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Nvidia

US-amerikanischer Hersteller von Grafikprozessoren und KI-Beschleunigern

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Die Nvidia Corporation (Eigen­schreibweise: NVIDIA, Aussprache: /ɪnˈvɪdiə/, von lateinisch Invidia, Neid) ist ein US-amerikanisches Unternehmen und einer der größten Entwickler von Grafik­prozessoren und Chipsätzen für Personal Computer, Server und Spielkonsolen. Der Hauptsitz liegt in Santa Clara, Kalifornien. Das Unternehmen hielt auf dem Markt der diskreten Desktop-Grafikkarten im zweiten Quartal des Jahres 2022 einen Anteil von über 80 %. Die Nvidia Corporation besitzt keine eigenen Fertigungsstätten und arbeitet somit nach dem Fabless-Prinzip.

Das Unternehmen konnte stark von Markterwartungen im Bereich der künstlichen Intelligenz profitieren und stieg 2024 sowie 2025 zeitweise zum wertvollsten börsenorientierten Unternehmen der Welt auf. Im Oktober 2025 erreichte Nvidia als erstes Unternehmen einen Börsenwert von 5 Billionen US-Dollar.

Das Unternehmen wurde am 5. April 1993 von Jen-Hsun Huang, Curtis Priem und Chris Malachowsky gegründet. Mit dem NV1 (STG-2000) brachte Nvidia im Mai 1995 einen der ersten 3D-Beschleuniger-Prozessoren (GPU) heraus. Da dieser auf der NURBS-Technik basierte, konnte er sich wegen Kompatibilitätsproblemen nicht am Markt durchsetzen. Bedingt durch diesen Misserfolg war die Marke Nvidia bis 1997/98 relativ unbekannt. Änderung brachte die Serie der Riva-PC-Grafikchips, die den Erfolg des Unternehmens begründete.

Im Januar 1999 wurde Nvidia in den Nasdaq (NVDA) aufgenommen und lieferte im selben Jahr bereits den zehnmillionsten Grafikchip aus. Im Februar 2002 waren über 100 Millionen Grafikchips ausgeliefert worden. Weiterhin kooperierte Nvidia mit Sony, um Grafikchips für die PlayStation 3 und andere Geräte zu entwickeln. Auch wenn das Unternehmen durch diverse Übernahmen heute wesentlich breiter aufgestellt ist als in den Anfangsjahren, so beruht dessen Marktmacht weiterhin vorwiegend auf der Serie der GeForce-Grafikchips, die 1999 zum ersten Mal vorgestellt wurde.

Im Dezember 2006 eröffnete das US-amerikanische Justizministerium aufgrund von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht ein Verfahren gegen Nvidia. Ein Jahr später wählte das Forbes Magazine Nvidia wegen überragender Erfolge in den letzten Jahren zur Firma des Jahres 2007: Nvidia habe die Entwicklung im Grafikbereich entscheidend vorangetrieben und damit seine Bruttohandelsspanne von 29 Prozent im Jahr 2004 auf aktuell 46 Prozent gesteigert.

Im selben Jahr veröffentlichte Nvidia mit CUDA eine Software, mit der auf Nvidias Grafikprozessoren parallelisierbare Programmteile sehr schnell abgearbeitet werden können (siehe auch: GPGPU). Es zeigte sich schnell, dass viele Anwendungen davon stark profitieren können. Ein Beispiel ist das Mining von Bitcoins, welches eine Zeitlang sehr gewinnbringend war. Später liefen dann Algorithmen der Künstlichen Intelligenz auf Grafikprozessoren von Nvidia. In diesem Bereich konnte sich Nvidia eine fast monopolartige Position erarbeiten.

Am 13. September 2020 wurde bekannt, dass Nvidia die Übernahme von ARM Limited für 40 Milliarden US-Dollar von Softbank beabsichtigte. Im Februar 2022 teilten Nvidia und Softbank den Abbruch der geplanten Übernahme mit; ARM sollte stattdessen bis Anfang 2023 an die Börse gehen. Gründe nannten die beteiligten Firmen nicht, allerdings wurden diese schon in den letzten 1,5 Jahren klar: Kartellbehörden und andere Branchenriesen – Google, Microsoft und Qualcomm – stemmten sich weltweit gegen den Kauf. Nvidia musste wegen einer Vertragsklausel trotzdem 1,25 Milliarden US-Dollar an SoftBank zahlen, auf die sich beide Firmen einigten, sollte die Übernahme nicht klappen. Bei ARM trat infolgedessen Simon Segars als Firmenchef zurück und machte Platz für Rene Haas, der zuvor die IP Products Group (IPG) verantwortete. Vor seiner Zeit bei ARM leitete er sieben Jahre lang das Computing Products Business bei Nvidia.

