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Nuria Quevedo

Spanisch-deutsche Malerin

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Nuria Quevedo (spanische Schreibweise Núria Quevedo; * 18. März 1938 in Barcelona; † 22. November 2025 in Berlin) war eine deutsche Malerin und Grafikerin spanischer Abstammung.

Nuria Quevedo war die Tochter republikanischer Emigranten, die 1952 nach Berlin auswanderten. Das Thema Exil und das damit verbundene Gefühl der Entwurzelung ist eines ihrer Hauptthemen.

Quevedo besuchte von 1955 bis 1958 die Arbeiter- und Bauern-Fakultät Berlin und studierte anschließend von 1958 bis 1963 an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee in der Fachrichtung Grafik bei Arno Mohr, Klaus Wittkugel und Werner Klemke. Ab 1963 arbeitete sie freischaffend; in den 1970er-Jahren entstanden zahlreiche Buchillustrationen. In der Zeit als Meisterschülerin bei Klemke (1968 bis 1971) an der Akademie der Künste der DDR begann sie, sich autodidaktisch der Malerei zu nähern.

1974 war sie die erste Preisträgerin des Max-Lingner-Preises. Zur Begründung hieß es: „Sie entspricht durch die politische Überzeugungskraft ihres Werkes der politischen Haltung Max Lingners, durch ihre Nationalität ist der internationalistische Aspekt berücksichtigt … Der Reifegrad ihres Werkes erlaubt den Schluss, dass der Name des ersten Lingner-Preisträgers in der weiteren künstlerischen Entwicklung Bedeutung behält.“ 1986 wurde sie Mitglied der Akademie der Künste der DDR, aus der sie 1991 austrat. Sie war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und hatte in der DDR und im Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1967 bis 1988 an allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.

1992 gründete sie, u. a. mit Marguerite Blume-Cárdenas, Elli Graetz, Annett Gröschner, Gisela Kurkhaus-Müller, Emerita Pansowová und Ursula Strozynski die Künstlerinnen-Initiative Xanthippe e. V.

Von 1994 bis 1996 war Nuria Quevedo Gastprofessorin am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald. Ab 1997 lebte und arbeitete Quevedo abwechselnd in Berlin und im katalanischen Sant Feliu de Guíxols.

Nuria Quevedo war mit dem Dokumentarfilm-Regisseur Karlheinz Mund verheiratet. Sie starb im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit in Berlin.

1960: Erster Preis für ein Plakat zu den Weltfestspielen der Jugend und Studenten in Helsinki

1965: Ernst-Zinna-Preis der Stadt Berlin

1982: Goethepreis der Stadt Berlin

1987: Orden de Isabel la Católica

1989: Nationalpreis der DDR II. Klasse

2005: „Hans-Meid-Medaille“ für Illustration

2023: „Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz“ der Stiftung zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz

Öffentlichen Sammlungen und Museen mit Werken Nuria Quevedos (unvollständig)

in alphabetischer Reihenfolge der Orte

Aachen: Ludwig Forum für Internationale Kunst

Altenburg/Thür.: Lindenau-Museum

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