Norbert Sterk (* 4. Dezember 1968 in Wien) ist ein österreichischer Komponist.
Norbert Sterk studierte ab 1983 am Konservatorium der Stadt Wien Klavier bei Otto Probst, Kontrabass bei Burkhardt Kräutler, Tonsatz bei Reinhold Portisch, Instrumentation bei Walter Breitner und Komposition bei Heinz Karl Gruber (1999 Diplom) sowie 1989–92 an der Universität Wien Philosophie, Musik- und Theaterwissenschaft. Weiters absolvierte er Seminare für Analyse und Formenlehre bei Karl Heinz Füssl und Iván Eröd während des Carinthischen Sommers 1985 und 1986, Kompositionsseminare bei Ernst Krenek, Alfred Schnittke und Kurt Schwertsik sowie ein Stimmseminar bei Marie-Thérèse Escribano. 2003–05 lernte er im Bereich Funktionale Stimmarbeit bei dem Stimmphysiologen Michael Heptner. Neben seinem künstlerischen Schaffen übt Sterk den Beruf eines Logopäden an einem Wiener Krankenhaus aus.
Sterks Kompositionen entstanden zumeist als Auftragswerke u. a. für die Wiener Festwochen, die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, die Ensembles die reihe, Ensemble Kontrapunkte und Ensemble Reconsil, den Österreichischen Rundfunk (ORF), die Musikalische Jugend Österreichs (Jeunesse), den Saarländischen Rundfunk (SR), das Stuttgarter Kammerorchester, Wien Modern, das Festival Hörgänge und netzzeit. 2001 war Sterk Composer-in-residence beim 6. Komponistenforum Mittersill. Ein wesentlicher Teil seines Schaffens gilt gemeinsamen Projekten mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Sparten, vor allem aus dem Bereich der Bildenden Kunst und der Literatur.
Auszeichnungen, Förderungen (Auswahl)
2004: Österreichisches Staatsstipendium für Komposition
2008: Preis des Theodor Körner Fonds
2009: Österreichisches Staatsstipendium für Komposition
Minotaurus. Schauspielmusik zu einem gleichnamigen Bühnenwerk, gemeinsam mit Tryggvi M. Baldvisson, Thomas Heinisch und Reinhold Portisch (nach Friedrich Dürrenmatt; 1991)
Alles kann passieren – eine Chorprobe (Arbeitstitel). Ein szenisches Konzert für 12 Vokalisten, Ensemble und Dirigent (Libretto: Doron Rabinovici nach einer Idee von Florian Klenk; 2021)
Orchester oder großes Ensemble
Mirliton für Singstimme und Ensemble (Text: Samuel Beckett in der Nachdichtung von Karl Krolow; 1999)
The Old Piano Plays an Air für Ensemble (nach James Joyce; Version 2001)
Am Rand des Augenblicks – Fragment für großes Orchester (nach Octavio Paz; 2001)
die sonne stand still. der mond trieb davon für Ensemble (nach Mythen der Native Americans; 2004)
„... und leuchteten das Dunkel aus“ für Horn und Ensemble (nach Ingeborg Bachmann; 2006)
Mandragora für Ensemble (2007)
Vertigo.Saxophon.Desaster für Saxophon und Ensemble (2010)
KorollArien. Fassung für Flöte solo und Streicherensemble (nach Raoul Schrott; 2009/11)