In den Forbes Global 2000 der weltweit größten Unternehmen belegt Nvidia im Jahr 2023 Platz 241. Im Mai 2023 stieg der Börsenwert erstmals auf über eine Billion US-Dollar. Mitte Juni 2024 hatte Nvidia eine Marktkapitalisierung von 3,34 Billionen US-Dollar und stieg damit zeitweise zum wertvollsten börsenorientierten Unternehmen der Welt auf. Das Unternehmen konnte stark von den aktuellen Entwicklungshoffnungen im Bereich der künstlichen Intelligenz profitieren. Am 27. Januar 2025 stellte der chinesische Konkurrent DeepSeek ein KI-Modell vor, das deutlich weniger Hardware-Ressourcen benötigen soll, und löste damit einen Kurseinbruch der Nvidia-Aktie um 17 Prozent aus. Der Tagesverlust lag bei etwa 593 Milliarden US-Dollar und ist damit der größte eines Unternehmens an der Wall Street.

Im ersten Quartal 2025 hat Nvidia bekannt gegeben, dass in Texas zwei Supercomputer-Fabriken gemeinsam mit asiatischen Auftragsfertigern gebaut werden sollen. Eines mit der Firma Foxconn Technology Group in Houston und eines mit der Firma Wistron Corporation in Dallas. Dort sollen in erster Linie KI-Chips hergestellt werden.

Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2025 stellte Nvidia die neue Nvidia-GeForce-50-Serie mit Blackwell-Architektur vor.

Am 18. September 2025 gab Nvidia bekannt, dass es 5 Milliarden US-Dollar in Intel investieren werde, um den angeschlagenen US-Chiphersteller zu unterstützen – nur wenige Wochen, nachdem das Weiße Haus eine Vereinbarung getroffen hatte, wonach die US-Bundesregierung eine bedeutende Beteiligung an dem Unternehmen übernehmen würde. Durch die Investition wird Nvidia sofort einen Anteil von etwa 4 % an Intel halten, sobald neue Aktien ausgegeben werden, um die Vereinbarung abzuschließen. Außerdem wurde eine Partnerschaft mit Intel vereinbart.

Am 22. September 2025 gaben Nvidia und OpenAI eine Partnerschaft bekannt, in deren Rahmen Nvidia 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI investieren und OpenAI Nvidia-Chips und -Systeme in neuen Rechenzentren einsetzen wird. OpenAI wird neue KI-Rechenzentren mit Nvidia-Systemen bauen, deren Systemleistung mindestens 10 Gigawatt betragen wird, was der Energie entspricht, die von mehr als vier Hoover-Staudämmen erzeugt wird. Der Deal ist eine zirkuläre Vereinbarung (das Handelsblatt sprach von einem „Taschenspielertrick“), bei der OpenAI die Investition von Nvidia durch den Kauf von Nvidia-Chips zurückzahlen wird, was ein gängiges Modell bei KI-Partnerschaften ist. Nachdem beide Unternehmen sich allerdings nicht auf die Konditionen des Geschäfts einigen konnten, investierte Nvidia stattdessen 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI im Februar 2026, vor dem geplanten Börsengang von OpenAI.

Am 18. Dezember 2025 gab Nvidia Pläne zum Bau eines großen neuen Forschungs- und Entwicklungscampus in Kiryat Tivon, Israel, bekannt, der voraussichtlich mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigen und zu einem der größten Standorte des Unternehmens außerhalb der Vereinigten Staaten werden soll. Der Bau des 22 Hektar großen Komplexes soll 2027 beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2031 vorgesehen. Der Komplex wird Labore, Grünflächen und öffentliche Einrichtungen umfassen. CEO Huang hatte Israel als „zweite Heimat“ des Unternehmens bezeichnet.

Die explodierenden Geldzuflüsse nutzte Nvidia 2025/26 für eine Reihe von strategischen Investments und Partnerschaften. Dazu zählten neben Intel und OpenAI auch Nokia (Oktober 2025), Reflection AI (Oktober 2025), xAI (Oktober 2025), CoreWeave (Januar 2026), Lumentum (März 2026), Nebius Group (März 2026) und Marvell Technology (März 2026). Ziel dieser Investments ist es sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Halbleiter, Datenzentren und KI zu etablieren.

Im August 2026 verkündete Nvidia gemeinsam mit Apollo Global Management, BlackRock, Blackstone, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR einen Plan, eine halbe Billion (500 Milliarden) US-Dollar für KI-Infrastruktur zu mobilisieren, wofür eine Absichtserklärung unterzeichnet wurde. Das Geld soll dabei von Pensionsfonds und anderen großen Anlegern bereitgestellt werden.

Am 15. Dezember 2000 übernahm Nvidia seinen bis dahin größten Konkurrenten im Grafikchip-Markt, den Chip-Designer und Grafikkarten-Fertiger 3dfx, zum Preis von ungefähr 120 Millionen US-Dollar und ist seitdem Marktführer in diesem Segment. Außer der Übernahme von Patenten und einigen Mitarbeitern nutzte Nvidia die Übernahme lediglich, um einen Konkurrenten zu beseitigen. Sämtliche Produktlinien von 3dfx wurden umgehend eingestellt.

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