war Zimmermann Mitglied der Synode, des Kirchenparlaments der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Er ist einer von drei Sprechern des Kulturbeirates der EKBO. Zimmermann ist seit 2022 Mitherausgeber von Zeitzeichen – Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft. Seit dem 1. März 2025 ist er Mitglied im Beirat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. 2026 wurde Zimmermann von der Berliner Mikroskopischen Gesellschaft zu ihrem stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
In drei aufeinanderfolgenden Legislaturperioden war Zimmermann Mitglied in Enquetekommissionen des Deutschen Bundestags. Von 1998 bis 2002 Mitglied der Enquete-Kommission Zukunft der Bürgerschaftlichen Engagements. Von 2002 bis 2005 war er Mitglied der Enquete-Kommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestags. Diese Arbeit setzte sich in die folgende Legislaturperiode bis zu deren Abschlussbericht im Jahr 2007 fort. Von 2015 bis 2020 war Zimmermann Mitglied der Hauptjury des Deutschen Computerspielpreises (DCP) berufen, 2018 bis 2020 war er Vorsitzender der Hauptjury des Deutschen Computerspielpreises. Seit Juli 2020 ist Olaf Zimmermann Vorsitzender des Beirats der Stiftung Digitale Spielekultur und Mitglied im Umsetzungsbeirat der Nationalen Plattform zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen des Bundesinnenministeriums.
Zimmermann ist seit ihrer Gründung im Dezember 2016 Sprecher der Initiative kulturelle Integration des Deutschen Kulturrates, die sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das soziale Miteinander engagiert. Die Initiative kulturelle Integration geht auf eine Anregung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums des Innern und des Deutschen Kulturrates zurück. Zimmermann ist ferner im Beirat für die Green Culture Anlaufstelle der Staatsministerin für Kultur und Medien.
Zimmermann wurde 2020 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Als Autodidakt ist Zimmermann Naturfotograf und spezialisiert auf das Fotografieren von Spinnen, Pflanzen, Flechten, Pilzen, Plasmodial-Amöben (Schleimpilze) und Kristallen. Er lebt und arbeitet in Berlin, ist verheiratet und hat drei Kinder.
mit Brigitte Franken: Im Bermudadreieck des Kunstmarktes. Ausstellungshandbuch. Atelier Fritzsche, Köln 1991, ISBN 3-928808-00-1.
Im Labyrinth der Künstlerförderung. 1992.
Der Ausstellungsbetrieb. 1993.
Medienarbeit und Marketing für Künstler. 1995 (zweite Auflage. 1999)
Kultur-Fundraisingmarkt der Zukunft. 1995.
mit Gabriele Schulz: Kulturpolitik für das 21. Jahrhundert – Anforderungen an die Informationsgesellschaft. 1999.
mit Gabriele Schulz: Weiterbildung in künstlerischen und kulturellen Berufen. 1999.
Urheberrecht – Eine kurze und leicht verständliche Einführung in das Urheberrecht für bildende Künstlerinnen und Künstler. 1999.
mit Gabriele Schulz: Künstlersozialversicherung – Kulturpolitik Hintergrundinformation. Band 1, 2000.
mit Gabriele Schulz: Traumberuf Künstler. 2002.
mit Gabriele Schulz: Zukunft Kulturwirtschaft. 2009.