Norbert Mateusz Kuźnik (* 8. Januar 1946 in Rybnik; † 15. April 2006 in Rybnik) war ein polnischer Komponist, Musiktheoretiker, Organist und Orgelbauer.
Kuźnik studierte an der Staatlichen Musikhochschule Warschau von 1965 bis 1970 Musiktheorie und von 1970 bis 1974 Komposition in der Klasse von Andrzej Dobrowolski. Er ergänzte seine Ausbildung bei Aufenthalten am Institut für Sonologie Utrecht 1975 als Stipendiat der Gaudeamus-Stiftung, an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien 1981–82 als Schüler von Roman Haubenstock-Ramati und am Conservatorium van Amsterdam 1985 als Stipendiat der niederländischen Regierung. Als Spezialist für Orgelbau und Orgelpflege war er Schüler seines Vaters Ludwik Kuźnik. Er baute auch mehrere Orgeln, u. a. in der Kirche zum Hl. Stanislaus Kostka zu Schmiegel.
Er unterrichtete von 1974 bis 1977 am Institut für Musikpädagogik der Pädagogischen Hochschule in Olsztyn und von 1977 bis 1982 in Kielce. Als Konzertorganist trat er vorwiegend mit Werken zeitgenössischer Komponisten, darunter auch seinen eigenen, auf. Unter dem Pseudonym Mateusz Rybnik verfasste er die Lehrbücher Vademecum instrumentacji (1980) und Gramy na organach (1985). 1974 wurde er
als Verdienter Kulturaktivist ausgezeichnet.
Kwartet smyczkowy nr 1 „Béla Bartók in memoriam“ (1969)
Kwartet smyczkowy nr 2 „Bułgarski“ (1969)
Contra bellum für Orgel (1970)
Trzy miniatury für Klavier (1970)
Skargi Hioba, drei Lieder für Bass und Klavier nach Worten aus dem Alten Testament (1970–71)
Wariacje für Klavier zu vier Händen (1971)
Organochromia I für Orgel (1971)
Webernorb für Instrumentalensemble (1971)
Filmmusik zu Wózek von Stanisław Lenartowicz (1971)
Ikar, Musik für großes Sinfonieorchester und Perkussion (1972)
Clusterschord für Klavier (1972)
Aerofonium per orchestra militare (1972)
Terpsyhymnia, Ballettmusik für Orgel und zwei Perkussionisten (1972)
Krzywe zwierciadło für Sopran und neunzehn Instrumentalisten (1972)