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Nordirland

Irischer Landesteil des Vereinigten Königreiches und Nordteil der Insel Irland

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Nordirland (englisch , irisch ) ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Es besteht aus sechs der neun Grafschaften der historischen irischen Provinz Ulster im Nordosten der Insel Irland.

Nordirland ist dichter bevölkert als die Republik Irland, die den Rest der irischen Insel umfasst. Nordirland weist einen höheren Industrialisierungsgrad auf, aber die Republik Irland hat seit ungefähr dem Jahrtausendwechsel ein deutlich höheres Bruttoinlandsprodukt pro Kopf.

Nordirland bildet die Fortsetzung des Landschaftsbildes in Nordengland und Südschottland nach Westen hin. Die Küstenlinie ist reich gegliedert. Das Klima ist – wie überall auf den Britischen Inseln – ozeanisch und wird vom Golfstrom beeinflusst.

Nordirland hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von 140 km. Von Osten nach Westen sind es 180 km. Die nordirische Küste ist etwa 500 km lang. Die Insel Rathlin im Nordosten gehört zu Nordirland.

Die Grenze zur Republik Irland ist fast 500 Kilometer lang. Nordirlands Flächenanteil an der gesamten irischen Insel liegt bei etwa 16 Prozent (der Anteil der Bevölkerung hingegen bei knapp 30 Prozent).

Es gibt drei Höhenzüge: im Nordwesten die Sperrin Mountains, im Nordosten das Antrim Plateau (höchste Erhebung: der Trostan, 551 m), im Südosten die Mourne Mountains (852 m).

Der größte See in Nordirland (und auch in den Britischen Inseln als Ganzes) ist der Lough Neagh westlich von Belfast mit 392 Quadratkilometern Fläche und einer maximalen Tiefe von 25 m.

Ballycastle, Ballyclare, Ballymena, Banbridge, Bangor, Belfast, Bushmills

Carrickfergus, Coleraine, Comber, Cookstown, Craigavon, Claudy

Derry, Donaghadee, Downpatrick, Dromore, Dundonald, Dungannon, Dungiven

Larne, Limavady, Lisburn, Lurgan

Newcastle, Newry, Newtownabbey, Newtownards

Die Teilung Irlands in die Republik Irland und Nordirland fand 1921 nach dem Irischen Unabhängigkeitskrieg statt.

Nachfolgend wurde der katholische Bevölkerungsteil bei der Arbeitsplatz- und Wohnungssuche in Nordirland benachteiligt. Die Gesellschaft teilte sich politisch in meist irischstämmige katholische Republikaner, die das Ziel einer Wiedervereinigung mit der Republik Irland verfolgten, und meist protestantische Unionisten oder Royalisten, die von Zuwanderern abstammen und den Verbleib im Vereinigten Königreich wollten.

Bei den Kommunalwahlen 2023 errang die katholisch orientierte Partei Sinn Féin 144 der zu vergebenen 467 Sitze und wurde erstmals stärkste Partei.

Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich und bildet innerhalb des Königreichs neben England, Schottland und Wales eines der vier Landesteile (eng. constituent country). Die anderen drei Landesteile liegen auf der Insel Großbritannien, während Nordirland im Jahre 1919 aus der Teilung der Insel Irland entstand.

Nordirland wurde von 1919 bis 1972 und wird seit 1998 wieder von einer nordirischen Regierung und einem nordirischen Parlament verwaltet, die ihren Sitz im Stormont House in Belfast haben, und daher vielfach „Stormont“ in der Alltagssprache genannt werden.

In der Zeit von 1972 bis 1998 wurde die nordirische Selbstverwaltung aufgrund der bürgerkriegsähnlichen Zustände aufgehoben, und Nordirland wurde direkt aus London von der Regierung des Vereinigten Königreichs verwaltet. Hierzu wurde das Nordirlandministerium (Northern Ireland Office, Abk. NIO) geschaffen, das von einem Minister geleitet wird. Seit 1998 ist das Nordirlandministerium nur noch verantwortlich für die Bereiche Strafgerichtsbarkeit und Justizvollzug, Polizei (siehe unten), die Fürsorge für Opfer politisch motivierter Verbrechen sowie zeitweise (2002–2007, 2017–2020) für die Rechtsaufsicht über die Behörden in Nordirland. Minister für Nordirland ist seit dem 5. Juli 2024 Hilary Benn (Labour), der auf Chris Heaton-Harris (Conservative Party) folgte.

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